„Glück kann selbst in den dunkelsten Zeiten gefunden werden, wenn man sich nur daran erinnert, das Licht anzumachen.“

(Albus Dumbledore in „Harry Potter und der Gefangene von Azkaban)

So sagt es Albus Dumbledore, der Schulleiter von Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei seinen Zauberschülern. Diese, allen voran Harry Potter, Hermine Granger und Ron Weasley müssen sich in ihrem dritten Hogwartsjahr mit Dementoren herumschlagen. Das sind gruselige Wächtern des Zaubereigefängnisses Azkaban. Ihre schreckliche Fähigkeit darin besteht darin, Menschen an die schrecklichsten Ereignisse ihres Lebens zu erinnern und ihnen jegliches Glück aus der Seele zu rauben. Wen einmal dieser so genannte Kuss des Dementors getroffen hat, der bleibt nur noch eine leere Hülle, empfindet nur noch tiefste Traurigkeit und Verzweiflung.

In Hogwarts gelingt es, Harry, Ron und Hermine, sozusagen das Licht anzumachen. Ihre Freundschaft gibt ihnen Kraft für alle Herausforderungen. Ihr Einfallsreichtum und ihr Mut helfen ihnen, den Kampf mit den Mächten der Finsternis aufzunehmen, Und nicht zuletzt ist ihnen die Zauberei ein guter Begleiter. Denn natürlich gibt es gegen die Dementoren und die Angst und Verzweiflung, die sie in die Seelen der Menschen pflanzen, den passenden Zauberspruch: „Expecto Patronum“. Einen Patronus, eine Lichtgestalt, die bei jedem Zauberer eine andere Form hat. Sie entsteht dann, wenn man sich an das Glücklichste erinnert, das man in seinem Leben erlebt hat. Und wenn man von diesem puren, echten Glücksmoment sein Herz erfüllen lässt. Das Licht, das Glück, vertreibt die Finsternis und lässt den Dementoren keine Chance mehr.

Ich habe den Eindruck, dass die die Coronasituation ein bisschen so etwas ist wie Dementoren unserer Zeit. Das, was an Normalität mühsam zurückerobert war, ist jetzt wieder weg oder steht auf der Kippe. Mir fehlen ungezwungene Begegnungen udn Kontakte, auch wenn ich weiß, wie wichtig und richtig es ist,  weiter Abstand zu halten und so andere zu schützen. Und trotzdem fühlt sich das alles manchmal eher nach Dunkelheit als nach Licht an.

Umso mehr freue ich mich, neulich zufällig diesen Satz von Albus Dumbledore wiederentdeckt zu haben. „Glück kann selbst in den dunkelsten Zeiten gefunden werden, wenn man sich nur daran erinnert, das Licht anzumachen.“

Denn ja, es ist immer noch eine ganze Menge Tolles da und entsteht neu. Und das versuche ich, mit der richtigen Beleuchtung, wieder zu entdecken. Es ist möglich Kontakt zu halten – dann jetzt eben doch wieder vermehrt über WhatsApp, Briefe und Telefon oder ein Kaffeetrinken per Zoom mit Freunden. Das ist eine ganze Menge. Und ich glaube fest daran, dass Gott für die richtige Beleuchtung schon längst gesorgt hat. Sein Sohn Jesus Christus hat von sich selbst gesagt:

„Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht in der Finsternis umherirren, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8,12)

Unser Glaube an Gott gibt uns Orientierung. Er macht auch traurige Herzen hell. Er zeigt uns den Weg. Denn auf Gott können wir uns immer verlassen. Er verlässt uns nicht – auch nicht in den dunklen Zeiten unseres Lebens. Er geht mit uns in die Zukunft und verspricht uns, dass es einen Weg gibt und Hoffnung. Er hat den Lichtschalter für uns schon längst umgelegt und unser Leben durch seinen Sohn Jesus Christus und durch seine Begleitung hell gemacht.

WiederWort von Stefanie (35)