Hunger nach…

Hunger nach Gerechtigkeit – unter diesem Motto steht die diesjährige Spendenaktion von Brot für die Welt, dem Hilfswerk der evangelischen Kirche. Hunger, Armut und Unterdrückung sollen bekämpft und alle Menschen in gerechten Verhältnissen Leben können.  Am Heiligabend wird in unseren Kirchen für diese Aktion gesammelt.

Welchen „Hunger“ möchtet ihr stillen?

Glücklich sind, die Hunger und Durst auf Gerechtigkeit haben. Denn sie sollen satt werden. (Matthäus 5,6)

Falls ihr mehr über die Aktion erfahren wollt, könnt ihr hier nachschauen: https://www.brot-fuer-die-welt.de/

WiederWort von Stefanie (33)

Weihnachtswerbung

Weihnachtswerbung von REWE. Dort soll ich für mein Festessen einkaufen. Ich bleibe woanders hängen.

Wenn ich die Gebärdensprache lernen würde, wäre das ein riesiger Aufwand. Und doch machen das immer wieder Menschen, obwohl sie selbst sprechen und hören können. Sie machen sich auf den Weg zu einem geliebten Menschen in seine Welt. Sie machen es wie Gott.

Jesus, das ewige Wort, Gott selbst wurde Mensch. (Johannes1,14)

WiederWort von Sebastian (32)

In der Weihnachtsbäckerei

Ich stehe in der Bäckerei bei mir nebenan, um noch schnell ein paar Brötchen zu kaufen. „Sie haben aber einen schönen Adventskalender bekommen.“sage ich zu der Verkäuferin, als mein Blick auf die mit Süßigkeiten gefüllten Säckchen über dem Tresen fällt. „Ich? Ach, was!“ sagt sie und lacht. „Den habe ich doch für die Kinder, die in den Laden kommen. Die freuen sich doch immer so, wenn sie ein Türchen aufmachen dürfen. Und wenn ein Kind hier war, dann fülle ich das Säckchen schnell nach, damit das Nächste das kommt, sich auch noch freut.“
„Was für eine liebe Geste. Das finde ich toll, dass Sie das machen.“, sage ich. Die Verkäüferin schmunzelt kurz. Dann winkt sie rasch ab. „Was hätten Sie denn heute gern?“ fragt sie.
Die Brötchen, die haben mir an diesem Abend irgendwie besonders gut geschmeckt. 🙂
Alles, was ihr tut, soll in Liebe geschehen. (1. Korinther 16,14)
WiederWort von Stefanie (33)

Es begab sich aber zu der Zeit

Mit der Konfigruppe haben wir einen modernen Spielfilm über die Weihnachtsgeschichte gesehen. Wir fanden den Film richtig gut, denn:
– „Man lernt richtig viel bei dem Film, wie das damals alles ausgesehen hat.“ (Sven, 12)
– „Ich wusste gar nicht, dass Maria in Lebensgefahr kam, weil sie schwanger wurde.“ (Milena, 13)
– „Die Szenen mit den drei Königen sind richtig witzig.“ (Luis, 12)
– „Am besten ist, dass in der Filmmusik ganz viele klassische Weihnachtslieder versteckt sind.“ (Steffen, 35, Pfarrer)
– „Ich habe den Film schon oft gesehen und ich sehe doch jedes Mal noch was Neues.“ (Marvin, 16, Teamer)
– „Die Darsteller sehen sehr realistisch aus und die Maria ist echt noch eine ganz junge Frau.“ (Diana, 12)

Der Film „Es begab sich aber zu der Zeit“ von Catherine Hardwicke ist für Kinder ab 6 Jahren gegeignet und 2006 bei New Line Cinema erschienen.

WiederWort von Konfirmand*innen aus Bottrop

Denk wi aneinanner

Es gibt ein plattdeutsches Weihnachtslied, in dem die letzten Verse lauten:

Doch denk wi aneinanner un nich blos an uns sülm,

denn hätt uns ole Wiehnacht sien schöne Zweck erfüllt.

Meistens denkt man an Weihnachten an die Familie oder Freunde. Es ist ja nicht wirklich schwer, an jemanden zu denken, den man eh das ganze Jahr über lieb hat. Ganz im Kleinen kann man aber auch ganz anderen Menschen zeigen, dass man an sie denkt. Dem Postboten, der mal wieder das zehnte Paket in den obersten Stock trägt, oder den Schülern, die noch so viele Arbeiten schreiben müssen. Jeder von ihnen freut sich über ein Lächeln oder ein liebes Wort. Denn auch wenn wir Menschen nicht so gut kennen, können wir ihnen so ein Gefühl der Nähe geben und sie können es weitertragen.

An wen könntest du heute denken? Wer bekommt heute ein Lächeln oder ein liebes Wort von dir?

WiederWort von Anne (31)

PS: Das Lied zum Nachhören:

Abgeben

Nikolaus – der Tag der Nächstenliebe

Am Abend vor dem Nikolaustag die Stiefel vor die Tür stellen. Für viele Kinder ein bekanntes Ritual. Sie hoffen, dass Sie am nächsten Morgen ein paar schöne Gaben darin finden. Manchmal geht in der heutigen Zeit das Maß für solche Dinge verloren und damit auch die wahre Bedeutung des Nikolaustages.

Deshalb ein Wort zur Geschichte vom großzügigen und barmherzigen Bischof Nikolaus. Er lebte, um den Menschen zu helfen. Er war bereit, seinen Reichtum einzusetzen, um damit Gutes zu bewirken und Armut zu bekämpfen. Nächstenliebe und Uneigennützigkeit waren sein Auftrag. Daran erinnern wir heute und feiern die Taten des heiligen Sankt Nikolaus. Ein Vorbild für jeden von uns in unserem Alltag.

Alles lasst in Liebe geschehen. (1. Kor 16,14)

WiederWort von Romina (26)

Rosarot

Liebe macht blöd.
Liebe macht blind.
Liebe und die rosarote Brille.

Das sind provokante Aussagen und sie stimmen ja auch: Wenn man verliebt ist, ist nur noch der/die Eine im Blick. Man kann an nichts anderes mehr denken und in der ersten Phase der Beziehung ist eben alles rosarot.

Ist das mit der Nächstenliebe vergleichbar? Man kann doch auch sagen:

Liebe übersteigt den Verstand.
Liebe öffnet die Augen.
Liebe ist eine tiefere Wahrheit.

Ja, was denn jetzt?! Ist es nicht gerade das Schöne an der Liebe, dass sie eben nicht festlegbar ist? Sie ist frei von Bestimmungen und kann selbst alles bestimmen.

Denn ohne die Liebe ist alles nichts. (1. Korinther 13)

WiederWort von Yann (23)

Weihnachtsmomente

Hattet ihr eigentlich schon so einen „Weihnachtsmoment“? Eine Situation, in der ihr so richtig gefühlt habt, dass Weihnachten vor der Tür steht? Bei mir ist das immer, wenn ich sehe, dass die Menschen netter zueinander werden, sich Zeit füreinander nehmen und sich gegenseitig Gutes tun. Das steckt mich direkt an und die Vorfreude steigt.

Was sind eure Weihnachtsmomente?

WiederWort von Laura (20)

Veränderung

„A Christmas Carol“ von Charles Dickens – die Hauptfigur ist ein Geizhals namens Scrooge, der Liebe und Freundschaft, Großzügigkeit und Lebenslust als unnütz und Verschwendung betrachtet. Der geizige, alte Geschäftsmann Ebenezer Scrooge wird eines Nachts von drei Geistern besucht, die sein Leben komplett verändern.
Scrooge will nicht an den Tod seiner Lieben denken und verbringt die Abende damit, allein zu essen und sich zu trösten. Wenn er seine Geschäftsbücher prüft, sagt er sich: „Siehst du? Keine Verluste, nur Gewinne.“
Letztlich ändert sich Scrooge, weil ihm die Geister die Wahnvorstellung nehmen, er könnte ohne Verluste leben. Sie konfrontieren ihn mit den Verlusten, die er bereits in der Vergangenheit erlitten hat und die gegenwärtig um ihn herum geschehen sowie mit dem künftigen Verlust des eigenen Lebens.
Dickens’ Geschichte lehrt uns noch etwas: Scrooge kann die Vergangenheit nicht ändern. Als er am Weihnachtsmorgen als ein anderer Mensch erwacht, kann er die Gegenwart beeinflussen, da *Veränderung* nur im Hier und Jetzt stattfindet.
Manchmal kommt es nicht zu Veränderungen, weil wir uns vorgenommen haben, uns oder unsere Beziehungen zu den Lebenden zu verbessern. Manchmal verändern wir uns am meisten, wenn wir uns mit den Beziehungen zu den Vergessenen, Verlorenen und Toten auseinandersetzen. Als Scrooge um diese trauert, beginnt er die Welt wieder wie früher zu sehen und Freundschaft, Großzügigkeit und Liebe zu leben.

WiederWort von Stella (13)

Vielleicht ein Liebesbrief

Für mich gehören Postkarten einfach zur Adventszeit dazu. Es macht mir Freude, Advents- und Weihnachtsgrüße an Menschen zu schicken, die mir am Herzen liegen. Ihnen ein paar nette Worte zu schreiben, um ihnen zu zeigen: Ihr seid mir wichtig!
Und auch ich freue mich jedes Mal unheimlich über Weihnachtspost.

In diesen Wochen werden viele solcher Karten an so vielen Orten verschickt – als Zeichen der Liebe und Freundschaft. Als Trotsbotschaft. Als Geste der Versöhnung. Ich finde es unheimlich schön, dass Menschen sich so zeigen, was ihnen aneinander liegt, manches Mal vielleicht sogar einen Neuanfang miteinander wagen.

Von einem ganz besonderen Wort, das Gott zu uns Menschen schickt, erzählt der Evangelist Johannes. Er formuliert Gottes Liebesbrief an uns so:

Von Beginn an gab es den, der das Wort ist. Er, das Wort, war ganz bei Gott, gehörte ganz zu ihm. Er wurde Mensch und lebte bei uns. Wir sahen wie herrlich er war und voller Gnade. All das hatte ihm sein Vater gegeben. (Johannes 1)

Schreibt ihr noch Weihnachtspost?
Von wem würdet ihr euch einen Wehnachtsgruß wünschen?

WiederWort von Stefanie (33)

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