Dieses Zitat von Charlie Chaplin hat mir schon immer gut gefallen. Man kann viel darüber nachdenken, was es für einen selber bedeutet und kommt je nachdem, in welcher Phase des Lebens man sich befindet, auf unterschiedliche Interpretationen. Mir ist unbekannt, was Chaplin selber genau damit meinte, daher habe ich mir persönlich darüber Gedanken gemacht.
Wegweiser sind etwas, das wir mit dem Verstand wahrnehmen. Wir können lesen, was geschrieben steht und den richtigen Weg wählen. Bei einer Reise mag das zutreffen, doch auf das Leben trifft es nicht zu. An den entscheidenden Punkten unseres Lebens finden wir keine rationalen Informationen, die uns den Weg zeigen. Wer glaubt, dies sei anderes, der ist bisher den falschen Wegweisern gefolgt. Unser logischer Verstand ist ein schlechter Ratgeber, wenn es um Lebensentscheidungen geht, weil er nur unser Wissen, unsere Wünsche und unsere Erfahrungen kennt, nicht aber unsere Träume. Unser Verstand kann nur Vergangenes analysieren und daraus seine Schlüsse ziehen, er kann aber nur analytisch denken und nicht emotional.
Wer einmal die wichtigen Entscheidungen in seinem Leben überprüft, der wird feststellen, dass die guten Entscheidungen nie aus rationalen Abwägungen zu Stande gekommen sind, sondern dass sie immer Folge einer emotionalen Abwägung von Gefühlen gewesen sind. Oder anders formuliert: Unser Verstand kann die Argumente für eine Entscheidung zusammentragen, doch nur unser Herz kann sie entsprechend ihrer Gewichtung sortieren.
Wer in Zukunft wichtige Entscheidungen zu treffen hat, der sollte sich merken, dass die Antwort immer in unserem Herzen zu finden ist. Sie steht nirgendwo geschrieben, sondern sie befindet sich bereits in uns und wartet, dort entdeckt zu werden. Wer in seinem Leben klug vorangehen will, der muss nur abrufen, was in ihm steckt.
Unser Leben ist kein Irrgarten, den wir ziellos durchwandern können. Die einzige Entscheidung die wir selber treffen können besteht darin, ob wir diese Wege beschreiten oder nicht.

WiederWort von Stella (14)