Ziele

Ziele sind wichtig für uns. Sie motivieren uns, etwas zu erreichen. Schritt für Schritt kommen wir ihnen näher. Doch gerade diese Schritte sind es, die auch zur Last werden können. Die Stufen werden dann höher und länger, unser Ziel rückt in weite Ferne. Wir werden kraftlos und haben das Gefühl, unsere Beine schaffen keinen Schritt mehr. Wir schauen nur nach vorn und der Weg scheint einfach endlos. Das Ziel ist unmöglich weit entfernt.

Doch blicken wir auf unserem Weg mal nach rechts oder links, so sehen wir, dass es nicht nur unsere Beine sind, die uns tragen. Wenn wir aufhören, nur in eine Richtung zu starren, sehen wir auch wie wunderbar der Weg sein kann. Treue Freunde, schöne Momente, die eigene Familie und die Liebe Gottes sind es, die uns so stark machen, dass auch die längste Treppe zum Spaziergang wird.

Manchmal laufen wir dann sogar ein paar Stufen extra. Einfach so…

Jesus sagt zu den Menschen: Für euch ist es unmöglich, aber bei Gott ist alles möglich. (Matthäus 19,26)

WiederWort von Anna (26)

Personen im Alten Testament

Noah

Im Buch Genesis wurde der Patriarch Noah von Gott ausgewählt. Er war Gott treu, glaubte an Gott und deshalb sollte er für seine Familie eine Arche bauen, um die bevorstehende Sintflut zu überleben. So geschah es, dass er auch viele Tiere vor der Vernichtung durch die Wellen bewahrte und auf diese Weise den Fortbestand von Mensch und Tier sichern konnte.

Wir alle kennen die Erzählung von Gottes Güte und der ehrenvollen Rolle, die er Noah übertrug. Wer die Kraft des Glaubens nutzt, kann schier Unmögliches möglich machen. Das zeigt uns die Geschichte. Wer Vertrauen schenkt, dem wird Vertrauen entgegengebracht. Noah konnte so sogar Leben retten.

WiederWort von Romina (26)

Herzensort

„In Gladbeck, da habe ich den schönsten Ort auf Erden gefunden.“ So hat es eine 91-jährige Frau vor einigen Tagen zu mir gesagt. Zusammen mit vielen anderen älteren Frauen haben wir darüber gesprochen, an wie sehr unsere Welt mittlerweile vernetzt ist. Einmal in die Bahn oder ins Flugzeug gestiegen, und ruck zuck ist man an einem neuen Ort. Von „Herzensorten“ haben wir erzählt. Von Orten, mit denen wir ganz besondere Erinnerungen verbinden, an die wir besonders gern gereist sind. Die Frauen haben ihre Erlebnisse miteinander geteilt. Sie haben von Südtirol, von Bayern, von China und Amerika mit leuchtenden Augen erzählt. Und dann diese eine Frau: „Gladbeck ist mein Herzensort!“ Flucht und Vertreibung während des Zweiten Weltkrieges hat sie mitgemacht, hat sich mit ihren Kindern von weit her durchgeshlagen ins Ruhrgebiet. Schließlich ist sie auf abenteuerliche Weise in Gladbeck gelandet. „Gott hat mich geführt“, sagt sie. „Er wusste, dass hier mein Platz ist. Dass hier viele liebe Leute sind und dass ich hier gebraucht werde. Hier bin ich angenommen. Angekommen.“
Ihre Worte gehen mir nach. Sie haben mich berührt.

Was ist euer Herzensort?
Zieht es euch in die Ferne? Oder geht es euch wie der Frau die sagt: „Genau hier bin ich richtig.“?

WiederWort von Stefanie (34)

Personen im Alten Testament

Amos

Ein einfacher Mann, ein Ziegenhirte aus Tekoa. Ein Prophet, der nie einer sein wollte und nur schwer damit zurecht kommt, einer zu sein.

Vielleicht wäre er zufriedener gewesen, nur Ziegen zu hüten. Aber Gott hat ihn zum Propheten berufen. In Israel lebten die Reichen auf Kosten der Armen und immer weniger Menschen glaubten an Gott. Deswegen hat Gott eine Botschaft für die Menschen, die Amos ihnen sagen muss. Amos fällt es schwer, aber er muss es erzählen: Israel wird untergehen.

Amos trägt damit eine schwere Last und trifft mit seiner Botschaft auf Widerstand. Er muss sogar das Land verlassen. Aber trotzdem folgt er Gottes Weg. Was für ein Glaube, was für ein Vertrauen.

WiederWort von Yann (24)

Du bist gut, so wie du bist!

Jeder und jede von uns kann etwas besonders gut. Der Eine kann gut Mathe. Die Nächste kann gut singen. Wieder ein Anderer kocht gerne und eine Andere hat immer einen guten Ratschlag parat.
Egal, wie unterschiedlich wir noch sein mögen: Vor Gott sind wir alle gleich! Er nimmt uns an mit all unseren Gaben, Talenten und Fähigkeiten. So bilden wir als Christinnen und Christen mit unseren unterschiedlichen Fähigkeiten eine Einheit. Eine lebendige Gemeinschaft, die unser Leben bunter macht und in der wir uns gegenseitig mit all unseren Stärken und Schwächen ergänzen. Stärken und Schwächen, die Gott uns gibt und wir deshalb gut sind, so wie wir sind!

Im Römerbrief steht:

Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied. (Röm 12, 4f. © Lutherbibel 2017)

WiederWort von Sophia (24)

Gott hat dich lieb Bibel

„Was steht denn da drin?“ fragt Nele und ich antworte im Vorbeigehen: „Schöpfung und Weihnachten, Abraham und Jesus, kennst du bestimmt.“ „Aber warum heißt die dann so?“ lässt Nele nicht locker. Ok, also mit etwas mehr Aufmerksamkeit: „In jeder Geschichte geht es darum, dass Gott mich lieb hat. Das ist das Grundgefühl in meiner Beziehung zu Gott. Wenn ich mir sicher bin, dass Gott mich lieb hat, kann ich viel freier leben und dabei eben auch Fehler machen.“ Nele ist nicht total überzeugt, war ja klar: „Ist das nicht trotzdem etwas einseitig?“ Ich zeige aufs Regal: „Deshalb haben wir ja noch ein paar andere Bibeln.“

WiederWort von Sebastian (32)

WiederWort-Bibel

Vor einiger Zeit haben wir euch nach euren Lieblingsworten aus der Bibel gefragt.
Manche von euch haben uns Worte geschickt, die euch schon lange begleiten und euch wichtig geworden sind:

  • Mein Liebling ist Prediger 3,1 Passt in allen Lebenslagen und hält mich fest am Glauben: Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.
  • Du sollst den Herrn Lieben, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt und deinen Nächsten wie dich selbst. (Markus 12,29) Das ist unser Trauspruch.
  • Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen, und Freude den frommen Herzen. (Psalm 97,11)
  • Ich habe zwei Lieblingsworte die mir ganz wichtig sind. Zum einen Psalm 32,8: Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten. Und zum anderen Joh 6, 68-69: Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.
  • Dieser Vers ist vielen von euch wichtig: Du stellst meine Füße auf weiten Raum. (Psalm 31,9)
  • Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. (Psalm 23,1)
  • Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben. (Römer 1,16)
  • Seit meiner Konfirmation begleitet mich der Psalm 23. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
  • Der HERR, dein starker Gott, der Retter ist bei dir. Begeistert freut er sich an dir. Vor Liebe ist er sprachlos ergriffen und jauchzt doch mit lauten Jubelrufen über dich! (Zefanja 3,17) Das macht mir sehr gut deutlich, wie sehr ich geliebt werde.
  • Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. (Psalm 119,105)

(Die Bibelzitate stammen aus der Lutherbibel 2017)

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass gute Worte uns so viel Halt geben können. Und dass Gott auch für uns heute durch diese Worte erfahrbar ist und bleibt.

WiederWort von Stefanie (34)

Träume

Jeder und jede von uns hat Träume. Die einen sind größer, die anderen kann man sich leicht erfüllen. Manchmal sind es schöne Träume, aus denen man gar nicht mehr aufwachen möchte, manchmal sind es Alpträume. Träume können unsere tiefsten Wünsche, aber auch unsere Ängste sein. Träume stellen eine Verbindung zu unserem Leben her.

Walt Disney sagte vor langer Zeit:

Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen.

 

 

In der Bibel gibt es jemanden, der seinen Traum gelebt hat. Jakob. Er träumt von der Himmelsleiter. Engel steigen auf und ab. Aber, er sieht nicht nur die Leiter, sondern auch Gott, der zu ihm spricht und ihm verspricht, dass er ihn begleiten und an seiner Seite sein wird. Das gibt Jakob Mut, diesen Traum zu leben.

Vielleicht können Träume so eine Art Sprache Gottes sein. Wenn man von schönen Dingen träumt, wie der bevorstehende Urlaub, eine Freundin nach einer langen Zeit wiederzusehen, das nächste Konzert und wenn es einem in dieser Vorfreude richtig gut geht und man total aufblüht, kann das ein cooler Kommentar von Gott sein, der sagt: Freu dich drauf und genieße es, wenn der Zeitpunkt da ist!

WiederWort von Sophia (24)

 

Gott ist Liebe

Mark Forster – 194 Länder

Mark Forster singt darüber, dass es so viele Länder gibt und man in ihnen so viel sehen kann. Mit dem Kopf bleibt er jedoch immer „bei dir“. Denn er singt über seine Liebe zu jemandem.

Gott hat unendlich Vieles geschaffen und alles aus, durch und mit Liebe. Nur weil wir lieben, kennen wir Gott, denn Gott ist die Liebe. Egal wie viel er um die Ohren hat, er bleibt in Gedanken immer bei jedem Einzelnen von uns. Und wer kennt schließlich nicht das Gefühl von Liebe?

Wer nicht liebt, kennt Gott nicht, denn Gott ist die Liebe. (1. Brief des Johannes 8)

WiederWort von Lisa (18)

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

Der lateinische Ausspruch Sapere aude! erlangte vornehmlich durch den Philosophen Immanuel Kant Bekanntheit, der die Wortfolge in seinem Aufsatz „Was ist Aufklärung?“ zum Leitspruch der Aufklärung erklärte. Kant übersetzte die Wörter „Sapere aude!“ mit Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!, wenngleich eine wortwörtliche Übersetzung im Deutschen eher „Wage es, weise zu sein!“ lauten würde. Doch auch, wenn diese Wortfolge vornehmlich mit Kant in Verbindung gebracht wird, geht sie tatsächlich auf den antiken Dichter Horaz zurück.

Vor 500 Jahren hat Martin Luther eine Lawine losgetreten, indem er die Kirche seiner Zeit hinterfragt hat. Das hat zu dramatischen gesellschaftlichen Umbrüchen geführt. So riesengroße Sprünge sind heute (vielleicht) nicht mehr nötig. Aber es bleibt wichtig, dass wir die Welt hinterfragen! Wie oft wird uns erklärt: „So war das schon immer, so müssen wir das lassen, daran darf sich nichts ändern!“ Das ist nicht gut. Wenn man im Kleinen nicht anfängt mit dem Hinterfragen, dann werden die Probleme regelmäßig wesentlich größer. Wenn ich Nachrichten sehe, denke ich oft: An dieser Stelle würde Reformation gut tun. Dann würde ich den Menschen am liebsten das Brett vorm Kopf wegnehmen, ihnen sagen: Lasst euch doch nicht immer das vorsetzen, was euch die da oben, rechts oder links einflüstern, sondern traut euch, selbst zu denken. So wie Luther das getan hat. Oft ist Religion eine Sache der Interpretation. Wenn der Osterglaube wirklich in unserem Alltag und vor allem in unseren Herzen ankommen soll, dann geht das nur in Freiheit. Es ist notwendig, „in Freiheit auch Fragen an den Glauben“ zu stellen, so wie es in der Bibel bereits der „ungläubige Thomas“ getan hat. Zugleich durchbricht Ostern die Spirale der Gewalt und steht für den gewaltfreien Kampf für Frieden und Gerechtigkeit, wie ihn auch die Ostermärsche praktizierten.

WiederWort von Stella (14)

 

« Ältere Beiträge

© 2019 WiederWort

Theme von Anders NorénHoch ↑