Das ist St. Mungo, der Schutzpatron  und erste Bischof der schottischen Stadt Glasgow. Letztes Jahr habe ich ihn auf einer meiner Reisen entdeckt. Sein Bild fasziniert mich. Es zeigt diesen Kirchenmann aus dem 6. Jahrhundert in unserer Zeit, ganz so wie er heute leben würde. Zugewandt und aufmerksam, Kleines beachtend.

Über ihn wird erzählt, dass er verschiedene Wunder getan haben soll. Eines davon ist das Lebendigmachen eines Rotkehlchens. Mungo beobachtete, wie Leute das Tier mutwillig töteten. Er nahm den Vogel in seine Hände, sprach ein Gebet und das Rotkehlchen erwachte zu neuem Leben.

Es ist nicht dieses vermeintliche Wunder, das mir nachgeht. Es ist dieses Sich-Anrühren-Lassen, dieses sich Sorgen um alles Lebendige. Und es ist das Vertrauen in die Kraft des Gebets. Mungo vertraut sich ganz Gott an. Er betet zu Gott, begibt sich ganz in Gottes Hand. Aus diesem Vertrauen heraus entsteht neues Leben.

Gott hilft uns, neu sehen zu lernen – Leben um uns herum wahrzunehmen und zu achten und die Schönheit des Lebens zu entdecken. Gott hilft uns, uns im Gebet ganz auf ihn, auf seine Kraft, einzulassen, mit der er uns in unserem Leben begleitet.

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. (Psalm 66,20, Lutherbibel 2017)

WiederWort von Stefanie (35)