#nächstenliebe

Am Sonntag haben wir die erste Kerze auf unserem Adventskranz angezündet. Dies war der Auftakt in die alljährliche Weihnachtszeit und ein Symbol dafür, dass wir von nun an auf den Heiligen Abend warten.

Die Adventszeit ist eine besondere und heilige Zeit, die für Besinnlichkeit und Barmherzigkeit unter den Menschen sorgt. Wenn wir jedoch auf die Straßen und in die Läden schauen, ist alles, was wir manchmal erkennen können, Hektik, Stress und Unzufriedenheit. Wir vergessen in solchen Momenten, was in der Weihnachtszeit wirklich zählt und was uns der Glaube lehrt.

Auch wenn unsere Gesellschaft mit den Jahren immer schnelllebiger geworden ist, hilft oft ein einfaches Lächeln, um auch andere wieder an die Bedeutung von Weihnachten zu erinnern und daran, dass Nächstenliebe im Zentrum von Weihnachten steht. Denn sie ist und bleibt das schönste Geschenk, das wir uns gegenseitig machen können.

WiederWort von Romina (27)

Wege bereiten

Kirche bleibt lebendig , weil zahlreiche Menschen ein stabiles Fundament bilden. Sie ermöglichen es anderen, den Weg mit Gott zu gehen und ihn kennen zu lernen. Auch Junia war so eine, die sich engagiert hat. Das Ende des Römerbriefes erzählt uns, dass sie so viele Menschen begeistert hat. Nur wenige Jahre nach der Auferstehung Jesu Christi leitete sie als Frau bereits eine der ersten Gemeinden.

Ich frage mich: Wo kann ich heute Menschen begeistern? Womit kann ich ermöglichen, dass Menschen in der Kirche Gott begegnen können?

WiederWort von Sebastian (33)

Klarheit gewinnen

Es ist ganz einfach: Im Herbst trägt man besser Gummistiefel. Geschützt vor Laub und Nässe kommt man so gut durch den Tag.

So einfach kann es sein und doch zerbrechen ich mir den Kopf. Nicht über Schuhe, aber wach liege ich abends trotzdem. Ich bin verstrickt in die Wirren meines Lebens.

Der Buß- und Bettag heute ist meine Gelegenheit, aus der Verwirrung heraus zu kommen. Nur einen Satz braucht der Prophet Micha, um mir vor Augen zu führen, wie ich Klarheit gewinne:

Du weißt, was gut für dich ist, was Gott dir gesagt hat: Orientiere dich an seinem Wort, lebe, indem du liebst, und sei dir bewusst, wer du bist und wer du nicht bist. Micha 6,8

Heute steige ich in die Gummistiefel Gottes.

WiederWort von Sebastian (33)

Vergib deinen Feinden…

„Vergib deinen Feinden, aber vergiss nie ihre Namen.“ Das hat John F. Kennedy gesagt. Wie er das wohl gemeint hat? Soll man bei guter Gelegenheit dem Feind eine auswischen? Oder meinte er damit das bekannte Zitat: Verzeihen ja, vergessen nie? Man kann von seinen Feinden vieles lernen, vielleicht steht der Name für die Erinnerung und für das Wissen um einen Typ-Feind. Meiner Meinung nach bedeutet es, dass Vergeben nicht Vergessen heißt. Der Feind bekommt hier eine neue Chance, sich als Freund zu beweisen. Ich sehe in dieser Aussage die Implikation, dass es sich hierbei um eine einmalige Chance handelt. Nicht rachsüchtig oder nachtragend sein, den Leuten gegenüber, die dir Unrecht angetan haben aber im Gegenzug das Geschehene im Hinterkopf behalten, damit einem das gleiche nicht zwei Mal passiert und man sich davon ein Bild machen kann.

Und Jesus? Der geht sogar noch einen Schritt weiter. Er sagt:

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« (3.Mose 19,18) und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. (Matthäus 5,43ff – Lutherbibel 2017)

WiederWort von Stella (14)

Wie die Zeit vergeht…

In knapp 7 Wochen ist Heiligabend. Kaum zu glauben, oder? Vor 7 Wochen war es doch noch fast Sommer… Schon jetzt gibt es überall Weihnachtsdeko, Weihnachtssüßigkeiten und in einigen großen Städten eröffnen schon bald die ersten Weihnachtsmärkte. Wie die Zeit vergeht…

Es dauert nicht mehr lange, dann beginnt die eigentlich besinnlichste Zeit des Jahres. Eigentlich. Denn für viele Menschen ist die Zeit mit viel Hektik verbunden, viele Termine stehen an: Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmarktbesuche, Jahresabschlüsse, Familientreffen etc. So geht es mir auch häufig. Vielleicht können wir, trotz aller Termine und Feierlichkeiten, die in den nächsten Wochen anstehen, uns ab und an etwas Ruhe gönnen, um die besinnliche Zeit zu genießen.

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Matthäus 11,28 – Lutherbibel 2017)

WiederWort von Sophia (25)

Zuerst Liebe

„Glaube ist eine lebendige, verwegene Zuversicht auf Gottes Gnade. Und solche Zuversicht macht fröhlich, mutig und voll Lust zu Gott und allen Geschöpfen.“

Das hat Martin Luther gesagt. Morgen erinnern wir uns an ihn, wenn wir Reformationstag feiern. Ich mag den Reformationstag. Er macht mir deutlich: Gottes Liebe muss ich mir nicht verdienen. Sie geht allem voran. Denn Gott wendet sich mir zuerst zu. Meine Liebe zu ihm und zu anderen Menschen ist meine Antwort darauf.

Vielleicht habt ihr Lust, morgen den Reformationstag im Gottesdienst mitzufeiern: Um 18:30 Uhr in der Christuskirche.

WiederWort von Stefanie (34)

beziehungsweise

Beziehung bedeutet aufeinander bezogen zu sein,
sich gegenseitig an zu ziehen,
sich zu dem anderen hingezogen zu fühlen,
und manchmal auch den anderen ziehen zu lassen.

In was für einer Beziehung steht ihr zu Gott?
Ist Gott euer Vater? Ist Gott eure Mutter?
Ist das wichtig?

Wie lebt ihr eure Beziehung zu Gott?

WiederWort von Yann (24)

Schätze die Hindernisse

Da gibt es die eindrucksvolle Geschichte über einen arabischen König, der aus Boshaftigkeit in einer Oase einer kleinen und jungen Palme einen Stein in die Krone legt, in der Hoffnung, dass der Baum daran zugrunde geht. Nach vielen Jahren kommt er wieder und muss entdecken, dass der Stein die Palme nicht zerstörte, sondern alle Widerstandskräfte mobilisierte. Aus dem gehandicapten Pflänzchen wurde eine stattliche Palme.

Der Stein symbolisiert ein Hindernis, welches dir in den Weg gelegt wird. Du beschäftigst dich mit dem Hindernis, machst das Schönste daraus und folgst deinem Weg. Es gibt Hindernisse im Leben die du überwinden musst. Ein Problem geschafft, Häkchen dran, nächstes Problem usw. Das Leben verläuft nicht in einer geraden Linie und oftmals sind Hindernisse auf den zweiten Blick Chancen. Alles Negative hat auch sein Positives, auch wenn man es nicht gleich sieht!
Vielleicht reicht es ja einfach aus, die Dinge mal auf den Kopf zu stellen und kräftig durch zu schütteln, so daß die Federn fliegen. Das hat zu Frau Holles Zeiten auch schon geholfen. „Wachsen trotz Widerstände“. Man kennt auch den Spruch: „Und wenn das Leben dir Saures gibt, mach Zitronenlimonade draus.“ Mir war neu, dass diese Erkenntnis nicht modern ist, sondern schon dem Dichter Goethe bekannt war. „Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ Sagte dieser. Er geht sogar noch einen Schritt weiter als in der Geschichte. Das, was ich als negativ betrachte, verwandle ich in etwas Nützliches. Ein Geiziger ist nicht geizig, sondern fähig, lange mit dem Geld auszukommen. Ein Fauler ist nicht faul, sondern besitzt die Fähigkeit, Mußestunden als ein Geschenk des Lebens für sich zu nutzen und ein Schreihals trainiert erfolgreich seine Stimmbänder. Wenn du deinen Weg gehst, gehört alles zu dem Weg, was dir begegnet. Es gibt keinen steinlosen Weg im Leben. Alles hilft deiner Weiterentwicklung und erzählt dir eine Geschichte. Streichle mal die Steine auf deinem Weg und wende dich ihnen liebevoll zu. Wenn mir mal ein Stein in den Weg gelegt wird, dann frage ich bei Gott um Rat. Vielleicht solltet ihr das auch mal versuchen!

 

WiederWort von Stella (14)

Der Herbst

Es regnet, stürmt und die bunten Blätter fliegen im Wirbel. Es wird schneller dunkel und später hell. Überall ist es nass und grau. Trotzdem finde ich den Herbst schön. Ich mag dieses Chaos der Farben, wenn alles so bunt ist. Solche Blätterwirbel gibt es nicht nur draußen, sondern auch in unserem Leben. Wenn besondere Menschen in unser Leben wirbeln und manche gehen und manche bleiben. Und auch, wenn man sich erst sogar ärgert über das Chaos, erfreut man sich später über die bunte Vielfalt, die geblieben ist.

Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. (Kolosser 3,14 © Lutherbibel 2017)

Wo merkt ihr das Herbstchaos in eurem Leben?

WiederWort von Lisa (18)

Personen im Neuen Testament: Jesus

Kein Christentum, kein Neues Testament ohne Jesus. Unzähliges würde sich über ihn schreiben lassen – ihn, den Messias, der mit 12 Jüngern umherzog und den Menschen von Gott erzählte. Ihn, der unter ärmlichsten Umständen geboren wurde, später als junger Mann am Kreuz starb und wieder auferstand. Ihn, der heute noch inspieriert und berührt, so dass sich zahlreiche Menschen nach ihm nennen: Christen.
In den vergangenen Tagen ist mir etwas anderes aber noch einmal neu wichtig geworden: Jesus war Jude. Ich bin dankbar dafür, dass er auch uns immer wieder an diesen Ursprung erinnert hat. Ich bin froh, dass wir mit unseren jüdischen Schwestern und Brüdern im Glauben verbunden sind, das Alte Testament mit ihnen teilen. Was für ein großer Reichtum! Nach dem Anschlag in Halle halte ich es für noch wichtiger, sich daran zu erinnern und jede Form von Antisemitismus und Rechtsextremismus aufs Schäfste abzulehnen.

Als Jesus einmal gefragt wird, welches das wichtigste Gebotr sei, antwortet er u.a. mit dem Glaubensbekenntnis der Juden. Er sagt:

Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« (5.Mose 6,4-5).

Und weiter fügt er hinzu:

Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese. (Markus 12,29-31 – © Lutherbibel 2017)

WiederWort von Stefanie (34)

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