Autor: WiederWort (Seite 1 von 14)

Löwenherz

Manchmal wissen wir nicht wohin, oder was um uns geschieht. Gott hat ins ein Löwenherz geschenkt, das uns in diesen Situationen die Ermutigung zuspricht, Kinder Gottes zu sein.
WiederWort von Yann (26)
Yann und Lydia haben einen großartigen Song zum „Löwenherz“ geschrieben.
Hier könnt ihr ihn euch anhören:

Nach Hause kommen

Als ich nach meinem Urlaub zum ersten Mal wieder meine Wohnungstür aufgeschlossen habe, war da wieder, dieses Gefühl: „Ich bin zu Hause.“

Auch wenn ich jedes Mal mit Wehmut aus meinen Urlaubsorten aufbreche, ist das Nach-Hause-Kommen immer besonders schön. Alles riecht so vertraut zu Hause. Mein Bett erwartet mich schon. Alle Bilder mit mir lieben Menschen und mit Erinnerungen an vergangene Reisen umgeben mich wieder. Ich nehme meine Lieblingsbücher aus dem Bücherregal und schaue kurz hinein. Das Lesezeichen steckt noch genau an der Stelle, an der ich beim letzten Mal unterbrochen habe.

Es ist schön, wieder zu Hause zu sein. Hier fühle ich mich geborgen Hier ist mir alles vertraut. Hier finde ich mich selbst im Dunkeln spielend zurecht. Hier bin ich gerne, auch wenn ich schon jetzt weiß, dass mich bald das Fernweh wieder packen wird. 😉

„Ich bin zu Hause.“ – das denke ich auch oft über Gott. Mit Gott an meiner Seite fühle ich mich geborgen, fühle ich mich aufgehoben – wie zu Hause eben. Vielleicht mag ich deshalb ein Wort von Jesus aus dem Johannesevangelium so gerne. Jesus sagt dort zu seinen Jüngern:

„Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ (Johannes 14,2)

Es ist schön, dass Gott einen Platz für mich bereithält. Dass ich bei ihm schon jetzt immer aufgehoben bin und es auch immer sein werde. Darauf vertraue ich, dass mir dieses Versprechen Gottes für alle Zeiten gilt. Dass ich weiß: Bei ihm bin ich immer zu Hause.

WiederWort von Stefanie (36)

 

Afghanistan

Gott,

manchmal kann ich meine Traurigkeit nur noch im Gebet vor dich bringen.

Die Bilder aus Afghanistan machen mich fassungslos.

Ich sehe Menschen, die sich verzweifelt an abhebende Flugzeuge klammern.

Ich sehe Frauen und Mädchen, denen jegliches Recht auf Bildung entzogen wird.

Die ohne männliche Begleitung nicht auf die Straße gehen dürfen und somit oft gleich ganz aus dem Straßenbild verschwinden.

Ich sehe Terroristen, die in Windeseile ein Land zurückerobern und Angst und Gewalt säen.

Ich sehe und höre westliche Politiker*innen, die dem hilflos gegenüberstehen.

Ich höre von Ortskräften und Mitarbeiter*innen von Botschaften und Hilfsorganisationen, die zurückgelassen werden.

Ich kann all das nicht verstehen.

Es macht mich traurig und fassungslos.

Wie konnte es so weit kommen?

Was können wir tun, um zu helfen?

Und wo bist du in all dem, Gott?!

Hilf doch!

Lass Frieden werden.

Amen.

WiederWort von Stefanie (36)

 

 

Keine Sorgen

Macht euch keine Sorgen. Im Gegenteil: Wendet euch in jeder Lage an Gott. Tragt ihm eure Anliegen vor in Gebeten und Fürbitten und voller Dankbarkeit. (Philipper 4,6 – BasisBibel)

Gott sagt uns, dass wir uns um nichts sorgen sollen, sondern alle unsere Anliegen vor ihn bringen sollen. Doch so oft überkommen uns Sorgen im Alltag und unsere Probleme drücken uns nieder. Dieser Vers hat oft so wenig Bedeutung in unserem Leben. Dabei möchte Gott uns doch seinen Frieden geben und uns helfen, unsere Sorgen zu tragen. Er ermutigt uns, uns nicht um unsere Zukunft zu sorgen, um Schwierigkeiten, in die wir geraten könnten, oder um Krankheit. Wir können unser  Leben leben im Vertrauen auf ihn – mit allem, was kommt.

WiederWort von Stella (16)

Hochwasser

Die Bilder aus den Hochwassergebieten lassen mich nicht los. Zuerst unvorstellbare Wassermassen, die von einem Moment auf den anderen ganze Existenzen vernichten, Lebensträume und Lebenswege zum Abbruch bringen. Nun, ein paar Tage später, bleiben Schlamm und Zerstörung zurück. An vielen Stellen aber auch Solidarität, Hilfsbereitschaft, gelebte Nächstenliebe mit Herz und Hand. An manchen Orten Entwarnung, da Dämme gehalten haben und nicht geborsten sind. Erste Rückkehrer können in ihren Häusern nach dem Rechten sehen.

All das werfe ich Gott vor die Füße: Meine Fassungslosigkeit, meine Traurigkeit und Ohnmacht, mein Mitgefühl für all die Menschen in den betroffenen Gebieten. Ich möchte darauf vertrauen, dass Gott all das hört und mitträgt. Dass er neue Hoffnung schenkt – auch wenn das angesichts der Bilder der letzten Tage ganz schön schwer ist.

Gott spricht: Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. (Jeremia 29,11 – Lutherbibel 2017)

WiederWort von Stefanie (36)

Noch nicht fertig…

Bei einem Spaziergang fallen mir die drei Worte ins Auge: „Noch nicht fertig…“. Leuchtend blau und kaum zu übersehen, prangen sie auf einem Baustellenzaun. „Noch nicht fertig…“ Der Lärm der Bagger tönt auch über die Absperrung hinweg. Hier entsteht etwas Großes. Das braucht Zeit.

Als ich weitergehe, bleiben mir diese Worte im Kopf. Sie sind auch sinnbildlich für mein Leben. Mein Weg ist noch nicht fertig. Wie gut. Denn ich möchte noch so Vieles entdecken und erleben. 😊 Mein Weg ist nicht fertig vorgezeichnet, so als wäre Gott ein Puppenspieler und ich seine Marionette. Gott lässt mir die Freiheit, meinen Weg zu entdecken, Er legt mir dabei den Boden unter die Füße. Ich bin gespannt, wie dieser Weg weitergeht und ich bin Gott dankbar für jeden Tag, den ich erlebe.

„Noch nicht fertig…“ – ist Gott mit mir. Er hält die Verbindung zu mir, wohin ich auch gehe. So wie er sie zu Jesus gehalten und ihn begleitet hat. Darauf vertraue ich, auch dann, wenn ich manchmal das Gefühl habe mich an Gott regelrecht abzuarbeiten – weil mir nicht jede Wegstrecke einleuchtet. Weil mir immer wieder Menschen begegnen, denen Schlimmes widerfährt. Ich vertraue darauf, dass Gott mit keinem von uns fertig ist, sondern dass er uns hält und trägt und unser Leben erst bei ihm und mit ihm fertig und vollkommen wird.

„Weise mir, Herr, deinen Weg und leite mich, denn du hilfst mir. Das glaube ich.“ (nach Psalm 86)

WiederWort von Stefanie (36)

 

Sommer, Sonne, Strand und…

…MEER. Ganz klar! Ich liebe es, am Meer zu sein – ganz besonders im Sommer (und eigentlich auch zu jeder anderen Jahreszeit 😉).

Am Meer kann ich durchatmen und den Kopf freikriegen. Ich spüre die Weite und nehme sie regelrecht in mich auf. Bis zum Horizont und noch viel weiter gucken zu könne, den Sand unter den Füßen zu spüren, das Salz auf der Haut und den Wind im Haar – das ist Sommer für mich. Das ist Freiheit und Auftanken.

Immer wenn ich am Meer stehe, fühle ich mich Gott ganz nah. Er hat mir meinen Platz in der Welt gegeben, ein Leben, das ich gestalten kann. Er schenkt mir diese Schönheit, die mich umgibt – das Rauschen der Wellen, das Kreischen der Möwen. Eine Welt ohne ihn, kann ich mir nicht vorstellen.

„Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (Psalm 121,2)

Was gehört für euch zum Sommer dazu?

Wann fühlt ihr euch Gott besonders nah?

WiederWort von Stefanie (36)

Ich bin getauft!

„Ich bin getauft.“ Diesen Satz hat Martin Luther angeblich oft vor sich in den Staub auf seinem Schreibtisch geschrieben. Immer wenn er neuen Mut brauchte, schrieb er diesen Satz auf: „Ich bin getauft.“

Ich bin getauft! Wie großartig! Es ist schön, mit meiner Taufe zur Gemeinschaft aller Christinnen und Christen zu gehören. Ich weiß mich in meinem Glauben an Gott mit vielen Menschen weltweit verbunden und auch hier vor Ort in meiner Gemeinde. Das ist ein tolles Gefühl, zu dieser Gemeinschaft dazuzugehören.

Und es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass die Taufe nicht nur mein „Ja“ zur christlichen Gemeinde ist. Es ist gleichzeitig auch Gottes „Ja“ zu mir. Dieses Jahr gilt mein Leben lang. Gott nimmt mich an. Er steht zu mir. Er schenkt mir in der Taufe seinen Segen. Sein „Ja“ gilt – heute, morgen und für immer!

„Ich bin getauft.“ Gott sei Dank. 😊

„Ihr seid alle Kinder Gottes,weil ihr durch den Glaubenmit Christus Jesus verbunden seid. Denn ihr alle habt in der Taufe Christus angezogen.Und durch sie gehört ihr nun zu ihm.“ (BasisBibel – Galater 3,26f)

Könnt ihr euch an eure Taufe erinnern? Kennt ihr euren Taufspruch?

WiederWort von Stefanie (36)

Zusprechen

Sprache ist eine Macht. Sie hat die Macht, zu verletzten und zu heilen. Sie kann Glück bringen oder Schaden verursachen. Die Sprache ist etwas, was den Menschen ausmacht. Und auch, wenn wir mal sprachlos sind, verlieren wir sie nicht. Sprache sind nicht nur Worte. Man kann auch seine ganz eigene Sprache finden, wie zum Beispiel Liebende sie miteinander haben. In diesen Zeiten sollten wir unsere größte Macht, die Sprache, nicht vergessen. Der Zuspruch des Trostes, der Liebe und der Freundschaft sind Balsam für die Seele. Sie schaffen und stärken Nähe trotz Distanz.

WiederWort von Lisa (20)

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