Veränderungen

Manchmal gibt es viele Veränderungen im Leben. Erst letzte Woche fing mein neuer Studiengang an und heute habe ich meinen ersten Arbeitstag – alles neu, unbekannt und fremd.
Viele meiner Kommilitonen kommen aus anderen Städten, einige sogar aus anderen Ländern und sind nun nach Gladbeck oder Gelsenkirchen gezogen.
Bei Veränderungen gehört es auch dazu, vorher einen anderen Weg gegangen zu sein.
Vielleicht ist es ein anderer Wohnort, ein neuer Studiengang oder Job, neue Freundschaften, die geschlossen werden, neue Hobbys und Interessen, oder es gibt plötzlich ein ganz neues Gericht zum Mittagessen, obwohl es doch eigentlich etwas anderes war.

Veränderungen gibt es jeden Tag, vielleicht stehst du plötzlich ein paar Minuten eher auf, wählst beim Frühstück neue Marmelade, fährst mit dem Auto statt über die Autobahn durch die Stadt, später dann eine neue Frisur beim Frisör und veränderst andere gewohnte Routinen.

Auch in der Bibel heißt es bei 5 Mose 31:6:
Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht und lasst euch nicht vor ihnen grauen; denn der Herr, dein Gott, wird selber mit dir wandeln und wird die Hand nicht abtun noch dich verlassen.

Gott wandelt sich, er geht die Wege, die du gehst, mit dir. Du brauchst keine Angst zu haben, auch wenn vieles ungewohnt anders ist und der Anfang manchmal nicht einfach ist.
Gott unterstützt dich, egal ob du die erste Ausfahrt oder die dritte Ausfahrt nimmst, ob du neue Wege gehst.

Deswegen habe ich auch keine Angst vor der neuen Arbeit heute, sondern freue mich auf neue Herausforderungen.

WiederWort von Alexander (20)

Warm…

… im Sinne von Wohlfühlen oder auch Geborgenheit. Nach der mehr oder weniger heißen Zeit des Sommers, in der es warm und sonnig war, kommt nun der Herbst. Ich finde der Herbst ist auch eine warme Jahreszeit, aber auf eine andere Weise als der Sommer. Denn der Herbst fühlt sich warm an, nicht wegen der Temperatur, sondern wegen dem Zusammenspiel von warmen Farben, leichtem Sonnenschein und glitzernden Regentropfen. Dieses Wärmegefühl erinnert mich an Momente, in denen mir Gott nahe ist. Zum Beispiel beim Zusammensitzen mit Freunden, wobei man merkt, dass es sich wohlig warm, ja, einfach gut anfühlt, genau hier, in diesem Moment, zu sein. In solchen Momenten ist mir Gott nahe. Er gibt mir das Gefühl von Geborgenheit und Wärme. Und wenn ich nun durch den Park spaziere und die Sonne durch die bunten Blätter glitzert, dann ist mir warm.

 Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben! (Psalm 36,8 – Lutherbibel 2017)

  WiederWort von Lisa (20)

 

 

 

Löwenherz

Manchmal wissen wir nicht wohin, oder was um uns geschieht. Gott hat ins ein Löwenherz geschenkt, das uns in diesen Situationen die Ermutigung zuspricht, Kinder Gottes zu sein.
WiederWort von Yann (26)
Yann und Lydia haben einen großartigen Song zum „Löwenherz“ geschrieben.
Hier könnt ihr ihn euch anhören:

Nach Hause kommen

Als ich nach meinem Urlaub zum ersten Mal wieder meine Wohnungstür aufgeschlossen habe, war da wieder, dieses Gefühl: „Ich bin zu Hause.“

Auch wenn ich jedes Mal mit Wehmut aus meinen Urlaubsorten aufbreche, ist das Nach-Hause-Kommen immer besonders schön. Alles riecht so vertraut zu Hause. Mein Bett erwartet mich schon. Alle Bilder mit mir lieben Menschen und mit Erinnerungen an vergangene Reisen umgeben mich wieder. Ich nehme meine Lieblingsbücher aus dem Bücherregal und schaue kurz hinein. Das Lesezeichen steckt noch genau an der Stelle, an der ich beim letzten Mal unterbrochen habe.

Es ist schön, wieder zu Hause zu sein. Hier fühle ich mich geborgen Hier ist mir alles vertraut. Hier finde ich mich selbst im Dunkeln spielend zurecht. Hier bin ich gerne, auch wenn ich schon jetzt weiß, dass mich bald das Fernweh wieder packen wird. 😉

„Ich bin zu Hause.“ – das denke ich auch oft über Gott. Mit Gott an meiner Seite fühle ich mich geborgen, fühle ich mich aufgehoben – wie zu Hause eben. Vielleicht mag ich deshalb ein Wort von Jesus aus dem Johannesevangelium so gerne. Jesus sagt dort zu seinen Jüngern:

„Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ (Johannes 14,2)

Es ist schön, dass Gott einen Platz für mich bereithält. Dass ich bei ihm schon jetzt immer aufgehoben bin und es auch immer sein werde. Darauf vertraue ich, dass mir dieses Versprechen Gottes für alle Zeiten gilt. Dass ich weiß: Bei ihm bin ich immer zu Hause.

WiederWort von Stefanie (36)

 

Opfern

Für Menschen, die uns sehr wichtig sind, fällt es uns mega leicht was zu opfern. Lebensstil wechseln. Neustart. Hingabe, die uns sogar viel Geld investieren lässt. Alles kein Problem. Selbst, wenn wir sie nur für kurze Zeit kennen. Bei Gott geht es uns da nicht so. Warum aber?

Diese Frage stelle ich mir schon seit einem halben Jahr und hab irgendwie keine klare Antwort darauf.

Immer wieder habe ich es mitbekommen, dass Leute in eine neue Gruppe reingewachsen sind und sich da voll integriert haben. Sie haben sich verändert, angepasst und dafür teilweise auch richtig was aufgeopfert. Am krassesten ist das wahrscheinlich bei einer Partnerschaft, wofür man ab und zu sogar beste Freundschaften aufgibt. Plötzlich hat man einen neuen Style, neue Hobbys, einen neuen Tagesablauf oder hört andere Musik. Plötzlich opfern wir gerne. Wir opfern natürlich. Wir opfern mit Treueversprechen. Und was vorher unerreichbar und unmöglich schien, strengt uns jetzt nicht mal mehr an.

Uns für Gott so aufzuopfern ist aber anders. Es fühlt sich nicht so natürlich an. Es liegt uns irgendwie nicht. Es ist anstrengend. Paulus spricht aber im Römerbrief 12,1 davon, dass wir uns mit „Leib und Leben“ als lebendiges und heiliges Opfer Gott zur Verfügung stellen sollen. Also schon ein echtes Opfer bringen. Ich verstehe das so, dass wir nicht mehr eigenen und egoistischen Zielen folgen sollten, sondern voll im Dienst für Gott stehen.

Eigentlich müsste mir das also leichter fallen, oder? Gottes Geist lebt in mir. Und trotzdem opfere ich nicht gerne was oder lasse mich von Gott verändern. Und wieder die Frage: Warum nicht? Was würdest du sagen, woran das liegt? 🤔

Ich habe für mich drei mögliche Antworten gefunden:

  1. Ich beschäftige mich selten und nur oberflächlich mit dem Erbarmen Gottes. Das ist in Römer 12,1 aber die Grundvoraussetzung für das Opfer.
  2. Gott ist dauerhaft verfügbar. Seine Worte in der Bibel gibt es in Tausenden Sprachen für die meisten Menschen. Allein mit diesem Fakt macht Gott uns klar, dass er sprechen möchte. Opfern fällt mir schwer, weil ich einfach nicht für das dynamische Reden Gottes durch die Bibel verfügbar bin.
  3. Ich lebe oft nur einen theoretischen Glauben. Zu selten folge ich dem Heiligen Geist, indem ich praktisch im Alltag Gott gehorsam bin. Dadurch erlebe ich Gott selten, was mich wiederum nicht motiviert, hingegeben zu leben.

WiederWort von Stella (16)

Der gute Hirte

Was erwarten wir eigentlich von Gott für unser Leben? Für was bete ich jeden Morgen oder jeden Abend?

Ist er Hoffnung unerfüllter Sehnsüchte, oder Garant des schon guten Lebens?

Schicke ich ihm Wunschlisten, oder ist es die leise Forderung einer schüchternen Bitte?

Jesus spricht uns zu: „Ich bin der gute Hirte“ (Joh 10,11)

Er ist Leitung, er ist Hüter und Beschützer. Einer, der uns gut versorgt: Mit frischem Wasser & grünen Auen. Einer, der alles für uns gibt: Sogar sein eigenes Leben.

Deckt das unsere Erwartung?

Wieder Wort von Yann (26)

Neuanfang – Nicht allein!

Letzte Woche hat die Schule begonnen. Ein neues Jahr ist für alle ein Neuanfang. Ein Wechsel. Ein Übergang. An den Grundschulen haben alle Erstklässler einen Viertklässler als Paten. Sie zeigen ihnen die Schule und passen auf sie auf. Auch die Fünftklässler auf der weiterführenden Schule bekommen Ansprechpartner aus der Oberstufe, die ihnen durch den Schulanfang helfen.

Ich stelle mir vor, dass Gott mein Pate bei jedem Neuanfang ist. Wenn ich ein bisschen Hilfe brauche, ein bisschen Unterstützung, dann ist er da und zeigt mir den Weg durch die Flure und Treppenhäuser des Lebens. Und Neuanfänge kommen viel häufiger als man denk. Jeden Montag fängt eine neue Woche an und jeden Morgen ein neuer Tag. Manchmal bin ich von den vielen Möglichkeiten völlig überwältigt. Dann bin ich froh, dass Gott mir Menschen an die Seite stellt, die mir die Richtung weisen. Es tut gut zu hören: „Alles wird gut.“ Danke.

WiederWort von Hannah (16)

Afghanistan

Gott,

manchmal kann ich meine Traurigkeit nur noch im Gebet vor dich bringen.

Die Bilder aus Afghanistan machen mich fassungslos.

Ich sehe Menschen, die sich verzweifelt an abhebende Flugzeuge klammern.

Ich sehe Frauen und Mädchen, denen jegliches Recht auf Bildung entzogen wird.

Die ohne männliche Begleitung nicht auf die Straße gehen dürfen und somit oft gleich ganz aus dem Straßenbild verschwinden.

Ich sehe Terroristen, die in Windeseile ein Land zurückerobern und Angst und Gewalt säen.

Ich sehe und höre westliche Politiker*innen, die dem hilflos gegenüberstehen.

Ich höre von Ortskräften und Mitarbeiter*innen von Botschaften und Hilfsorganisationen, die zurückgelassen werden.

Ich kann all das nicht verstehen.

Es macht mich traurig und fassungslos.

Wie konnte es so weit kommen?

Was können wir tun, um zu helfen?

Und wo bist du in all dem, Gott?!

Hilf doch!

Lass Frieden werden.

Amen.

WiederWort von Stefanie (36)

 

 

Keine Sorgen

Macht euch keine Sorgen. Im Gegenteil: Wendet euch in jeder Lage an Gott. Tragt ihm eure Anliegen vor in Gebeten und Fürbitten und voller Dankbarkeit. (Philipper 4,6 – BasisBibel)

Gott sagt uns, dass wir uns um nichts sorgen sollen, sondern alle unsere Anliegen vor ihn bringen sollen. Doch so oft überkommen uns Sorgen im Alltag und unsere Probleme drücken uns nieder. Dieser Vers hat oft so wenig Bedeutung in unserem Leben. Dabei möchte Gott uns doch seinen Frieden geben und uns helfen, unsere Sorgen zu tragen. Er ermutigt uns, uns nicht um unsere Zukunft zu sorgen, um Schwierigkeiten, in die wir geraten könnten, oder um Krankheit. Wir können unser  Leben leben im Vertrauen auf ihn – mit allem, was kommt.

WiederWort von Stella (16)

« Ältere Beiträge

© 2021 WiederWort

Theme von Anders NorénHoch ↑