Autor: WiederWort (Seite 1 von 14)

Freude teilen

Am Sonntag haben wir gefeiert. Naser hat im Gottesdienst seinen Tauftag mit uns allen gefeiert. Vor zwei Jahren habe ich den jungen Iraner getauft. Sein Tauftag ist ihm so wichtig, dass er sich jedes Jahr gemeinsam mit uns daran erinnern möchte. Für ihn ist es ein riesiges Geschenk, seinen Glauben nun endlich frei und ohne Angst leben zu können. Die Freude darüber ist riesig. Und diese Freude teilt er mit uns. Im Gottesdienst haben wir ihm noch einmal Gottes Segen zugesprochen und ihm bon Herzen gratuliert. Und Naser hat seien Freude mit uns geteilt – im Anschluss an den Gottesdienst bei Saft und Süßigkeiten. Zusammen mit einem Freund hat er alles zum Gottesdienst mitgebracht – damit wir ebenfalls etwas von seiner Freude schmecken und erleben konnten.

Mich berührt, welche Spuren die Taufe im Leben von Menschen hinterlässt. Dass sie nicht nur für sich „behalten“ wird, sondern dass die Freude über die Verbindung mit Gott sich ihren Weg sucht – sichtbar, spürbar und dass wir sie uns im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergehen lassen konnten.

WiederWort von Stefanie (36)

 

 

 

Sei du mein Licht

Lebendiger Gott,

du versprichst mir, mein Licht auf all meinen Wegen zu sein.

Ich bitte dich:

Leuchte mir, wo ich im Dunkeln tappe.

Schenke mir dein Licht, wo ich neue Hoffnung brauche.

Lege mir deinen Funken in mein Herz, damit ich andere zum Strahlen bringen kann.

Sei du mein Licht – heute, morgen und in Ewigkeit.

Amen.

 

WiederWort von Stefanie (36)

Besinnlichkeit?

In der momentanen Zeit wird man fast zugeworfen mit Angeboten für Deko, Weihnachtsgeschenke und andere Dinge. Auch mich verlockt es dazu, mehr zu kaufen als ich eigentlich brauche und im Geiste zu denken: Oh je, ich bin viel zu spät dran, wem schenke ich was und was wünsche ich mir und wo bekomme ich alles, etc.

Insbesondere ist zu Weihnachten auch noch einige Zeit. Die Vorfreude darauf kann ich verstehen, auch wenn es manchen noch zu früh ist, schon an Weihnachten zu denken. Doch was man manchmal ganz vergisst ist, dass Weihnachten (und auch die Zeit der Vorfreude auf Schneeflocken, Kerzenlicht und Besinnlichkeit) keine Zeit des Materialismus ist. Immer mehr Geschenke zu kaufen und schon jetzt sich mit der Planung von Weihnachten zu stressen, schafft keine Besinnlichkeit und letztendlich verpasst man dann auch die gemütlichen Momente und genießt nicht mal einen abendlichen Tee mit einem schönen Buch (oder einem Netflix-Weihnachtsfilm). Ich versuche mich dann an diesen Bibelvers zu halten:

Seid nicht geldgierig, und lasst euch genügen an dem, was da ist. Denn er hat gesagt: »Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.“ (Hebräer 13,5)

Auch wenn es nicht vordergründig um Geldgier geht, sondern um Materialismus spricht der Vers zu mir und hilft mir, mich auf das eigentlich Wichtige zu besinnen. Denn die Zeit bis zu Weihnachten vergeht nur im Flug, wenn man durch Geschäfte hetzt und ohne Pause online shoppt und dabei alles vergisst. Gott ist bei uns und sorgt für uns.

Lasst uns den kommenden Winter und gehenden Herbst im Einklang mit Gott und auch uns selbst erleben.

WiederWort von Lisa (21)

 

 

 

Gelassen bleiben

Ich habe heute eine Challenge für dich. Wenn du das hier liest und dich auch nur bei einem Punkt angesprochen fühlst, lies unbedingt weiter. Die heutige Challenge hat mit deinem Charakter zu tun. Jeder von uns hat eine oder mehrere Schwachstellen, bei denen wir uns so richtig ärgern und die uns zum Teil extrem auf die Palme bringen.

Du rastest manchmal im Auto/ auf deinem Roller im Straßenverkehr so richtig aus, wenn andere offensichtlich schlechter fahren?

Man erkennt dich nicht mehr wieder, wenn dir Ungerechtigkeit geschieht oder du benachteiligt wirst?

Wenn du verlierst, wirst du zum Tier? Bei Kränkung an deiner Person fährst du sofort in den Angriffsmodus? Welche anderen Dinge lassen dich unkontrolliert durchdrehen?

„Im Zorn tut keiner, was vor Gott recht ist.“ (Jakobus 1,20, NeÜ)

Auf jeden Fall ist sicher, dass Wut- und Zornausbrüche die Beziehungen zwischen dir und anderen Menschen echt belastet. Aber auch die Beziehung zu Gott ist durch extremen Ärger und Wut gestört. Also keine Sache, die wir in irgendeiner Weise feiern sollten.

Achte deswegen in der nächsten Zeit drauf, was bei dir dazu führt und bitte Jesus darum, dass er dich dabei verändert.

WiederWort von Stella (16)

Warm…

… im Sinne von Wohlfühlen oder auch Geborgenheit. Nach der mehr oder weniger heißen Zeit des Sommers, in der es warm und sonnig war, kommt nun der Herbst. Ich finde der Herbst ist auch eine warme Jahreszeit, aber auf eine andere Weise als der Sommer. Denn der Herbst fühlt sich warm an, nicht wegen der Temperatur, sondern wegen dem Zusammenspiel von warmen Farben, leichtem Sonnenschein und glitzernden Regentropfen. Dieses Wärmegefühl erinnert mich an Momente, in denen mir Gott nahe ist. Zum Beispiel beim Zusammensitzen mit Freunden, wobei man merkt, dass es sich wohlig warm, ja, einfach gut anfühlt, genau hier, in diesem Moment, zu sein. In solchen Momenten ist mir Gott nahe. Er gibt mir das Gefühl von Geborgenheit und Wärme. Und wenn ich nun durch den Park spaziere und die Sonne durch die bunten Blätter glitzert, dann ist mir warm.

 Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben! (Psalm 36,8 – Lutherbibel 2017)

  WiederWort von Lisa (20)

 

 

 

Löwenherz

Manchmal wissen wir nicht wohin, oder was um uns geschieht. Gott hat ins ein Löwenherz geschenkt, das uns in diesen Situationen die Ermutigung zuspricht, Kinder Gottes zu sein.
WiederWort von Yann (26)
Yann und Lydia haben einen großartigen Song zum „Löwenherz“ geschrieben.
Hier könnt ihr ihn euch anhören:

Nach Hause kommen

Als ich nach meinem Urlaub zum ersten Mal wieder meine Wohnungstür aufgeschlossen habe, war da wieder, dieses Gefühl: „Ich bin zu Hause.“

Auch wenn ich jedes Mal mit Wehmut aus meinen Urlaubsorten aufbreche, ist das Nach-Hause-Kommen immer besonders schön. Alles riecht so vertraut zu Hause. Mein Bett erwartet mich schon. Alle Bilder mit mir lieben Menschen und mit Erinnerungen an vergangene Reisen umgeben mich wieder. Ich nehme meine Lieblingsbücher aus dem Bücherregal und schaue kurz hinein. Das Lesezeichen steckt noch genau an der Stelle, an der ich beim letzten Mal unterbrochen habe.

Es ist schön, wieder zu Hause zu sein. Hier fühle ich mich geborgen Hier ist mir alles vertraut. Hier finde ich mich selbst im Dunkeln spielend zurecht. Hier bin ich gerne, auch wenn ich schon jetzt weiß, dass mich bald das Fernweh wieder packen wird. 😉

„Ich bin zu Hause.“ – das denke ich auch oft über Gott. Mit Gott an meiner Seite fühle ich mich geborgen, fühle ich mich aufgehoben – wie zu Hause eben. Vielleicht mag ich deshalb ein Wort von Jesus aus dem Johannesevangelium so gerne. Jesus sagt dort zu seinen Jüngern:

„Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ (Johannes 14,2)

Es ist schön, dass Gott einen Platz für mich bereithält. Dass ich bei ihm schon jetzt immer aufgehoben bin und es auch immer sein werde. Darauf vertraue ich, dass mir dieses Versprechen Gottes für alle Zeiten gilt. Dass ich weiß: Bei ihm bin ich immer zu Hause.

WiederWort von Stefanie (36)

 

Afghanistan

Gott,

manchmal kann ich meine Traurigkeit nur noch im Gebet vor dich bringen.

Die Bilder aus Afghanistan machen mich fassungslos.

Ich sehe Menschen, die sich verzweifelt an abhebende Flugzeuge klammern.

Ich sehe Frauen und Mädchen, denen jegliches Recht auf Bildung entzogen wird.

Die ohne männliche Begleitung nicht auf die Straße gehen dürfen und somit oft gleich ganz aus dem Straßenbild verschwinden.

Ich sehe Terroristen, die in Windeseile ein Land zurückerobern und Angst und Gewalt säen.

Ich sehe und höre westliche Politiker*innen, die dem hilflos gegenüberstehen.

Ich höre von Ortskräften und Mitarbeiter*innen von Botschaften und Hilfsorganisationen, die zurückgelassen werden.

Ich kann all das nicht verstehen.

Es macht mich traurig und fassungslos.

Wie konnte es so weit kommen?

Was können wir tun, um zu helfen?

Und wo bist du in all dem, Gott?!

Hilf doch!

Lass Frieden werden.

Amen.

WiederWort von Stefanie (36)

 

 

Keine Sorgen

Macht euch keine Sorgen. Im Gegenteil: Wendet euch in jeder Lage an Gott. Tragt ihm eure Anliegen vor in Gebeten und Fürbitten und voller Dankbarkeit. (Philipper 4,6 – BasisBibel)

Gott sagt uns, dass wir uns um nichts sorgen sollen, sondern alle unsere Anliegen vor ihn bringen sollen. Doch so oft überkommen uns Sorgen im Alltag und unsere Probleme drücken uns nieder. Dieser Vers hat oft so wenig Bedeutung in unserem Leben. Dabei möchte Gott uns doch seinen Frieden geben und uns helfen, unsere Sorgen zu tragen. Er ermutigt uns, uns nicht um unsere Zukunft zu sorgen, um Schwierigkeiten, in die wir geraten könnten, oder um Krankheit. Wir können unser  Leben leben im Vertrauen auf ihn – mit allem, was kommt.

WiederWort von Stella (16)

Hochwasser

Die Bilder aus den Hochwassergebieten lassen mich nicht los. Zuerst unvorstellbare Wassermassen, die von einem Moment auf den anderen ganze Existenzen vernichten, Lebensträume und Lebenswege zum Abbruch bringen. Nun, ein paar Tage später, bleiben Schlamm und Zerstörung zurück. An vielen Stellen aber auch Solidarität, Hilfsbereitschaft, gelebte Nächstenliebe mit Herz und Hand. An manchen Orten Entwarnung, da Dämme gehalten haben und nicht geborsten sind. Erste Rückkehrer können in ihren Häusern nach dem Rechten sehen.

All das werfe ich Gott vor die Füße: Meine Fassungslosigkeit, meine Traurigkeit und Ohnmacht, mein Mitgefühl für all die Menschen in den betroffenen Gebieten. Ich möchte darauf vertrauen, dass Gott all das hört und mitträgt. Dass er neue Hoffnung schenkt – auch wenn das angesichts der Bilder der letzten Tage ganz schön schwer ist.

Gott spricht: Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. (Jeremia 29,11 – Lutherbibel 2017)

WiederWort von Stefanie (36)

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