Autor: WiederWort (Seite 1 von 8)

Vergib deinen Feinden…

„Vergib deinen Feinden, aber vergiss nie ihre Namen.“ Das hat John F. Kennedy gesagt. Wie er das wohl gemeint hat? Soll man bei guter Gelegenheit dem Feind eine auswischen? Oder meinte er damit das bekannte Zitat: Verzeihen ja, vergessen nie? Man kann von seinen Feinden vieles lernen, vielleicht steht der Name für die Erinnerung und für das Wissen um einen Typ-Feind. Meiner Meinung nach bedeutet es, dass Vergeben nicht Vergessen heißt. Der Feind bekommt hier eine neue Chance, sich als Freund zu beweisen. Ich sehe in dieser Aussage die Implikation, dass es sich hierbei um eine einmalige Chance handelt. Nicht rachsüchtig oder nachtragend sein, den Leuten gegenüber, die dir Unrecht angetan haben aber im Gegenzug das Geschehene im Hinterkopf behalten, damit einem das gleiche nicht zwei Mal passiert und man sich davon ein Bild machen kann.

Und Jesus? Der geht sogar noch einen Schritt weiter. Er sagt:

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« (3.Mose 19,18) und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. (Matthäus 5,43ff – Lutherbibel 2017)

WiederWort von Stella (14)

Wie die Zeit vergeht…

In knapp 7 Wochen ist Heiligabend. Kaum zu glauben, oder? Vor 7 Wochen war es doch noch fast Sommer… Schon jetzt gibt es überall Weihnachtsdeko, Weihnachtssüßigkeiten und in einigen großen Städten eröffnen schon bald die ersten Weihnachtsmärkte. Wie die Zeit vergeht…

Es dauert nicht mehr lange, dann beginnt die eigentlich besinnlichste Zeit des Jahres. Eigentlich. Denn für viele Menschen ist die Zeit mit viel Hektik verbunden, viele Termine stehen an: Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmarktbesuche, Jahresabschlüsse, Familientreffen etc. So geht es mir auch häufig. Vielleicht können wir, trotz aller Termine und Feierlichkeiten, die in den nächsten Wochen anstehen, uns ab und an etwas Ruhe gönnen, um die besinnliche Zeit zu genießen.

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Matthäus 11,28 – Lutherbibel 2017)

WiederWort von Sophia (25)

Schätze die Hindernisse

Da gibt es die eindrucksvolle Geschichte über einen arabischen König, der aus Boshaftigkeit in einer Oase einer kleinen und jungen Palme einen Stein in die Krone legt, in der Hoffnung, dass der Baum daran zugrunde geht. Nach vielen Jahren kommt er wieder und muss entdecken, dass der Stein die Palme nicht zerstörte, sondern alle Widerstandskräfte mobilisierte. Aus dem gehandicapten Pflänzchen wurde eine stattliche Palme.

Der Stein symbolisiert ein Hindernis, welches dir in den Weg gelegt wird. Du beschäftigst dich mit dem Hindernis, machst das Schönste daraus und folgst deinem Weg. Es gibt Hindernisse im Leben die du überwinden musst. Ein Problem geschafft, Häkchen dran, nächstes Problem usw. Das Leben verläuft nicht in einer geraden Linie und oftmals sind Hindernisse auf den zweiten Blick Chancen. Alles Negative hat auch sein Positives, auch wenn man es nicht gleich sieht!
Vielleicht reicht es ja einfach aus, die Dinge mal auf den Kopf zu stellen und kräftig durch zu schütteln, so daß die Federn fliegen. Das hat zu Frau Holles Zeiten auch schon geholfen. „Wachsen trotz Widerstände“. Man kennt auch den Spruch: „Und wenn das Leben dir Saures gibt, mach Zitronenlimonade draus.“ Mir war neu, dass diese Erkenntnis nicht modern ist, sondern schon dem Dichter Goethe bekannt war. „Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ Sagte dieser. Er geht sogar noch einen Schritt weiter als in der Geschichte. Das, was ich als negativ betrachte, verwandle ich in etwas Nützliches. Ein Geiziger ist nicht geizig, sondern fähig, lange mit dem Geld auszukommen. Ein Fauler ist nicht faul, sondern besitzt die Fähigkeit, Mußestunden als ein Geschenk des Lebens für sich zu nutzen und ein Schreihals trainiert erfolgreich seine Stimmbänder. Wenn du deinen Weg gehst, gehört alles zu dem Weg, was dir begegnet. Es gibt keinen steinlosen Weg im Leben. Alles hilft deiner Weiterentwicklung und erzählt dir eine Geschichte. Streichle mal die Steine auf deinem Weg und wende dich ihnen liebevoll zu. Wenn mir mal ein Stein in den Weg gelegt wird, dann frage ich bei Gott um Rat. Vielleicht solltet ihr das auch mal versuchen!

 

WiederWort von Stella (14)

Der Herbst

Es regnet, stürmt und die bunten Blätter fliegen im Wirbel. Es wird schneller dunkel und später hell. Überall ist es nass und grau. Trotzdem finde ich den Herbst schön. Ich mag dieses Chaos der Farben, wenn alles so bunt ist. Solche Blätterwirbel gibt es nicht nur draußen, sondern auch in unserem Leben. Wenn besondere Menschen in unser Leben wirbeln und manche gehen und manche bleiben. Und auch, wenn man sich erst sogar ärgert über das Chaos, erfreut man sich später über die bunte Vielfalt, die geblieben ist.

Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. (Kolosser 3,14 © Lutherbibel 2017)

Wo merkt ihr das Herbstchaos in eurem Leben?

WiederWort von Lisa (18)

Personen im Neuen Testament: Jesus

Kein Christentum, kein Neues Testament ohne Jesus. Unzähliges würde sich über ihn schreiben lassen – ihn, den Messias, der mit 12 Jüngern umherzog und den Menschen von Gott erzählte. Ihn, der unter ärmlichsten Umständen geboren wurde, später als junger Mann am Kreuz starb und wieder auferstand. Ihn, der heute noch inspieriert und berührt, so dass sich zahlreiche Menschen nach ihm nennen: Christen.
In den vergangenen Tagen ist mir etwas anderes aber noch einmal neu wichtig geworden: Jesus war Jude. Ich bin dankbar dafür, dass er auch uns immer wieder an diesen Ursprung erinnert hat. Ich bin froh, dass wir mit unseren jüdischen Schwestern und Brüdern im Glauben verbunden sind, das Alte Testament mit ihnen teilen. Was für ein großer Reichtum! Nach dem Anschlag in Halle halte ich es für noch wichtiger, sich daran zu erinnern und jede Form von Antisemitismus und Rechtsextremismus aufs Schäfste abzulehnen.

Als Jesus einmal gefragt wird, welches das wichtigste Gebotr sei, antwortet er u.a. mit dem Glaubensbekenntnis der Juden. Er sagt:

Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« (5.Mose 6,4-5).

Und weiter fügt er hinzu:

Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese. (Markus 12,29-31 – © Lutherbibel 2017)

WiederWort von Stefanie (34)

Personen im Neuen Testament: Jairus

Jairus, der Synagogenvorsteher, war der Vater eines Mädchens. Der Vater fiel inmitten einer großen Volksmenge vor Jesus verzweifelt auf die Knie. Er bat Jesus, zu ihm nach Hause zu kommen, wo seine zwölfjährige und einzige Tochter im Sterben lag. In Begleitung seiner Jünger machte sich Jesus auf den Weg. Doch bevor er sein Ziel erreichte, kan schon ein Bote aus Jairus‘ Haus und teilte dem Synagogenvorsteher mit, dass seine Tochter gestorben sei und dass es keinen Grund mehr gäbe, dass Jesus zu ihm nach Hause kommt. Doch Jesus ermutigte Jairus. Bei seinem Eintreffen sagte er den weinenden und traurigen Angehörigen, sie sollten nicht um das Mädchen trauern. Er sagte: Es ist nicht tot, es schläft nur. (Mk 5,21ff)
So trat Jesus neben das Bett, fasste die Hand des Mädchens und befahl ihm aufzustehen. Als sie es tat, bat er darum, ihr etwas zu essen zu geben aber gleichzeitig ermahnte er die Eltern, das Wunder, das er getan hatte, geheim zu halten.

WiederWort von Sophia (25)

DANKE!

 

Am Sonntag feiern wir Erntedankfest – ein Grund, Gott zu danken für all das, was er uns zum Leben schenkt.

Wem möchtet ihr mal wieder „Danke“ sagen?
Wöfur seid ihr dankbar?

Welche Gottesdienste wir zum Erntedankfest in unserer Gemeinde in Gladbeck feiern, seht ihr hier:
www.kirchegladbeck.de
Bis Sonntag. 🙂

WiederWort von Stefanie (34)

Personen im Neuen Testament: Zachäus

Die Geschichte vom Zöllner Zachäus ist eine meiner Lieblingsgeschichten in der Bibel (📖 Lukas 19,1-10).
Zachäus ist ein Betrüger, ein richtiges Schlitzohr. Er nimmt den Menschen viel zu viel Geld ab und steckt es sich dann selbst in die Tasche. Er ist sehr klein und wegen seines Verhaltens bei seinen Nachbarn extrem unbeliebt. Kein Wunder.
Als eines Tages Jesus in Zachäus Heimatstadt kommt, läuft eine riesige Menschenmenge zusammen. Um auch einen Blick auf Jesus werfen zu können, klettert Zachäus auf einen Maulbeerbaum. Jesus sieht Zachäus dort oben sitzen. Er geht auf ihn zu, spricht ihn an und reicht ihm seine Hand: „Zachäus, in deinem Haus will ich heute zu Gast sein.“ Die Menge reagiert aufgebracht. Aber Jesus lässt sich nicht beirren, ebensowenig Zachäus. Jesus geht zu Zachäus nach Hause. Als dei beiden gemeinsam zu Tisch sitzen, ändert Zachäus sein Verhalten radikal. Er sagt: „Ich gebe die Hälft meines Besitzes den Armen und wen ich betrogen habe, dem gebe ich es vierfach zurück.“

Richtig krass. Was mir an dieser Geschichte so gut gefällt ist: Jesus sieht viel mehr in uns Menschen, als das, was wir bei anderen Menschen auf den ersten Blick wahrnehmen. Sein Blick geht tiefer. Er erkennt unser Potential. Er weiß auch, was falsch läuft in unserem Leben. Und er reicht uns die Hand für einen Neuanfang. Er gibt uns nie auf.

Dass in Zachäus dieser Neuanfang schon immer angelegt ist, verrät übrigens auch sein Name. Der ist eine griechische Form des hebräischen Wortes Zakkai und bedeutet „der Gerechte“.

WiederWort von Stefanie (34)

Alles ist jetzt

Ihr kennt bestimmt auch diese Songs, die man irgendwo hört und sie machen einem sofort gute Laune und geben einem neue Energie. Für mich ist so ein Song gerade Alles ist jetzt von Bosse.
Ich finde klasse, wie Bosse auf ziemlich kreative Weise folgenden Satz im Lied immer wieder aufgreift und weiterspinnt: Ich habe gelernt…

– das Leben zu genießen; meine Freudne wie Blumen zu gießen; der erste Blick täuscht; der Mut, den man gibt, ist Liebe, die man kriegt…

Was mir bei Bosses Lernerei so gut gefällt, ist: Hier geht es nicht nur um Fakten. Sondern er nennt Dinge, bei denen es darum geht, zu leben und mit vollem Herzem bei der Sache zu sein.
Und dann passiert, was Bosse weiter besingt: Das Leben genießen, im Hier und Jetzt. Lachen, Hüftschwung und Glück kommen zurück. 🙂

Mich erinnert das an Worte, die Jesus in der Bergpredigt sagt:

Macht euch keine Sorgen. Gott weiß doch, was ihr braucht. Setzt euch vor allem anderen für sein Reich ein und lebt nach seinem Willen. Dann wird Gott euch das alles schenken. (Matthäus 6,25-34)

Ich glaube, so kann es gelingen. Leben im Vertrauen auf Gott. Leben mit einem Herzen, das vom Glauben an ihn erfüllt ist, und auch Zeiten des Zweifels übersteht. Leben, bei dem meine Sorgen von Gott mitgetragen werden. Leben mit ganzen Herzen – im Hier und Jetzt . Und auch im Vertrauen darauf, dass „alles jetzt“ ist und dann bei und mit Gott noch eine ganze Menge Tolles kommen wird.

🎵 Bosses Song findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=RWOE7_bRXSs

WiederWort von Stefanie (34)

September 11

Ich weiß noch sehr genau, was ich damals gemacht habe, als mich die Nachricht vom 11. September erreichte: Warten auf den Nachmittagssportunterricht in der Oberstufe. Ein Mitschüler kam von zu Hause und erzählte von den Bildern, die er gerade im Fernsehen gesehen hatte: Zwei Flugzeuge, die in das World Trade Center geflogen waren. Ich konnte es nicht glauben. Ich dachte zuallerst an die Freunde, die in dieser Zeit ihren Schüleraustausch in Amerika verbrachten, und hoffte, dass bei ihnen alles in Ordnung sei. Abends saß ich dann selbst lange mit meiner Familie vor dem Fernseher und schaute die Nachrichten an. Der 11. September 2001 hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt.

Der 11. September – für mich ein Tag, der Menschen zu gedenken, die damals ums Leben gekommen sind. Aber auch ein Tag, im Bemühen um Frieden nicht nachzulassen. Rechte Strömungen nicht die Oberhand gewinnen zu lassen, die solche Tage, die solche Anschläge nutzen, um unsere Gesellschaft zu spalten und Hass gegenüber Ausländern, insbesondere gegenüber Muslimen, zu schüren.

Suche Frieden und jage ihm nach. (Psalm 34,15 © Lutherbibel 2017; Jahreslosung 2019)

In einem Gedicht beschreibt Tina Willms, wie das aussehen kann:

Zwischen
den Fronten stehen
und sich doch nicht
zermahlen lassen.

Worte leihen dem Schmerz,
Räume öffnen dem Zorn.
Argumente sortieren.
Einfühlsam sein.

Dem zur Rechten
die linke Hand leihen
und dem zur Linken
die rechte Hand.

Bis auch sie
den einen Schritt wagen:
und einander
die Hände reichen.
(aus: Tina Willms, Dem Frieden hinterher. Inspirationen zur Jahreslosung und den Monatssprüchen 2019, Neukirchen-Vluyn 2018)

WiederWort von Stefanie (34)

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