Nicht mehr lange bis zu den Zeugnissen fürs Halbjahr. Die Noten stehen längst schon fest. Zwischen 1 und 6 hat jemand aufgeschrieben, was er von mir hält.

Schon wieder Überstunden heute. Aber das gehört dazu. Beruflich erfolgreich bin ich nur, wenn ich auch Leistung bringe.

Oma im Seniorenheim besucht, ein leckeres Essen für die Lieben vorbereitet und jedem verständnisvoll zugehört. Ist ja klar, ich bin doch ein guter Familienmensch.

Beurteilung, Leistung, Erwartungen. Kann man es sehen? Da bin ich auf Dauer kein Fan von.

Jesus erzählt davon, dass Menschen in einem Weinberg arbeiten. Einige 10h, andere 5h und andere nur 1h. Doch alle erhalten am Abend den Lohn, der für 10h Arbeit vereinbart war. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch entlastend. Was ich Gott wert bin, hängt am Ende des Tages nicht davon ab, was ich geschafft habe.

Durch Gottes Gnade bin ich, wer ich bin. (1. Korinther 15,10a)

Ich ergänze: Weil Gott mir liebevoll begegnet, darf ich sein, wer ich bin. Mit Gott an meiner Seite kann ich mit einer großen Portion Gelassenheit den Erwartungen, dem Leistungsdruck und der Beurteilung durch mich oder andere entgehen.

WiederWort von Sebastian (32)