Autor: WiederWort (Seite 1 von 9)

Zuerst Liebe

„Glaube ist eine lebendige, verwegene Zuversicht auf Gottes Gnade. Und solche Zuversicht macht fröhlich, mutig und voll Lust zu Gott und allen Geschöpfen.“

Das hat Martin Luther gesagt. Morgen erinnern wir uns an ihn, wenn wir Reformationstag feiern. Ich mag den Reformationstag. Er macht mir deutlich: Gottes Liebe muss ich mir nicht verdienen. Sie geht allem voran. Denn Gott wendet sich mir zuerst zu. Meine Liebe zu ihm und zu anderen Menschen ist meine Antwort darauf.

Vielleicht habt ihr Lust, morgen den Reformationstag im Gottesdienst mitzufeiern: Um 18:30 Uhr in der Christuskirche.

WiederWort von Stefanie (34)

beziehungsweise

Beziehung bedeutet aufeinander bezogen zu sein,
sich gegenseitig an zu ziehen,
sich zu dem anderen hingezogen zu fühlen,
und manchmal auch den anderen ziehen zu lassen.

In was für einer Beziehung steht ihr zu Gott?
Ist Gott euer Vater? Ist Gott eure Mutter?
Ist das wichtig?

Wie lebt ihr eure Beziehung zu Gott?

WiederWort von Yann (24)

Healing

„May your journey of healing be a beautful one.“

Diesen Spruch las ich in den letzten Tagen und er brachte mich zum Nachdenken. Wer schon einmal in einer Situation war, in der er nicht mehr wusste, wie es weitergehen soll, sollte sich diese Worte einmal zu Gemüte führen. Oft sind wir in solchen Phasen unseres Lebens viel zu streng mit uns selber. Wir haben das Gefühl, wir müssen weiter funktionieren und immer 100% geben, obwohl wir innerlich bereits nach dem letzten Grashalm greifen. Wir erlauben es uns nicht, sich die Zeit, die wir wirklich brauchen, um wahrhaftig von innen heilen zu können, zu nehmen. Die Zeit, in der wir wieder zu uns selbst finden können. Manchmal dauert dieser Prozess sehr lange. Aber das ist ok. Akzeptieren wir diesen Zustand der Heilung als etwas Wichtiges und Essenzielles. Wunden heilen nicht vom einen auf den anderen Tag. Aber man muss zu ihnen stehen und lernen mit ihnen zu leben, damit sie heilen können. Denn am Ende wird jede Wunde zu einer Narbe und Narben erinnern uns daran, dass wir in der Lage sind, auch schwere Zeiten durchzustehen.

„One day you will look back and realize why everything collapsed; there is always beauty after chaos.“ – Eleni Sophia

WiederWort von Romina (27)

Personen im Neuen Testament: Stephanus

Nachdem Jesus zu Gott gegangen war, übernahmen die 12 Apostel, ehemalige Jünger von Jesus. Bald war klar, die Arbeit schaffen sie nicht allein. Also fanden sie mit Gottes Hilfe 7 Diakone. Diakon kommt von _dienen_ und ganz praktisch dienten die Sieben den Armen, Kranken und Alten.

Stephanus war einer von ihnen und zeigte, dass Hilfsbereitschaft bedingungslos zu einem Leben mit Gott gehört. Gleichzeitig sprach er weiterhin von dem Evangelium von Jesus Christus. Denn Stephanus sagte sich: Von dem wunderbaren und liebevollen Gott erzählen, das geht eigentlich immer.

Natürlich ist ihm noch mehr passiert, für seinen Glauben musste er sogar sterben und heute ist unsere St. Stephani-Kirche nach ihm benannt. Nachlesen könnt ihr das alles in Apostelgeschichte 6+7.

WiederWort von Sebastian (32)

Wo ist Gott?

Ich habe nachgeschaut, im Himmel kann man Gott auch nicht treffen. Keine Tür, an der ich klingeln kann. Kein Ort, an dem ich ihn kurz sehen kann.

Ein Stück bleibt Gott für mich so weiterhin unbekannt. Und manchmal denke ich, gerade weil Gott geheimnisvoll bleibt, bleibt er auch absolut unabhängig, unverfügbar. Er macht eben sein Ding.

König Salomo sagte: Der Himmel und aller Himmel Himmel können Gott nicht fassen – wie sollte es dann der Tempel tun, den ich erbaut habe? (1. Könige 8,27)

WiederWort von Sebastian (32)

Personen im Neuen Testament: Paulus

Ach, ich wollt, ich wäre wie Paulus… So stark in Glauben und Vertrauen. So mutig im Verkündigen, so genial in seinen Einfällen. So unnachgiebig trotz schwerer Rückschläge.

Und schreibt er es nicht auch selbst? Werdet wie ich. (Galater 4,12)

Aber will man jemanden zum Vorbild, der selbst dazu aufruft? Ist so einer nicht arrogant?

In der Tat scheint Paulus ein bisschen arrogant gewesen zu sein, da er seinen Lebensweg den Besten (1. Korinther 7,7) und seine Schwachheit die Größte nennt (1. Korinther 4,6-16). Außerdem beschimpft er seine Gegner immer wieder aufs Schlimmste (Galater 1,6-9).

Kann so einer ein Vorbild sein?

Er ist aber eben auch der, der sein Leben für Gott auf den Kopf gestellt hat und vom Christenverfolger zum Verkündiger wurde (Apostelgeschichte 9,1-19). Der die Freiheit für alle Menschen, egal wer sie sind, in Jesus Christus aufgezeigt hat (Galater 3,28). Der das Evangelium über die Grenzen Israels hinaus in die Welt getragen und sich bei all dem immer ganz auf Gott verlassen hat.

Damit ist Paulus also wirklich einer der ganz Großen unseres Glaubens.

WiederWort von Yann (24)

Verlust

Gott

Bei all dem Leid sagen viele, Wo ist Gott? Warum tut er denn nichts?

Verlust

Manchmal werden wir mit Dingen konfrontiert, die wir glauben, nicht bewältigen zu können. Z.B. der Tod eines geliebten Menschen. Wir bemühen uns den tieferen Sinn darin zu erkennen. Und wenn da kein Sinn zu finden ist, stellen wir Gott in Frage. Wir sehen auf und sagen: Gott, wie kannst du uns solch eine Last aufbürden. Aber wir wissen gar nicht was Gott vorhat, nicht wahr? Wir verstehen Gottes Plan nicht, wie könnten wir?

Doch ich sage euch: An dieser stelle kommt der Glaube ins Spiel. Der Glaube kann uns helfen, seine Botschaft in unserem eigenen Leben zu erkennen. Vielleicht soll uns dieser Verlust lehren, die, die wir lieben, nicht für Selbstverständlich zu halten, auch die einfachen und alltäglichen Momente zu schätzen, unsere Mitmenschen so bedingungslos und so mutig und so leidenschaftlich zu lieben, wie wir können, und in dieser Liebe, menschlicher Liebe, nachsichtiger, bedingungsloser, andauernder Liebe werdet ihr Frieden finden.

Amen.

WiederWort von Stella (14)

Geduld

Have a little patience!

Minutenlang an der Kassenschlange anstehen, im Stau darauf warten, dass es weiter vorwärts geht, auf den Besuch warten, der einfach nicht auftaucht, auf die Rückmeldung von lieben Menschen warten, über eine verlorene Liebe oder Freundschaft trauern – all dies sind Dinge, bei denen man oft die Geduld verliert.

Man verzweifelt an der Machtlosigkeit, in der man sich befindet. Wieso geht das nicht schneller? Geduld aufbringen treibt einen manchmal zur Weißglut. Geduld ist eine Tugend – mit ihr lernen wir, ein Stück weit befreiter zu werden. Denn wer sich in Geduld übt, der ist freier. Oft leichter gesagt als getan, aber es ist möglich. Dabei fällt mir ein bekannter Spruch von Reinhold Niebuhr ein:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Wobei fehlt dir oft die Geduld?

WiederWort von Romina (26)

Beten

Summerchallange

Heute heißt es: Beten

Und vielleicht nimmst du dir sogar 15 Minuten, suchst dir einen ruhigen Ort und bist einfach vor Gott. Denk an nichts Bestimmtes und gib Gott ein wenig Raum in deinem Leben. Beten, ohne eigene Worte zu sagen oder zu denken, offen für Gottes Wort.

Du dachtest, das wäre die Challange? Wie wäre es, wenn du dir morgen erneut 15 Minuten Zeit nimmst?

WiederWort von Sebastian (32)

Schweden

Ein Reisebericht:

Wir senden viele Grüße aus Schweden. Mitten in der Natur, im Wald und am See, verbringen wir viele schöne Momente und erleben eine tolle Gemeinschaft. An jedem Abend kommen wir zusammen und feiern unseren Abendabschluss, um den Tag und das Erlebte ausklingen zu lassen. Die Jugendlichen haben dort die Möglichkeit, ihr Erlebtes in einem Logbuch festzuhalten, um sich später an die schöne Zeit zu erinnern.

Jesus sagt: Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter euch. (Matthäus 18,20)

WiederWort von Sophia (25)

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