Autor: WiederWort (Seite 1 von 13)

Keine Sorgen

Macht euch keine Sorgen. Im Gegenteil: Wendet euch in jeder Lage an Gott. Tragt ihm eure Anliegen vor in Gebeten und Fürbitten und voller Dankbarkeit. (Philipper 4,6 – BasisBibel)

Gott sagt uns, dass wir uns um nichts sorgen sollen, sondern alle unsere Anliegen vor ihn bringen sollen. Doch so oft überkommen uns Sorgen im Alltag und unsere Probleme drücken uns nieder. Dieser Vers hat oft so wenig Bedeutung in unserem Leben. Dabei möchte Gott uns doch seinen Frieden geben und uns helfen, unsere Sorgen zu tragen. Er ermutigt uns, uns nicht um unsere Zukunft zu sorgen, um Schwierigkeiten, in die wir geraten könnten, oder um Krankheit. Wir können unser  Leben leben im Vertrauen auf ihn – mit allem, was kommt.

WiederWort von Stella (16)

Hochwasser

Die Bilder aus den Hochwassergebieten lassen mich nicht los. Zuerst unvorstellbare Wassermassen, die von einem Moment auf den anderen ganze Existenzen vernichten, Lebensträume und Lebenswege zum Abbruch bringen. Nun, ein paar Tage später, bleiben Schlamm und Zerstörung zurück. An vielen Stellen aber auch Solidarität, Hilfsbereitschaft, gelebte Nächstenliebe mit Herz und Hand. An manchen Orten Entwarnung, da Dämme gehalten haben und nicht geborsten sind. Erste Rückkehrer können in ihren Häusern nach dem Rechten sehen.

All das werfe ich Gott vor die Füße: Meine Fassungslosigkeit, meine Traurigkeit und Ohnmacht, mein Mitgefühl für all die Menschen in den betroffenen Gebieten. Ich möchte darauf vertrauen, dass Gott all das hört und mitträgt. Dass er neue Hoffnung schenkt – auch wenn das angesichts der Bilder der letzten Tage ganz schön schwer ist.

Gott spricht: Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. (Jeremia 29,11 – Lutherbibel 2017)

WiederWort von Stefanie (36)

Noch nicht fertig…

Bei einem Spaziergang fallen mir die drei Worte ins Auge: „Noch nicht fertig…“. Leuchtend blau und kaum zu übersehen, prangen sie auf einem Baustellenzaun. „Noch nicht fertig…“ Der Lärm der Bagger tönt auch über die Absperrung hinweg. Hier entsteht etwas Großes. Das braucht Zeit.

Als ich weitergehe, bleiben mir diese Worte im Kopf. Sie sind auch sinnbildlich für mein Leben. Mein Weg ist noch nicht fertig. Wie gut. Denn ich möchte noch so Vieles entdecken und erleben. 😊 Mein Weg ist nicht fertig vorgezeichnet, so als wäre Gott ein Puppenspieler und ich seine Marionette. Gott lässt mir die Freiheit, meinen Weg zu entdecken, Er legt mir dabei den Boden unter die Füße. Ich bin gespannt, wie dieser Weg weitergeht und ich bin Gott dankbar für jeden Tag, den ich erlebe.

„Noch nicht fertig…“ – ist Gott mit mir. Er hält die Verbindung zu mir, wohin ich auch gehe. So wie er sie zu Jesus gehalten und ihn begleitet hat. Darauf vertraue ich, auch dann, wenn ich manchmal das Gefühl habe mich an Gott regelrecht abzuarbeiten – weil mir nicht jede Wegstrecke einleuchtet. Weil mir immer wieder Menschen begegnen, denen Schlimmes widerfährt. Ich vertraue darauf, dass Gott mit keinem von uns fertig ist, sondern dass er uns hält und trägt und unser Leben erst bei ihm und mit ihm fertig und vollkommen wird.

„Weise mir, Herr, deinen Weg und leite mich, denn du hilfst mir. Das glaube ich.“ (nach Psalm 86)

WiederWort von Stefanie (36)

 

Sommer, Sonne, Strand und…

…MEER. Ganz klar! Ich liebe es, am Meer zu sein – ganz besonders im Sommer (und eigentlich auch zu jeder anderen Jahreszeit 😉).

Am Meer kann ich durchatmen und den Kopf freikriegen. Ich spüre die Weite und nehme sie regelrecht in mich auf. Bis zum Horizont und noch viel weiter gucken zu könne, den Sand unter den Füßen zu spüren, das Salz auf der Haut und den Wind im Haar – das ist Sommer für mich. Das ist Freiheit und Auftanken.

Immer wenn ich am Meer stehe, fühle ich mich Gott ganz nah. Er hat mir meinen Platz in der Welt gegeben, ein Leben, das ich gestalten kann. Er schenkt mir diese Schönheit, die mich umgibt – das Rauschen der Wellen, das Kreischen der Möwen. Eine Welt ohne ihn, kann ich mir nicht vorstellen.

„Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (Psalm 121,2)

Was gehört für euch zum Sommer dazu?

Wann fühlt ihr euch Gott besonders nah?

WiederWort von Stefanie (36)

Ich bin getauft!

„Ich bin getauft.“ Diesen Satz hat Martin Luther angeblich oft vor sich in den Staub auf seinem Schreibtisch geschrieben. Immer wenn er neuen Mut brauchte, schrieb er diesen Satz auf: „Ich bin getauft.“

Ich bin getauft! Wie großartig! Es ist schön, mit meiner Taufe zur Gemeinschaft aller Christinnen und Christen zu gehören. Ich weiß mich in meinem Glauben an Gott mit vielen Menschen weltweit verbunden und auch hier vor Ort in meiner Gemeinde. Das ist ein tolles Gefühl, zu dieser Gemeinschaft dazuzugehören.

Und es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass die Taufe nicht nur mein „Ja“ zur christlichen Gemeinde ist. Es ist gleichzeitig auch Gottes „Ja“ zu mir. Dieses Jahr gilt mein Leben lang. Gott nimmt mich an. Er steht zu mir. Er schenkt mir in der Taufe seinen Segen. Sein „Ja“ gilt – heute, morgen und für immer!

„Ich bin getauft.“ Gott sei Dank. 😊

„Ihr seid alle Kinder Gottes,weil ihr durch den Glaubenmit Christus Jesus verbunden seid. Denn ihr alle habt in der Taufe Christus angezogen.Und durch sie gehört ihr nun zu ihm.“ (BasisBibel – Galater 3,26f)

Könnt ihr euch an eure Taufe erinnern? Kennt ihr euren Taufspruch?

WiederWort von Stefanie (36)

Zusprechen

Sprache ist eine Macht. Sie hat die Macht, zu verletzten und zu heilen. Sie kann Glück bringen oder Schaden verursachen. Die Sprache ist etwas, was den Menschen ausmacht. Und auch, wenn wir mal sprachlos sind, verlieren wir sie nicht. Sprache sind nicht nur Worte. Man kann auch seine ganz eigene Sprache finden, wie zum Beispiel Liebende sie miteinander haben. In diesen Zeiten sollten wir unsere größte Macht, die Sprache, nicht vergessen. Der Zuspruch des Trostes, der Liebe und der Freundschaft sind Balsam für die Seele. Sie schaffen und stärken Nähe trotz Distanz.

WiederWort von Lisa (20)

Gladbeck ist bunt?

Ich wünsche mir, dass das stimmt. Dass sich hier Menschen zu Hause und willkommen fühlen, ganz egal woher sie kommen oder welche sexuelle Orientierung sie haben. Auch in der evangelischen Kirche ist das immer noch kein selbstverständliches Thema. Auch wenn der #Segenfüralle, und mittlerweile auch die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare endlich kirchenrechtlich fest verankert sind, scheiden sich hier immer noch die Geister. Es gibt, zum Teil hitzige Diskussionen.

Gladbeck ist bunt? Ich freue mich darüber, dass Gladbeck in diesen Tagen tatsächlich so bunt, in allen Farben des Regenbogens, aufleuchtet. Danke an „Gladbeck ist laut“ für die Initiative, im Zusammenhang mit dem 17. Mai, auch hier in der Stadt Flagge zu zeigen. Am 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie. Ein Tag, der international Initiativen koordiniert, die sich für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgender einsetzen.

Wie schön wäre es, wenn es irgendwann keine Fahnen mehr braucht, sondern wir ganz selbstverständlich in einer Gesellschaft und in einer Kirche leben, die bunt ist. So bunt und vielfältig wie der Bogen, den Gott als Zeichen für seinen Bund mit uns Menschen an den Himmel gesetzt hat. (1. Mose 9,15)

WiederWort von Stefanie (36)

Freude schenken

Ich würde euch heute gerne eine Geschichte erzählen, die ich vor längerer Zeit gelesen habe. Sie hat mich so fasziniert und seitdem beschäftigt sie mich sehr.

Ein Mann hatte gerade mit seinem neuen Auto die Waschstraße verlassen, als schon ein Junge herbeilief und mit großer Begeisterung seinen Wagen polierte. „Sie haben aber einen tollen Wagen, gehört der Ihnen?“ Lächelnd gab er zur Antwort: „Ja, den hat mir mein Bruder geschenkt.“ Ein Ausflug, den keiner von ihnen jemals wieder vergessen wird … Der Junge schaute verwundert zu dem Mann. „Sie haben nichts dafür bezahlt und ihn einfach geschenkt bekommen?“ Der Mann nickte. „Ach ich wünschte …“, begann der Junge zögerlich. Dem Mann war völlig klar, was sich der Junge wünschte: Er wollte auch so ein Auto besitzen. Aber als der Junge weitersprach, traute er seinen Ohren kaum. „Ich wünschte mir, dass ich auch so ein Bruder sein könnte!“ Diese unerwarteten Worte des Kindes rührten das Herz des Älteren, so fragte er: „Hast du Lust auf eine kleine Stadtrundfahrt?“ Die Augen des Jungen glänzten vor Freude: „Wirklich? Sie würden mich wirklich mitnehmen? Mensch, das wäre gigantisch!“ Nachdem sie eine Weile durch die Stadt gefahren waren, fragte der Junge plötzlich ganz aufgeregt: „Entschuldigen Sie, aber dort vorne wohne ich. Könnten Sie bitte anhalten und kurz auf mich warten?“ Der Fahrer nickte mit einem Schmunzeln, und dachte bei sich, dass der Knabe wohl Geschwistern oder Nachbarn das tolle Auto zeigen wollte, in dem er mitfahren durfte. Doch er sollte sich erneut täuschen. Keine Minute später kam er wieder aus dem Haus und schob einen Rollstuhl, in dem ein kleiner Junge saß. Er beugte sich zu ihm hinunter: „Schau Bruderherz, das ist das Auto, welches dieser Mann von seinem Bruder einfach so geschenkt bekam. Eines Tages werde ich dir auch so einen Wagen schenken, dann kannst du überall dort hinfahren, wo es dir gefällt!“ Tief bewegt stieg der Mann aus dem Wagen, hob den Kleinen aus dem Rollstuhl und setzte ihn auf seinen Beifahrersitz. Dabei wurde er von zwei Augenpaaren angestrahlt. Die drei machten einen Ausflug durch die Stadt und über das Land. Einen Ausflug, den keiner von ihnen jemals wieder vergessen würde.

Schon Mark Twain wusste: »Der beste Weg, sich selbst eine Freude zu machen, ist: zu versuchen, einem andern eine Freude zu bereiten.« Jemandem eine Freue machen, kann so einfach sein – wie auch diese Kurzgeschichte vermittelt. Auch bei mir ist es so. Wenn ich einem Menschen etwas schenke, dann ist es auch für mich das größte Geschenk, wenn sich die Person darüber freut. Das Geschenk selbst muss keinen materiellen Wert haben, damit man sich darüber freuen kann. Der kleine Junge findet zwar das Auto toll, doch die Tat, die sich dahinter verbirgt, ist doch so viel wichtiger. Er ist fasziniert davon, dass der Bruder des Mannes ihm ein so wertvolles Auto schenkt, ohne dass der Mann groß was dafür tun musste. Er wünscht sich also nicht, auch mal so ein Auto zu haben, sondern ein genauso guter und gütiger Mensch zu werden, wie es der Bruder des Mannes ist.

WiederWort von Stella (15)

Geduld

Gestern bekam ich eine E-Mail: Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass der Veranstalter für Ihr Event einen Ersatztermin gefunden hat. Die neuen Veranstaltungsdaten lauten wie folgt: 25.06.2022 20:00 Uhr in Köln.

Schon wieder. Ein Konzert wird verschoben. Ein Event abgesagt. Der Urlaub storniert. Dabei haben wir doch alle gehofft, dass es in diesem Jahr besser wird

und dass man solche Dinge wieder wahrnehmen kann.

Langsam ist die ganze Situation ziemlich frustrierend. Besserung ist keine in Sicht. Die Zahlen steigen. Die Impfkampagne läuft schleppend. Jetzt haben wir auch noch Ausgangssperre. Ich merke, wie viele Menschen nur noch genervt sind und auch meine Geduld neigt sich langsam dem Ende zu.

Ich werde ungeduldig. Wann können wir wieder „normal“ leben? Wird es überhaupt jemals wieder so sein wie vorher? Wann kann man sich wieder mit der Familie und mit Freunden treffen?

Ich werde ungeduldig. Werden wirklich alle Menschen, die geimpft werden möchten, dieses Jahr die Chance dazu bekommen?

Ich werde ungeduldig. Ich möchte raus. Ich möchte einfach mal spontan irgendwohin, ohne darauf achten zu müssen, ob ich dabei die Regeln verletze.

Ich werde u

ngeduldig. Werden wir im Sommer in den Urlaub fahren können?

Ich werde ungeduldig. Wird unsere Freizeit im Sommer nach Schweden stattfinden?

Bei all diesen Fragen und Gedanken fällt mir ein Vers aus dem Römerbrief ein:

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.  (Röm 12,12 – Lutherbibel 2017)

Gerade jetzt ist Geduld wichtiger denn je. Auch, wenn es einem vielleicht nicht immer leicht fällt, aber mit etwas Geduld werden wir die schwierige Zeit überstehen. Und dann können wir wieder aufatmen. Sei es auf einem Konzert, im Urlaub oder einfach mit Freunden im Garten.

Gott, wir bitten dich für uns alle um Geduld. Wir brauchen Geduld, wenn etwas von außen auf uns zukommt und uns überfordert. Wir brauchen Geduld, wenn Ungewissheit da ist und wir nicht wissen, wie es weiter geht. Wir brauchen Geduld. Abwarten, Loslassen von gewohnten Dingen, mit weniger zufrieden sein, gelassen und barmherzig sein mit sich selbst und mit anderen. Gott, gerade in diesen Tagen, wo wir alle unter den völlig veränderten Lebensbedingungen und der Kontaktsperre leiden, brauchen wird deine Hilfe und deine Unterstützung. Gott, hilf uns, dass wir stark, gefasst und geduldig durch diese Zeit gehen und die Hoffnung bewahren können. Amen.

 

« Ältere Beiträge

© 2021 WiederWort

Theme von Anders NorénHoch ↑