Wo ist Gott?

Ich habe nachgeschaut, im Himmel kann man Gott auch nicht treffen. Keine Tür, an der ich klingeln kann. Kein Ort, an dem ich ihn kurz sehen kann.

Ein Stück bleibt Gott für mich so weiterhin unbekannt. Und manchmal denke ich, gerade weil Gott geheimnisvoll bleibt, bleibt er auch absolut unabhängig, unverfügbar. Er macht eben sein Ding.

König Salomo sagte: Der Himmel und aller Himmel Himmel können Gott nicht fassen – wie sollte es dann der Tempel tun, den ich erbaut habe? (1. Könige 8,27)

WiederWort von Sebastian (32)

Personen im Neuen Testament: Paulus

Ach, ich wollt, ich wäre wie Paulus… So stark in Glauben und Vertrauen. So mutig im Verkündigen, so genial in seinen Einfällen. So unnachgiebig trotz schwerer Rückschläge.

Und schreibt er es nicht auch selbst? Werdet wie ich. (Galater 4,12)

Aber will man jemanden zum Vorbild, der selbst dazu aufruft? Ist so einer nicht arrogant?

In der Tat scheint Paulus ein bisschen arrogant gewesen zu sein, da er seinen Lebensweg den Besten (1. Korinther 7,7) und seine Schwachheit die Größte nennt (1. Korinther 4,6-16). Außerdem beschimpft er seine Gegner immer wieder aufs Schlimmste (Galater 1,6-9).

Kann so einer ein Vorbild sein?

Er ist aber eben auch der, der sein Leben für Gott auf den Kopf gestellt hat und vom Christenverfolger zum Verkündiger wurde (Apostelgeschichte 9,1-19). Der die Freiheit für alle Menschen, egal wer sie sind, in Jesus Christus aufgezeigt hat (Galater 3,28). Der das Evangelium über die Grenzen Israels hinaus in die Welt getragen und sich bei all dem immer ganz auf Gott verlassen hat.

Damit ist Paulus also wirklich einer der ganz Großen unseres Glaubens.

WiederWort von Yann (24)

September 11

Ich weiß noch sehr genau, was ich damals gemacht habe, als mich die Nachricht vom 11. September erreichte: Warten auf den Nachmittagssportunterricht in der Oberstufe. Ein Mitschüler kam von zu Hause und erzählte von den Bildern, die er gerade im Fernsehen gesehen hatte: Zwei Flugzeuge, die in das World Trade Center geflogen waren. Ich konnte es nicht glauben. Ich dachte zuallerst an die Freunde, die in dieser Zeit ihren Schüleraustausch in Amerika verbrachten, und hoffte, dass bei ihnen alles in Ordnung sei. Abends saß ich dann selbst lange mit meiner Familie vor dem Fernseher und schaute die Nachrichten an. Der 11. September 2001 hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt.

Der 11. September – für mich ein Tag, der Menschen zu gedenken, die damals ums Leben gekommen sind. Aber auch ein Tag, im Bemühen um Frieden nicht nachzulassen. Rechte Strömungen nicht die Oberhand gewinnen zu lassen, die solche Tage, die solche Anschläge nutzen, um unsere Gesellschaft zu spalten und Hass gegenüber Ausländern, insbesondere gegenüber Muslimen, zu schüren.

Suche Frieden und jage ihm nach. (Psalm 34,15 © Lutherbibel 2017; Jahreslosung 2019)

In einem Gedicht beschreibt Tina Willms, wie das aussehen kann:

Zwischen
den Fronten stehen
und sich doch nicht
zermahlen lassen.

Worte leihen dem Schmerz,
Räume öffnen dem Zorn.
Argumente sortieren.
Einfühlsam sein.

Dem zur Rechten
die linke Hand leihen
und dem zur Linken
die rechte Hand.

Bis auch sie
den einen Schritt wagen:
und einander
die Hände reichen.
(aus: Tina Willms, Dem Frieden hinterher. Inspirationen zur Jahreslosung und den Monatssprüchen 2019, Neukirchen-Vluyn 2018)

WiederWort von Stefanie (34)

Verlust

Gott

Bei all dem Leid sagen viele, Wo ist Gott? Warum tut er denn nichts?

Verlust

Manchmal werden wir mit Dingen konfrontiert, die wir glauben, nicht bewältigen zu können. Z.B. der Tod eines geliebten Menschen. Wir bemühen uns den tieferen Sinn darin zu erkennen. Und wenn da kein Sinn zu finden ist, stellen wir Gott in Frage. Wir sehen auf und sagen: Gott, wie kannst du uns solch eine Last aufbürden. Aber wir wissen gar nicht was Gott vorhat, nicht wahr? Wir verstehen Gottes Plan nicht, wie könnten wir?

Doch ich sage euch: An dieser stelle kommt der Glaube ins Spiel. Der Glaube kann uns helfen, seine Botschaft in unserem eigenen Leben zu erkennen. Vielleicht soll uns dieser Verlust lehren, die, die wir lieben, nicht für Selbstverständlich zu halten, auch die einfachen und alltäglichen Momente zu schätzen, unsere Mitmenschen so bedingungslos und so mutig und so leidenschaftlich zu lieben, wie wir können, und in dieser Liebe, menschlicher Liebe, nachsichtiger, bedingungsloser, andauernder Liebe werdet ihr Frieden finden.

Amen.

WiederWort von Stella (14)

Geduld

Have a little patience!

Minutenlang an der Kassenschlange anstehen, im Stau darauf warten, dass es weiter vorwärts geht, auf den Besuch warten, der einfach nicht auftaucht, auf die Rückmeldung von lieben Menschen warten, über eine verlorene Liebe oder Freundschaft trauern – all dies sind Dinge, bei denen man oft die Geduld verliert.

Man verzweifelt an der Machtlosigkeit, in der man sich befindet. Wieso geht das nicht schneller? Geduld aufbringen treibt einen manchmal zur Weißglut. Geduld ist eine Tugend – mit ihr lernen wir, ein Stück weit befreiter zu werden. Denn wer sich in Geduld übt, der ist freier. Oft leichter gesagt als getan, aber es ist möglich. Dabei fällt mir ein bekannter Spruch von Reinhold Niebuhr ein:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Wobei fehlt dir oft die Geduld?

WiederWort von Romina (26)

Freundschafts-ABC

F – Fröhlichkeit
R – Reden
E – Ehrlichkeit
U – auch mal „Unbequemes“ sagen können
N – auch mal mitten in der „Nacht“ anrufen dürfen und ein offenes Ohr finden
D – die verrücktesten „Dinge“ zusammen unternehmen
S – Spaß haben
C – nicht immer „cool“ sein müssen
H – auch wenn ich „heute“ mal nicht gut drauf bin, immer noch gemocht werden
A – angenommen sein
F – manchmal sind Freunde wie „Familie“
T – VerTrauen 😉

 

Danke, Gott, für meine Freundinnen und Freunde.
Für alles, was sie mit mir tragen und an mir ertragen.
Für allen Spaß, den wir miteinander haben.
Für jede Träne, die gemeinsam geweint wird.
Für alle kostbaren Erinnerungen, die wir miteinander teilen.
Für alles, was wir noch gemeinsam erleben werden.
Gib du Acht auf sie.
Dafür danke ich dir. Amen.

Wie sieht euer Freundschafts-ABC aus?

WiederWort von Stefanie (34)

 

Back to school

Rabbuni, so wird Jesus immer wieder von seinen Jüngern genannt (z. B. Mt 23,8). Er ist ihr Lehrer oder „Meister“, wie Martin Luther übersetzt.

Mit dem Ende der Sommerferien beginnt heute wieder der (Schul-)Alltag.

Worauf freut ihr euch in diesem neuen Schuljahr bzw. zurück im Alltag?

Jesus als Lehrer? – Für mich heißt das, dass Jesus seine Jünger durchs Leben begleitet. Dass er sein Leben mit ihnen teilt – auch mit mir. Er lehrt mich, dass ich mir Gottes Liebe nicht verdienen muss. Sie ist sein Geschenk an mich.

Was lernt ihr von Jesus – vielleicht sogar ganz neu?

Wir wünschen euch einen gesegneten Start in das neue Schuljahr und zurück in euren Alltag.

WiederWort von Stefanie (34)

Beten

Summerchallange

Heute heißt es: Beten

Und vielleicht nimmst du dir sogar 15 Minuten, suchst dir einen ruhigen Ort und bist einfach vor Gott. Denk an nichts Bestimmtes und gib Gott ein wenig Raum in deinem Leben. Beten, ohne eigene Worte zu sagen oder zu denken, offen für Gottes Wort.

Du dachtest, das wäre die Challange? Wie wäre es, wenn du dir morgen erneut 15 Minuten Zeit nimmst?

WiederWort von Sebastian (32)

Schweden

Ein Reisebericht:

Wir senden viele Grüße aus Schweden. Mitten in der Natur, im Wald und am See, verbringen wir viele schöne Momente und erleben eine tolle Gemeinschaft. An jedem Abend kommen wir zusammen und feiern unseren Abendabschluss, um den Tag und das Erlebte ausklingen zu lassen. Die Jugendlichen haben dort die Möglichkeit, ihr Erlebtes in einem Logbuch festzuhalten, um sich später an die schöne Zeit zu erinnern.

Jesus sagt: Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter euch. (Matthäus 18,20)

WiederWort von Sophia (25)

Lieblingsort

Summerchallange

Heute heißt es:  Sei dort, wo du dich wohl fühlst!

Der Sommer bringt nicht nur die Sonne und warme Temperaturen mit sich, sondern auch die Gelegenheit, diese für sich zu nutzen und öfter die eigenen vier Wände zu verlassen. Mit dem Rad durch die Natur fahren, lange Spaziergänge machen, Freunde besuchen oder mit der Familie einen Ausflug machen. All diese Dinge sind mit verschiedenen Orten verbunden. Man bricht aus dem Alltag aus und begibt sich an Plätze, an denen man sich wohlfühlt. Dabei hat jeder seinen persönlichen Lieblingsplatz, an dem er am liebsten ist und zur inneren Zufriedenheit findet. Und egal, wo wir sind, dort ist auch Gott.

Wo bist du am liebsten? Erzähl uns von deinem Lieblingsort oder schicke uns ein Foto davon.

Unser Gott ist über uns: Der Herr ist Gott im Himmel oben und unten auf der Erde. (5. Mose 4,39)

WiederWort von Romina (26)

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