Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 16)

Der Herbst

Es regnet, stürmt und die bunten Blätter fliegen im Wirbel. Es wird schneller dunkel und später hell. Überall ist es nass und grau. Trotzdem finde ich den Herbst schön. Ich mag dieses Chaos der Farben, wenn alles so bunt ist. Solche Blätterwirbel gibt es nicht nur draußen, sondern auch in unserem Leben. Wenn besondere Menschen in unser Leben wirbeln und manche gehen und manche bleiben. Und auch, wenn man sich erst sogar ärgert über das Chaos, erfreut man sich später über die bunte Vielfalt, die geblieben ist.

Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. (Kolosser 3,14 © Lutherbibel 2017)

Wo merkt ihr das Herbstchaos in eurem Leben?

WiederWort von Lisa (18)

Personen im Neuen Testament: Jesus

Kein Christentum, kein Neues Testament ohne Jesus. Unzähliges würde sich über ihn schreiben lassen – ihn, den Messias, der mit 12 Jüngern umherzog und den Menschen von Gott erzählte. Ihn, der unter ärmlichsten Umständen geboren wurde, später als junger Mann am Kreuz starb und wieder auferstand. Ihn, der heute noch inspieriert und berührt, so dass sich zahlreiche Menschen nach ihm nennen: Christen.
In den vergangenen Tagen ist mir etwas anderes aber noch einmal neu wichtig geworden: Jesus war Jude. Ich bin dankbar dafür, dass er auch uns immer wieder an diesen Ursprung erinnert hat. Ich bin froh, dass wir mit unseren jüdischen Schwestern und Brüdern im Glauben verbunden sind, das Alte Testament mit ihnen teilen. Was für ein großer Reichtum! Nach dem Anschlag in Halle halte ich es für noch wichtiger, sich daran zu erinnern und jede Form von Antisemitismus und Rechtsextremismus aufs Schäfste abzulehnen.

Als Jesus einmal gefragt wird, welches das wichtigste Gebotr sei, antwortet er u.a. mit dem Glaubensbekenntnis der Juden. Er sagt:

Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« (5.Mose 6,4-5).

Und weiter fügt er hinzu:

Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese. (Markus 12,29-31 – © Lutherbibel 2017)

WiederWort von Stefanie (34)

Healing

„May your journey of healing be a beautful one.“

Diesen Spruch las ich in den letzten Tagen und er brachte mich zum Nachdenken. Wer schon einmal in einer Situation war, in der er nicht mehr wusste, wie es weitergehen soll, sollte sich diese Worte einmal zu Gemüte führen. Oft sind wir in solchen Phasen unseres Lebens viel zu streng mit uns selber. Wir haben das Gefühl, wir müssen weiter funktionieren und immer 100% geben, obwohl wir innerlich bereits nach dem letzten Grashalm greifen. Wir erlauben es uns nicht, sich die Zeit, die wir wirklich brauchen, um wahrhaftig von innen heilen zu können, zu nehmen. Die Zeit, in der wir wieder zu uns selbst finden können. Manchmal dauert dieser Prozess sehr lange. Aber das ist ok. Akzeptieren wir diesen Zustand der Heilung als etwas Wichtiges und Essenzielles. Wunden heilen nicht vom einen auf den anderen Tag. Aber man muss zu ihnen stehen und lernen mit ihnen zu leben, damit sie heilen können. Denn am Ende wird jede Wunde zu einer Narbe und Narben erinnern uns daran, dass wir in der Lage sind, auch schwere Zeiten durchzustehen.

„One day you will look back and realize why everything collapsed; there is always beauty after chaos.“ – Eleni Sophia

WiederWort von Romina (27)

Personen im Neuen Testament: Jairus

Jairus, der Synagogenvorsteher, war der Vater eines Mädchens. Der Vater fiel inmitten einer großen Volksmenge vor Jesus verzweifelt auf die Knie. Er bat Jesus, zu ihm nach Hause zu kommen, wo seine zwölfjährige und einzige Tochter im Sterben lag. In Begleitung seiner Jünger machte sich Jesus auf den Weg. Doch bevor er sein Ziel erreichte, kan schon ein Bote aus Jairus‘ Haus und teilte dem Synagogenvorsteher mit, dass seine Tochter gestorben sei und dass es keinen Grund mehr gäbe, dass Jesus zu ihm nach Hause kommt. Doch Jesus ermutigte Jairus. Bei seinem Eintreffen sagte er den weinenden und traurigen Angehörigen, sie sollten nicht um das Mädchen trauern. Er sagte: Es ist nicht tot, es schläft nur. (Mk 5,21ff)
So trat Jesus neben das Bett, fasste die Hand des Mädchens und befahl ihm aufzustehen. Als sie es tat, bat er darum, ihr etwas zu essen zu geben aber gleichzeitig ermahnte er die Eltern, das Wunder, das er getan hatte, geheim zu halten.

WiederWort von Sophia (25)

DANKE!

 

Am Sonntag feiern wir Erntedankfest – ein Grund, Gott zu danken für all das, was er uns zum Leben schenkt.

Wem möchtet ihr mal wieder „Danke“ sagen?
Wöfur seid ihr dankbar?

Welche Gottesdienste wir zum Erntedankfest in unserer Gemeinde in Gladbeck feiern, seht ihr hier:
www.kirchegladbeck.de
Bis Sonntag. 🙂

WiederWort von Stefanie (34)

Personen im Neuen Testament: Zachäus

Die Geschichte vom Zöllner Zachäus ist eine meiner Lieblingsgeschichten in der Bibel (📖 Lukas 19,1-10).
Zachäus ist ein Betrüger, ein richtiges Schlitzohr. Er nimmt den Menschen viel zu viel Geld ab und steckt es sich dann selbst in die Tasche. Er ist sehr klein und wegen seines Verhaltens bei seinen Nachbarn extrem unbeliebt. Kein Wunder.
Als eines Tages Jesus in Zachäus Heimatstadt kommt, läuft eine riesige Menschenmenge zusammen. Um auch einen Blick auf Jesus werfen zu können, klettert Zachäus auf einen Maulbeerbaum. Jesus sieht Zachäus dort oben sitzen. Er geht auf ihn zu, spricht ihn an und reicht ihm seine Hand: „Zachäus, in deinem Haus will ich heute zu Gast sein.“ Die Menge reagiert aufgebracht. Aber Jesus lässt sich nicht beirren, ebensowenig Zachäus. Jesus geht zu Zachäus nach Hause. Als dei beiden gemeinsam zu Tisch sitzen, ändert Zachäus sein Verhalten radikal. Er sagt: „Ich gebe die Hälft meines Besitzes den Armen und wen ich betrogen habe, dem gebe ich es vierfach zurück.“

Richtig krass. Was mir an dieser Geschichte so gut gefällt ist: Jesus sieht viel mehr in uns Menschen, als das, was wir bei anderen Menschen auf den ersten Blick wahrnehmen. Sein Blick geht tiefer. Er erkennt unser Potential. Er weiß auch, was falsch läuft in unserem Leben. Und er reicht uns die Hand für einen Neuanfang. Er gibt uns nie auf.

Dass in Zachäus dieser Neuanfang schon immer angelegt ist, verrät übrigens auch sein Name. Der ist eine griechische Form des hebräischen Wortes Zakkai und bedeutet „der Gerechte“.

WiederWort von Stefanie (34)

Alles ist jetzt

Ihr kennt bestimmt auch diese Songs, die man irgendwo hört und sie machen einem sofort gute Laune und geben einem neue Energie. Für mich ist so ein Song gerade Alles ist jetzt von Bosse.
Ich finde klasse, wie Bosse auf ziemlich kreative Weise folgenden Satz im Lied immer wieder aufgreift und weiterspinnt: Ich habe gelernt…

– das Leben zu genießen; meine Freudne wie Blumen zu gießen; der erste Blick täuscht; der Mut, den man gibt, ist Liebe, die man kriegt…

Was mir bei Bosses Lernerei so gut gefällt, ist: Hier geht es nicht nur um Fakten. Sondern er nennt Dinge, bei denen es darum geht, zu leben und mit vollem Herzem bei der Sache zu sein.
Und dann passiert, was Bosse weiter besingt: Das Leben genießen, im Hier und Jetzt. Lachen, Hüftschwung und Glück kommen zurück. 🙂

Mich erinnert das an Worte, die Jesus in der Bergpredigt sagt:

Macht euch keine Sorgen. Gott weiß doch, was ihr braucht. Setzt euch vor allem anderen für sein Reich ein und lebt nach seinem Willen. Dann wird Gott euch das alles schenken. (Matthäus 6,25-34)

Ich glaube, so kann es gelingen. Leben im Vertrauen auf Gott. Leben mit einem Herzen, das vom Glauben an ihn erfüllt ist, und auch Zeiten des Zweifels übersteht. Leben, bei dem meine Sorgen von Gott mitgetragen werden. Leben mit ganzen Herzen – im Hier und Jetzt . Und auch im Vertrauen darauf, dass „alles jetzt“ ist und dann bei und mit Gott noch eine ganze Menge Tolles kommen wird.

🎵 Bosses Song findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=RWOE7_bRXSs

WiederWort von Stefanie (34)

Personen im Neuen Testament: Stephanus

Nachdem Jesus zu Gott gegangen war, übernahmen die 12 Apostel, ehemalige Jünger von Jesus. Bald war klar, die Arbeit schaffen sie nicht allein. Also fanden sie mit Gottes Hilfe 7 Diakone. Diakon kommt von _dienen_ und ganz praktisch dienten die Sieben den Armen, Kranken und Alten.

Stephanus war einer von ihnen und zeigte, dass Hilfsbereitschaft bedingungslos zu einem Leben mit Gott gehört. Gleichzeitig sprach er weiterhin von dem Evangelium von Jesus Christus. Denn Stephanus sagte sich: Von dem wunderbaren und liebevollen Gott erzählen, das geht eigentlich immer.

Natürlich ist ihm noch mehr passiert, für seinen Glauben musste er sogar sterben und heute ist unsere St. Stephani-Kirche nach ihm benannt. Nachlesen könnt ihr das alles in Apostelgeschichte 6+7.

WiederWort von Sebastian (32)

Wo ist Gott?

Ich habe nachgeschaut, im Himmel kann man Gott auch nicht treffen. Keine Tür, an der ich klingeln kann. Kein Ort, an dem ich ihn kurz sehen kann.

Ein Stück bleibt Gott für mich so weiterhin unbekannt. Und manchmal denke ich, gerade weil Gott geheimnisvoll bleibt, bleibt er auch absolut unabhängig, unverfügbar. Er macht eben sein Ding.

König Salomo sagte: Der Himmel und aller Himmel Himmel können Gott nicht fassen – wie sollte es dann der Tempel tun, den ich erbaut habe? (1. Könige 8,27)

WiederWort von Sebastian (32)

Personen im Neuen Testament: Paulus

Ach, ich wollt, ich wäre wie Paulus… So stark in Glauben und Vertrauen. So mutig im Verkündigen, so genial in seinen Einfällen. So unnachgiebig trotz schwerer Rückschläge.

Und schreibt er es nicht auch selbst? Werdet wie ich. (Galater 4,12)

Aber will man jemanden zum Vorbild, der selbst dazu aufruft? Ist so einer nicht arrogant?

In der Tat scheint Paulus ein bisschen arrogant gewesen zu sein, da er seinen Lebensweg den Besten (1. Korinther 7,7) und seine Schwachheit die Größte nennt (1. Korinther 4,6-16). Außerdem beschimpft er seine Gegner immer wieder aufs Schlimmste (Galater 1,6-9).

Kann so einer ein Vorbild sein?

Er ist aber eben auch der, der sein Leben für Gott auf den Kopf gestellt hat und vom Christenverfolger zum Verkündiger wurde (Apostelgeschichte 9,1-19). Der die Freiheit für alle Menschen, egal wer sie sind, in Jesus Christus aufgezeigt hat (Galater 3,28). Der das Evangelium über die Grenzen Israels hinaus in die Welt getragen und sich bei all dem immer ganz auf Gott verlassen hat.

Damit ist Paulus also wirklich einer der ganz Großen unseres Glaubens.

WiederWort von Yann (24)

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