Autor: WiederWort (Seite 1 von 13)

Veränderungen

Manchmal gibt es viele Veränderungen im Leben. Erst letzte Woche fing mein neuer Studiengang an und heute habe ich meinen ersten Arbeitstag – alles neu, unbekannt und fremd.
Viele meiner Kommilitonen kommen aus anderen Städten, einige sogar aus anderen Ländern und sind nun nach Gladbeck oder Gelsenkirchen gezogen.
Bei Veränderungen gehört es auch dazu, vorher einen anderen Weg gegangen zu sein.
Vielleicht ist es ein anderer Wohnort, ein neuer Studiengang oder Job, neue Freundschaften, die geschlossen werden, neue Hobbys und Interessen, oder es gibt plötzlich ein ganz neues Gericht zum Mittagessen, obwohl es doch eigentlich etwas anderes war.

Veränderungen gibt es jeden Tag, vielleicht stehst du plötzlich ein paar Minuten eher auf, wählst beim Frühstück neue Marmelade, fährst mit dem Auto statt über die Autobahn durch die Stadt, später dann eine neue Frisur beim Frisör und veränderst andere gewohnte Routinen.

Auch in der Bibel heißt es bei 5 Mose 31:6:
Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht und lasst euch nicht vor ihnen grauen; denn der Herr, dein Gott, wird selber mit dir wandeln und wird die Hand nicht abtun noch dich verlassen.

Gott wandelt sich, er geht die Wege, die du gehst, mit dir. Du brauchst keine Angst zu haben, auch wenn vieles ungewohnt anders ist und der Anfang manchmal nicht einfach ist.
Gott unterstützt dich, egal ob du die erste Ausfahrt oder die dritte Ausfahrt nimmst, ob du neue Wege gehst.

Deswegen habe ich auch keine Angst vor der neuen Arbeit heute, sondern freue mich auf neue Herausforderungen.

WiederWort von Alexander (20)

Opfern

Für Menschen, die uns sehr wichtig sind, fällt es uns mega leicht was zu opfern. Lebensstil wechseln. Neustart. Hingabe, die uns sogar viel Geld investieren lässt. Alles kein Problem. Selbst, wenn wir sie nur für kurze Zeit kennen. Bei Gott geht es uns da nicht so. Warum aber?

Diese Frage stelle ich mir schon seit einem halben Jahr und hab irgendwie keine klare Antwort darauf.

Immer wieder habe ich es mitbekommen, dass Leute in eine neue Gruppe reingewachsen sind und sich da voll integriert haben. Sie haben sich verändert, angepasst und dafür teilweise auch richtig was aufgeopfert. Am krassesten ist das wahrscheinlich bei einer Partnerschaft, wofür man ab und zu sogar beste Freundschaften aufgibt. Plötzlich hat man einen neuen Style, neue Hobbys, einen neuen Tagesablauf oder hört andere Musik. Plötzlich opfern wir gerne. Wir opfern natürlich. Wir opfern mit Treueversprechen. Und was vorher unerreichbar und unmöglich schien, strengt uns jetzt nicht mal mehr an.

Uns für Gott so aufzuopfern ist aber anders. Es fühlt sich nicht so natürlich an. Es liegt uns irgendwie nicht. Es ist anstrengend. Paulus spricht aber im Römerbrief 12,1 davon, dass wir uns mit „Leib und Leben“ als lebendiges und heiliges Opfer Gott zur Verfügung stellen sollen. Also schon ein echtes Opfer bringen. Ich verstehe das so, dass wir nicht mehr eigenen und egoistischen Zielen folgen sollten, sondern voll im Dienst für Gott stehen.

Eigentlich müsste mir das also leichter fallen, oder? Gottes Geist lebt in mir. Und trotzdem opfere ich nicht gerne was oder lasse mich von Gott verändern. Und wieder die Frage: Warum nicht? Was würdest du sagen, woran das liegt? 🤔

Ich habe für mich drei mögliche Antworten gefunden:

  1. Ich beschäftige mich selten und nur oberflächlich mit dem Erbarmen Gottes. Das ist in Römer 12,1 aber die Grundvoraussetzung für das Opfer.
  2. Gott ist dauerhaft verfügbar. Seine Worte in der Bibel gibt es in Tausenden Sprachen für die meisten Menschen. Allein mit diesem Fakt macht Gott uns klar, dass er sprechen möchte. Opfern fällt mir schwer, weil ich einfach nicht für das dynamische Reden Gottes durch die Bibel verfügbar bin.
  3. Ich lebe oft nur einen theoretischen Glauben. Zu selten folge ich dem Heiligen Geist, indem ich praktisch im Alltag Gott gehorsam bin. Dadurch erlebe ich Gott selten, was mich wiederum nicht motiviert, hingegeben zu leben.

WiederWort von Stella (16)

Der gute Hirte

Was erwarten wir eigentlich von Gott für unser Leben? Für was bete ich jeden Morgen oder jeden Abend?

Ist er Hoffnung unerfüllter Sehnsüchte, oder Garant des schon guten Lebens?

Schicke ich ihm Wunschlisten, oder ist es die leise Forderung einer schüchternen Bitte?

Jesus spricht uns zu: „Ich bin der gute Hirte“ (Joh 10,11)

Er ist Leitung, er ist Hüter und Beschützer. Einer, der uns gut versorgt: Mit frischem Wasser & grünen Auen. Einer, der alles für uns gibt: Sogar sein eigenes Leben.

Deckt das unsere Erwartung?

Wieder Wort von Yann (26)

Neuanfang – Nicht allein!

Letzte Woche hat die Schule begonnen. Ein neues Jahr ist für alle ein Neuanfang. Ein Wechsel. Ein Übergang. An den Grundschulen haben alle Erstklässler einen Viertklässler als Paten. Sie zeigen ihnen die Schule und passen auf sie auf. Auch die Fünftklässler auf der weiterführenden Schule bekommen Ansprechpartner aus der Oberstufe, die ihnen durch den Schulanfang helfen.

Ich stelle mir vor, dass Gott mein Pate bei jedem Neuanfang ist. Wenn ich ein bisschen Hilfe brauche, ein bisschen Unterstützung, dann ist er da und zeigt mir den Weg durch die Flure und Treppenhäuser des Lebens. Und Neuanfänge kommen viel häufiger als man denk. Jeden Montag fängt eine neue Woche an und jeden Morgen ein neuer Tag. Manchmal bin ich von den vielen Möglichkeiten völlig überwältigt. Dann bin ich froh, dass Gott mir Menschen an die Seite stellt, die mir die Richtung weisen. Es tut gut zu hören: „Alles wird gut.“ Danke.

WiederWort von Hannah (16)

Dich schickt der Himmel!

„Ah, dich schickt der Himmel!“

Ein Satz, in dem schon fast eine Geschichte steckt.

Vorher war bestimmt zu viel zu tun, Hektik, Überforderung. Ich denke an eine ewig lange To-Do-Liste, 1000 Sachen, die noch zu erledigen sind.

Aber in diese Situation kommt unverhoffte Hilfe, jemand, der unter die Arme greift, mit anpackt, oder einfach durch nette Worte, neue Kraft schenkt. Erleichterung.

Wann hast du das letzte Mal gedacht: „Dich schickt der Himmel!“

Wann warst du das letzte Mal Geschickte oder Geschickter?

In dem Satz ist ein Glaube ausgedrückt, Gott stecke da irgendwie mit drin. Er als der Kraftschenker und Freudegeber, der sich unser annimmt und uns Frieden und Freiheit schenkt.

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schlummert nicht. Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!“ (Psalm 121)

WiederWort von Yann (26)

Weltmeisterschaft

Momentan läuft in Lettland die Eishockey-Weltmeisterschaft und auch die Fußball-Europameisterschaft beginnt in weniger als zwei Wochen.
Auch wenn es in diesem Jahr nicht möglich ist, mit tausenden Menschen auf großen Leinwänden oder in Stadien mitzufiebern, treffen dennoch Menschen aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturen aufeinander.

Leider kam es in den letzten Wochen in unterschiedlichen Städten immer wieder zu antisemitischen Demonstrationen – verschiedene Religionsgemeinschaften wurden aufgrund ihres Glaubens, ihrer Herkunft oder Abstammung verurteilt und diskriminiert.
Noch Mitte März wurde von der katholischen Kirche die Segnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen und Partnerschaften verboten und im ganzen Land wurden als Zeichen von Toleranz an vielen Kirchen und Häusern Regenbogenflaggen aufgehangen.

Ich denke mir immer, dass dies doch eigentlich selbstverständlich sein sollte, und doch ist es in vielen Bereichen im Leben noch nicht immer nicht so.
Ob beim Eishockey oder Fußball, beim Sport ist es vollkommen egal, woher ein Mensch kommt oder woran er glaubt. Die Menschen verbindet alle ihre Leidenschaft zum Sport.

Auch im 1.Korinther 12,12-14 heißt es:

„Der Körper des Menschen ist einer und besteht doch aus vielen Teilen. Aber all die vielen Teile gehören zusammen und bilden einen unteilbaren Organismus. So ist es auch mit Christus: mit der Gemeinde, die sein Leib ist. […] Ein Körper besteht nicht aus einem einzigen Teil, sondern aus vielen Teilen.“

Ich wünsche mir, dass auf der Welt Toleranz nicht nur bei Sportfesten, sondern überall herrscht. Und freue mich natürlich auf einen multikulturellen Fußballsommer und den ein oder anderen Grillabend mit Freunden, wenn auch in kleinerem Kreis.

WiederWort von Alexander (20)

Aufatmen

Spürt ihr es auch?
Dieses… leichte?
Dieses… leichte abfallen?
Dieses… leichte abfallen von?
Dieses… leichte abfallen von Anspannung?

Könnt ihr es auch fühlen?
Was nach dem Winter kommt?
Was das Gefühl von Frühling bedeutet?
Was neues Aufblühen bedeutet?

Aufatmen.

Nach Luft schnappen. Das beschreibt unsere Situation des letzten Jahres doch ganz gut. Im wörtlichen Sinn für die, die an Corona erkrankt sind. Im übertragenden Sinn für die, die unter all den Schwierigkeiten leiden mussten. Unermessliches Leid für so viele. Unsere Gedanken und Gebete sind bei euch.

Und jetzt? Mit dem Sommer scheint ein Aufatmen möglich. Hoffnung kann zu Realität werden. Erleichterung aus dem Leid in eine neue Freiheit.

Herr,
du siehst all das Leid des letzten Jahres,
wir bringen es dir,
wir danken dir für deinen Beistand und Kraft
wir klagen aber auch an
wegen all der Situationen, in denen wir uns allein gefühlt haben
wegen all der Situationen, wo wir nicht mehr konnten
wir bitten dich:
Lass uns nicht allein,
schenke uns neue Freiheit
lass uns nicht vergessen, was in diesem Jahr passiert ist
aber hilf uns auch all das zu verarbeiten
hilf, dass wir nicht vergessen, dass wir nicht allein auf der Welt sind,
lass uns und die ganze Welt
aufatmen.
Amen.

WiederWort von Yann (26)

Weg zum Leben

Der Spielplan liegt offen vor mir und ich trage ein, was aufgedeckt wird. Ich gestalte die Landkarte so, dass alles einen Ort findet, möglichst gewinnbringend angeordnet.

So ist das in meinem Leben auch. Wenn etwas Neues auftaucht, muss ich es unterbringen, hin und her schieben, einen Platz finden und es in Einklang bringen. Möglichst so integrieren, dass ich gut in der Zukunft damit zurechtkomme.

Gott, du zeigst mir den Weg zum Leben. Große Freude finde ich in deiner Gegenwart und Glück an deiner Seite für immer. Psalm 16,11

Mit Gott stehe ich auf der Gewinnerseite. Er hat die entscheidenden Hinweise parat. Er gibt mir oft genug eine Ahnung davon, wie mein Leben anzuordnen ist.

WiederWort von Sebastian (34)

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