Bei einem Spaziergang fallen mir die drei Worte ins Auge: „Noch nicht fertig…“. Leuchtend blau und kaum zu übersehen, prangen sie auf einem Baustellenzaun. „Noch nicht fertig…“ Der Lärm der Bagger tönt auch über die Absperrung hinweg. Hier entsteht etwas Großes. Das braucht Zeit.

Als ich weitergehe, bleiben mir diese Worte im Kopf. Sie sind auch sinnbildlich für mein Leben. Mein Weg ist noch nicht fertig. Wie gut. Denn ich möchte noch so Vieles entdecken und erleben. 😊 Mein Weg ist nicht fertig vorgezeichnet, so als wäre Gott ein Puppenspieler und ich seine Marionette. Gott lässt mir die Freiheit, meinen Weg zu entdecken, Er legt mir dabei den Boden unter die Füße. Ich bin gespannt, wie dieser Weg weitergeht und ich bin Gott dankbar für jeden Tag, den ich erlebe.

„Noch nicht fertig…“ – ist Gott mit mir. Er hält die Verbindung zu mir, wohin ich auch gehe. So wie er sie zu Jesus gehalten und ihn begleitet hat. Darauf vertraue ich, auch dann, wenn ich manchmal das Gefühl habe mich an Gott regelrecht abzuarbeiten – weil mir nicht jede Wegstrecke einleuchtet. Weil mir immer wieder Menschen begegnen, denen Schlimmes widerfährt. Ich vertraue darauf, dass Gott mit keinem von uns fertig ist, sondern dass er uns hält und trägt und unser Leben erst bei ihm und mit ihm fertig und vollkommen wird.

„Weise mir, Herr, deinen Weg und leite mich, denn du hilfst mir. Das glaube ich.“ (nach Psalm 86)

WiederWort von Stefanie (36)