Heute ist bei uns in der evangelischen Kirche der Buß- und Bettag. Was ist das eigentlich für ein Tag? Der Buß- und Bettag ist der einzige rein evangelische Feiertag. Er ist jedes Jahr mittwochs und zwar vor dem letzten Sonntag im Kirchenjahr – dem Ewigkeits- bzw. Totensonntag. Die Katholiken haben so etwas in der Art auch. Sie haben die Beichte, die sie das ganze Jahr über immer wieder ablegen können. Der Buß- und Bettag hat eine lange Geschichte. Zwar gibt es keine biblischen Zeugnisse darüber, wie zum Beispiel über Weihnachten oder Ostern. Aber schon in der Antike gab es verschiedene Bußzeiten. Diese Bußzeiten wurden dann wahrgenommen, um Notzeiten oder auch eine Kriegsgefahr abzuwenden.

Buße tun – was bedeutet das? Buße tun, könnte man auch mit „waschen“ übersetzen. Der Prophet Jeremia hat einmal gesagt:

Jerusalem, wasche deine Bosheit  von deinem Herzen ab, damit du gerettet wirst! (Jeremia 4,14 – Lutherbibel 2017)

Dieses „Waschen“ soll als Verbesserung dienen. Eine Verbesserung in dem Sinne, dass ich über mein eigenes Leben nachdenke, wie Gott es für mich gedacht hat. Man könnte auch von einem „Bad für die Seele“ sprechen. Der Buß- und Bettag soll dazu dienen, dass man innehält und über sich selbst, über seinen Umgang und sein Verhalten mit anderen und über seine Beziehung mit und zu Gott nachdenkt und sich vielleicht fragt: „Wie könnte mein Leben besser werden?“

WiederWort von Sophia (26)