Autor: WiederWort (Seite 1 von 11)

Tagebuch

Ich bin gerade im Urlaub. Ich will euch nicht neidisch machen; das sei ferne! Aber für diesen Urlaub habe ich mir etwas vorgenommen, was ich noch nie gemacht habe: Ich schreibe Tagebuch. Ich wollte die vielen Momente, die ich in dieser (Aus-)Zeit erlebe, festhalten, um dann in ein paar Jahren zurückschauen und mich erinnern zu können. Jetzt merke ich aber, dass Tagebuch-Schreiben nichts ist, was mich allein auf die Vergangenheit zurückschauen lässt.

Ich blicke mit anderen Augen auf meine Gegenwart. Ich mache mich auf die Suche und entdecke viele Momente, die ich gerne festhalten, die ich niederschreiben will. Das Tagebuchschreiben lässt mich mehr auf das achten, was ich erlebe; vielleicht ein bisschen wie Stefanie das von St. Mungo geschrieben hat.

Ich frage mich, ob ich diesen Blick nicht in meinen Alltag integrieren kann. Natürlich kann ich da nicht jeden Tag Tagebuch schreiben; das wäre mir viel zu aufwendig. Aber vielleicht kann ich ja einen Gedanken, eine Begegnung, einen besonderen Moment festhalten. Und vielleicht kann ich so auch mehr auf das achten, was ich zusammen mit Gott oder von Gott erlebe.

Ich glaube, dass es wichtig ist, diese Momente festzuhalten. Sie führen uns den reichen Schatz an Erlebnissen mit Gott vor Augen und helfen, in Zeiten des Zweifelns zurückzublicken und sich daran zu erinnern, dass Gott da ist.

„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Psalm 103,2)

WiederWort von Yann (25)

Teilen

Schöne Momente werden natürlich geteilt. In deinem Status auf WhatsApp oder in deiner Story auf Instagram. Mit Freunden.

Ein tolles Urlaubserlebnis? Wird geteilt! Ein leckeres Essen? Wird geteilt! Unsere schönsten Momente wollen wir nicht für uns behalten. Völlig klar!

Manchmal erlebt man auch „Gottes-Momente“. Wenn man Mist gebaut hat und dann spürt wie Gott vergibt oder wenn man mal traurig ist und bei Gott wieder Trost und Freude findet. Wenn Gott einen kleinen Sorgenberg kleiner gemacht hat. Wenn man über Gottes Liebe staunt. Wenn unsere Gebete erhört werden und wir Wunder erleben. Hast du schon einmal einen Gottes-Moment erfahren?

Ich persönlich teile sehr gern meine Erfahrungen mit andern Menschen. Damit meine ich nicht in der Story bei Instagram. Nein. Wenn ich am Wochenende etwas erlebt habe, dann stürme ich morgens in die Schule und erzähle meinen besten Freunden jedes kleinste Detail.
Ich habe ein paar Verse gefunden, die uns alle dazu herausfordern:

„Vor der ganzen Gemeinde erzähle ich voll Freude, wie gerecht du bist und handelst. Herr, du weißt: Nichts kann mich abhalten, davon zu reden! Nie will ich verschweigen, dass du für Recht sorgst. Vor der ganzen Gemeinde rede ich von deiner Treue und Hilfe, ich erzähle, wie ich deine große Liebe erfahren habe.“ (Psalm 40, 10-11,Hfa)

Was hast du mit Gott erlebt? Teile es!
Ich möchte dir Mut machen, davon zu erzählen. Deinen Freunden. In der Jugendgruppe. In deinem Haushalt.

WiederWort von Stella (15)

Dankbarkeit

Fast zwei Wochen sind seit unserer Freizeit nach Dänemark vergangen. Zwei Wochen, in denen wir uns wieder an den Alltag gewöhnt haben – Arbeit und Schule haben schon begonnen.

Doch die Erinnerungen an unsere Erlebnisse, an die Gemeinschaft und an den Spaß, den wir hatten, begleiten mich noch immer.

Ich erinnere mich, wie ich häufig einen Moment inne hielt, auf den See vor unserem Haus geblickt habe und mir gedacht habe: Danke, dass wir trotz dieser kuriosen Zeit hier sein dürfen. Danke für die fast ganz „normale“ Freizeit. Danke, dass wir das erleben dürfen.

Ich danke dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

WiederWort von Sophia (25)

Wo ist deine Hilfe?

Gott, wo ist deine Hilfe?

Das ist eine Frage, die Menschen zu allen Zeiten bewegt hat und gerade durch Corona vielleicht wieder in den Fokus vieler Christen rückt. Wo ist deine Hilfe in meiner Not, in meiner Sorge um Leib und Leben?

Diese Frage ist eine berechtigte Frage. Denn im Glauben an einen Gott, dem alles möglich ist, liegt doch auch die Hoffnung, dass er unser Leben in der Hand hält und uns vor Not und Sorge beschützt. Immer wieder machen wir aber die Erfahrung, dass alles, was uns niederdrückt, nicht einfach von uns genommen wird, sondern wir uns mühselig dadurch kämpfen müssen. Wo ist da Gottes Hilfe?

Wir rufen mit Jesus: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Ein Vers aus 1. Könige 19 ist mir in diesem Zusammenhang besonders hängen geblieben:

„Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.“

Lutherbibel 2017, © Deutsche Bibelgesellschaft

Er sagt mir, dass Gott all das, was uns bedrückt, sieht. Er sieht den weiten Weg, den wir vor uns haben. Aber er nimmt ihn nicht einfach von uns, sondern unterstützt uns auf unserem Weg. Er gibt uns Kraft, damit wir nicht aufgeben müssen, hilft uns trotz unserer Sorgen und Nöte aufzustehen und diesen Weg laufen können. Und so können wir, auch wenn alles andere versagt, sicher sein, dass Gott und seine Kraft bei uns ist, auch im finsteren Tal.

WiederWort von Yann (25)

Heiliger Geist?

Vater, Sohn und ???

Ja und wer eigentlich?
Der Heilige Geist?
Was ist das? Oder wer ist das?

Er ist einer, der im Glaubensalltag vieler gar keine große Rolle spielt.
Wir nennen ihn im Glaubensbekenntnis, aber irgendwie auch nur nebenbei.
Zum Vater beten wir. Zum Sohn beten wir. Auch zum Heiligen Geist?

Dabei ist er doch ein Teil von Gott, einer von drei.

Er ist derjenige, der uns in Gemeinschaft untereinander und mit Gott bringt. (1 Kor 12)
Er ist derjenige, der uns mit sich Gottes Kraft schenkt. (2 Tim 1)
Ja, er ist derjenige, der alles Leben leben lässt. (Gen 2)
Er ist derjenige, der uns trösten kann und immer besteht. (Joh 14)
Er ist derjenige, durch den wir einander lieben können. (Gal 5)

Wer ist der Heilige Geist für dich?

WiederWort von Yann (25)

Komm an den Tisch

He said: „Come to the Table“ (Komm an den Tisch)
So heißt es in dem Lied Come the the Table von Sidewalk Prophets.

Daran scheint in dieser Zeit so vieles falsch zu sein:
Irgendwo hinkommen? „Wir sollen doch zuhause bleiben“
An den Tisch? „Da sind doch bestimmt andere!“
„Wenn dann mit Mundschutz!“
„Kann man sich auch online treffen?“

Also lieber nicht?

Aber vielleicht sitzen wir ja gerade alle schon an einem Tisch.
Wir alle haben mit den Herausforderungen des Corona-Alltags zu kämpfen,
und sind in die Nöte anderer vielmehr eingebunden als sonst.
Wir tauschen uns aus und stärken uns gemeinsam,
wie an einem Tisch eben.

Gott ruft uns an seinen Tisch

Im Lied ist es Gott, der uns ruft.
Er lädt uns ein, bei ihm zu sein.
Dort können wir Ruhe finden,
auftanken,
und merken, dass wir nicht alleine sind.

So heißt es in Matt 11,28:
„Komm her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch die Last nehmen.“

Gottes Einladung gilt für ausnahmslos jeden.

Höre das Lied.

WiederWort von Yann (25)

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