Autor: WiederWort (Seite 1 von 8)

Glaube und Zweifel

Ich glaube; hilf meinem Unglauben! (Markus 9,24 – Lutherbibel 2017)

Mit diesen eindringlichen Worten wendet sich ein Vater an Jesus. Sein Sohn ist schwer krank. Bis jetzt konnte er nirgendwo Hilfe finden. Seine Verzweiflung, seine Zweifel lassen ihn einen Schritt auf Jesus zu machen. Das ist für mich das Spannende an diesen Worten. Der Vater ist noch nicht endgültig von sienen Zweifeln überwältigt, sondern er hat noch einen Funken Hoffnung. Er bittet Jesus: „Hilf meinem Unglauben.“ In dieser Bitte liegt der Schlüssel. Denn der Vater weiß, dass man Glauben nicht selbst machen, sondern ihn nur erbitten kann. Jesus heilt den Sohn schließlich, aber erst nachdem der Vater seine Zweifel herausgeschrien hat. Für mich heißt das: Gott hält unsere Zweifel mit uns aus. Ihm könnnen wir alles anvertrauen. Auch unsere Zweifel trennen uns nicht von seiner Liebe zu uns.

Nachlesen könnt ihr die Begenung von Jesus und dem Vater im Markusevangelium – Kapitel 9, 14-29. Vers 24 ist uns als Jahreslosung für 2020 mit auf den Weg gegeben.

WiederWort von Stefanie (34)

 

Neujahr

Noch einmal neu anfangen, alles hinter sich lassen, alles anders, besser machen. Wer hat sich das nicht schon gewünscht? Wir verändern uns ständig, machen Pläne, gestalten unser Leben. Entwicklung verlangt Veränderung. Wir werden aber nicht immer gefragt, ob wir diese Veränderung jetzt wollen. Wenn ich zurückblicke, fallen mir viele Erlebnisse ein, die ich am liebsten aus meinem Leben ausradieren würde. Das ist aber nicht möglich, weil mein Leben sonst unvollständig wäre. Neuanfänge, das Beenden von Dingen, machen das Leben vollständig. Auch die Unsicherheit, die wir bei manchen Entscheidungen verspüren, gehört mit zum Leben. Ja, sie macht es erst interessant. Denn in jedem Neuanfang liegt auch die Chance, etwas zu gewinnen.
Ich persönlich verbinde ein neues Jahr immer mit einem Neuanfang. Wenn etwas das letzte Jahr schlecht gelaufen ist, kann man es im nächstem Jahr anders und sogar besser machen, da man aus allen Fehlern gelernt hat. Ganz oft hört man Sprüche wie: „Bedenke, dass ein Ende uns auch die Chance auf einen Neuanfang lässt.“ oder „Oft, wenn wir glauben, wir wären am Ende von etwas angekommen, stehen wir bereits am Anfang von etwas anderem.“
Naja, das sagt sich alles so leicht. Ich denke am Wichtigsten ist es, zuerst mit der Vergangenheit Frieden zu schließen, damit sie unsere Zukunft nicht beeinträchtigt.
Laotse, ein chinesischer Philosoph, sagte einst: „Wer das Ende bedenkt, wie er den Anfang bedachte, der wird nichts verderben.“ Und das ist ein wichtiger Punkt. Gehe mit dem Ende genauso um, wie du es mit dem neuen Anfang tust. Eine Hilfe, mit der Vergangenheit abzuschließen ist es vielleicht, sich bei jedem zu entschuldigen, dem man Böses angetan hat oder denjenigen zu verzeihen, die einem Böses angetan haben. Vor einigen Jahren habe ich einen Artikel über eine Tradition gelesen, mit der man sehr gut mit dem letzten Jahr abschlißen können soll.
Und zwar soll man auf kleine Zettel schreiben, was schlecht war und was gut war im letzten Jahr. Die guten Zettel hängt man an eine Rakete und lässt sie in den Himmel aufsteigen, damit sie immer da sind, damit sie in meiner Erinnerung bleiben können. Die schlechten Zettel hängt man an Böller, damit sie explodieren und einem fern bleiben. Man löscht sie aus, damit sie einen nicht begleiten. Ich für meinen Fall habe es versucht und ich denke, dass es genau das erfüllt, was es verspricht. Vielleicht probiert ihr das ebenfalls aus. Ab 0 Uhr gilt für mich dann immer: „Alles ist anfangen, ist schöpfen. Jeder neue Tag, jede neue Stunde, jeder neue Augenblick.“
Frohes neues Jahr!

WiederWort von Stella (15)

 

 

Weihnachten

Wünsche werden wahr,

Engel verkünden es den Hirten: „Fürchtet euch nicht! Euch ist heute der Heiland geboren!“

Ich habe Platz an der Krippe. Gott kommt auch für mich zur Welt.

Die Nacht wird taghell.

Uns allen sagt Gott: „Mein Sohn, der Christus, wird die Welt verändern.“

Der Traum vom Frieden bekommt neue Nahrung: Frieden ist der Weg, der vom Stall in die Welt führt.

Es ist Weihnachten, heiliger Abend, heilige Nacht!

Wir wünschen euch frohe und gesegnete Weihanchten.

WiederWort von Stefanie (34)

 

Neu geboren

Vor ein paar Tagen habe ich seit langer Zeit mal wieder ein Neugeborenes auf dem Arm gehalten. Unglaublich, wie klein und verletzlich so ein menschliches Leben beginnt. Und erstaunlich wie sehr ein so kleiner Mensch die Herzen derer berührt, die es betrachten und im Arm halten. So stelle ich es mir auch an der Krippe vor, als Maria, Josef und die Hirten das Jesuskind betrachtet haben. Mich berührt jedes Jahr aufs Neue, dass Gott diesen Weg gewählt hat, um zu uns Menschen zu kommen – als Kind in der Krippe. Er kommt ganz, so richtig, in unsere Welt. Nicht nur ein bischen und halbherzig, sondern komplett – mit allem, was zu einem menschlichen Leben dazugehört. Diesem Gott vertraue ich, weil er das Leben kennt. Weil er mich kennt. Ich freue mich darauf, das in ein paar Tagen wieder zu feiern.

WiederWort von Stefanie (34)

Geschenke

Ich schenke gerne und freue mich über die Freude der Anderen. Besonders in der Weihnachtszeit stressen wir uns, das perfekte Geschenk zu finden und jeden glücklich zu machen. Aber wozu  stressen wir uns? Letztlich macht es einem selbst doch nur schlechte Laune, wenn man von Einkaufsladen zu Einkaufsladen rennt und doch nichts findet. Ich habe das auch oft so gemacht. Aber an einem Bibelvers bin ich in diesem Zusammenhang hängen geblieben.

Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. (2. Korinther 9,7 – Lutherbibel 2017)

So handhabe ich das nun auch. Jedes Mal, wenn ich im Jahr etwas finde, das das perfekte Geschenk wäre, kaufe ich es oder schreibe mir die Idee auf. Wenn nun die Weihnachtszeit beginnt, bleibe ich entspannt und bin ein fröhlicher Geber – und das freut auch die Beschenkten.

WiederWort von Lisa (19)

 

 

Vergib deinen Feinden…

„Vergib deinen Feinden, aber vergiss nie ihre Namen.“ Das hat John F. Kennedy gesagt. Wie er das wohl gemeint hat? Soll man bei guter Gelegenheit dem Feind eine auswischen? Oder meinte er damit das bekannte Zitat: Verzeihen ja, vergessen nie? Man kann von seinen Feinden vieles lernen, vielleicht steht der Name für die Erinnerung und für das Wissen um einen Typ-Feind. Meiner Meinung nach bedeutet es, dass Vergeben nicht Vergessen heißt. Der Feind bekommt hier eine neue Chance, sich als Freund zu beweisen. Ich sehe in dieser Aussage die Implikation, dass es sich hierbei um eine einmalige Chance handelt. Nicht rachsüchtig oder nachtragend sein, den Leuten gegenüber, die dir Unrecht angetan haben aber im Gegenzug das Geschehene im Hinterkopf behalten, damit einem das gleiche nicht zwei Mal passiert und man sich davon ein Bild machen kann.

Und Jesus? Der geht sogar noch einen Schritt weiter. Er sagt:

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« (3.Mose 19,18) und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. (Matthäus 5,43ff – Lutherbibel 2017)

WiederWort von Stella (14)

Wie die Zeit vergeht…

In knapp 7 Wochen ist Heiligabend. Kaum zu glauben, oder? Vor 7 Wochen war es doch noch fast Sommer… Schon jetzt gibt es überall Weihnachtsdeko, Weihnachtssüßigkeiten und in einigen großen Städten eröffnen schon bald die ersten Weihnachtsmärkte. Wie die Zeit vergeht…

Es dauert nicht mehr lange, dann beginnt die eigentlich besinnlichste Zeit des Jahres. Eigentlich. Denn für viele Menschen ist die Zeit mit viel Hektik verbunden, viele Termine stehen an: Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmarktbesuche, Jahresabschlüsse, Familientreffen etc. So geht es mir auch häufig. Vielleicht können wir, trotz aller Termine und Feierlichkeiten, die in den nächsten Wochen anstehen, uns ab und an etwas Ruhe gönnen, um die besinnliche Zeit zu genießen.

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Matthäus 11,28 – Lutherbibel 2017)

WiederWort von Sophia (25)

Schätze die Hindernisse

Da gibt es die eindrucksvolle Geschichte über einen arabischen König, der aus Boshaftigkeit in einer Oase einer kleinen und jungen Palme einen Stein in die Krone legt, in der Hoffnung, dass der Baum daran zugrunde geht. Nach vielen Jahren kommt er wieder und muss entdecken, dass der Stein die Palme nicht zerstörte, sondern alle Widerstandskräfte mobilisierte. Aus dem gehandicapten Pflänzchen wurde eine stattliche Palme.

Der Stein symbolisiert ein Hindernis, welches dir in den Weg gelegt wird. Du beschäftigst dich mit dem Hindernis, machst das Schönste daraus und folgst deinem Weg. Es gibt Hindernisse im Leben die du überwinden musst. Ein Problem geschafft, Häkchen dran, nächstes Problem usw. Das Leben verläuft nicht in einer geraden Linie und oftmals sind Hindernisse auf den zweiten Blick Chancen. Alles Negative hat auch sein Positives, auch wenn man es nicht gleich sieht!
Vielleicht reicht es ja einfach aus, die Dinge mal auf den Kopf zu stellen und kräftig durch zu schütteln, so daß die Federn fliegen. Das hat zu Frau Holles Zeiten auch schon geholfen. „Wachsen trotz Widerstände“. Man kennt auch den Spruch: „Und wenn das Leben dir Saures gibt, mach Zitronenlimonade draus.“ Mir war neu, dass diese Erkenntnis nicht modern ist, sondern schon dem Dichter Goethe bekannt war. „Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ Sagte dieser. Er geht sogar noch einen Schritt weiter als in der Geschichte. Das, was ich als negativ betrachte, verwandle ich in etwas Nützliches. Ein Geiziger ist nicht geizig, sondern fähig, lange mit dem Geld auszukommen. Ein Fauler ist nicht faul, sondern besitzt die Fähigkeit, Mußestunden als ein Geschenk des Lebens für sich zu nutzen und ein Schreihals trainiert erfolgreich seine Stimmbänder. Wenn du deinen Weg gehst, gehört alles zu dem Weg, was dir begegnet. Es gibt keinen steinlosen Weg im Leben. Alles hilft deiner Weiterentwicklung und erzählt dir eine Geschichte. Streichle mal die Steine auf deinem Weg und wende dich ihnen liebevoll zu. Wenn mir mal ein Stein in den Weg gelegt wird, dann frage ich bei Gott um Rat. Vielleicht solltet ihr das auch mal versuchen!

 

WiederWort von Stella (14)

Der Herbst

Es regnet, stürmt und die bunten Blätter fliegen im Wirbel. Es wird schneller dunkel und später hell. Überall ist es nass und grau. Trotzdem finde ich den Herbst schön. Ich mag dieses Chaos der Farben, wenn alles so bunt ist. Solche Blätterwirbel gibt es nicht nur draußen, sondern auch in unserem Leben. Wenn besondere Menschen in unser Leben wirbeln und manche gehen und manche bleiben. Und auch, wenn man sich erst sogar ärgert über das Chaos, erfreut man sich später über die bunte Vielfalt, die geblieben ist.

Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. (Kolosser 3,14 © Lutherbibel 2017)

Wo merkt ihr das Herbstchaos in eurem Leben?

WiederWort von Lisa (18)

Personen im Neuen Testament: Jesus

Kein Christentum, kein Neues Testament ohne Jesus. Unzähliges würde sich über ihn schreiben lassen – ihn, den Messias, der mit 12 Jüngern umherzog und den Menschen von Gott erzählte. Ihn, der unter ärmlichsten Umständen geboren wurde, später als junger Mann am Kreuz starb und wieder auferstand. Ihn, der heute noch inspieriert und berührt, so dass sich zahlreiche Menschen nach ihm nennen: Christen.
In den vergangenen Tagen ist mir etwas anderes aber noch einmal neu wichtig geworden: Jesus war Jude. Ich bin dankbar dafür, dass er auch uns immer wieder an diesen Ursprung erinnert hat. Ich bin froh, dass wir mit unseren jüdischen Schwestern und Brüdern im Glauben verbunden sind, das Alte Testament mit ihnen teilen. Was für ein großer Reichtum! Nach dem Anschlag in Halle halte ich es für noch wichtiger, sich daran zu erinnern und jede Form von Antisemitismus und Rechtsextremismus aufs Schäfste abzulehnen.

Als Jesus einmal gefragt wird, welches das wichtigste Gebotr sei, antwortet er u.a. mit dem Glaubensbekenntnis der Juden. Er sagt:

Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« (5.Mose 6,4-5).

Und weiter fügt er hinzu:

Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese. (Markus 12,29-31 – © Lutherbibel 2017)

WiederWort von Stefanie (34)

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