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Opfern

Für Menschen, die uns sehr wichtig sind, fällt es uns mega leicht was zu opfern. Lebensstil wechseln. Neustart. Hingabe, die uns sogar viel Geld investieren lässt. Alles kein Problem. Selbst, wenn wir sie nur für kurze Zeit kennen. Bei Gott geht es uns da nicht so. Warum aber?

Diese Frage stelle ich mir schon seit einem halben Jahr und hab irgendwie keine klare Antwort darauf.

Immer wieder habe ich es mitbekommen, dass Leute in eine neue Gruppe reingewachsen sind und sich da voll integriert haben. Sie haben sich verändert, angepasst und dafür teilweise auch richtig was aufgeopfert. Am krassesten ist das wahrscheinlich bei einer Partnerschaft, wofür man ab und zu sogar beste Freundschaften aufgibt. Plötzlich hat man einen neuen Style, neue Hobbys, einen neuen Tagesablauf oder hört andere Musik. Plötzlich opfern wir gerne. Wir opfern natürlich. Wir opfern mit Treueversprechen. Und was vorher unerreichbar und unmöglich schien, strengt uns jetzt nicht mal mehr an.

Uns für Gott so aufzuopfern ist aber anders. Es fühlt sich nicht so natürlich an. Es liegt uns irgendwie nicht. Es ist anstrengend. Paulus spricht aber im Römerbrief 12,1 davon, dass wir uns mit „Leib und Leben“ als lebendiges und heiliges Opfer Gott zur Verfügung stellen sollen. Also schon ein echtes Opfer bringen. Ich verstehe das so, dass wir nicht mehr eigenen und egoistischen Zielen folgen sollten, sondern voll im Dienst für Gott stehen.

Eigentlich müsste mir das also leichter fallen, oder? Gottes Geist lebt in mir. Und trotzdem opfere ich nicht gerne was oder lasse mich von Gott verändern. Und wieder die Frage: Warum nicht? Was würdest du sagen, woran das liegt? 🤔

Ich habe für mich drei mögliche Antworten gefunden:

  1. Ich beschäftige mich selten und nur oberflächlich mit dem Erbarmen Gottes. Das ist in Römer 12,1 aber die Grundvoraussetzung für das Opfer.
  2. Gott ist dauerhaft verfügbar. Seine Worte in der Bibel gibt es in Tausenden Sprachen für die meisten Menschen. Allein mit diesem Fakt macht Gott uns klar, dass er sprechen möchte. Opfern fällt mir schwer, weil ich einfach nicht für das dynamische Reden Gottes durch die Bibel verfügbar bin.
  3. Ich lebe oft nur einen theoretischen Glauben. Zu selten folge ich dem Heiligen Geist, indem ich praktisch im Alltag Gott gehorsam bin. Dadurch erlebe ich Gott selten, was mich wiederum nicht motiviert, hingegeben zu leben.

WiederWort von Stella (16)

Der gute Hirte

Was erwarten wir eigentlich von Gott für unser Leben? Für was bete ich jeden Morgen oder jeden Abend?

Ist er Hoffnung unerfüllter Sehnsüchte, oder Garant des schon guten Lebens?

Schicke ich ihm Wunschlisten, oder ist es die leise Forderung einer schüchternen Bitte?

Jesus spricht uns zu: „Ich bin der gute Hirte“ (Joh 10,11)

Er ist Leitung, er ist Hüter und Beschützer. Einer, der uns gut versorgt: Mit frischem Wasser & grünen Auen. Einer, der alles für uns gibt: Sogar sein eigenes Leben.

Deckt das unsere Erwartung?

Wieder Wort von Yann (26)

Neuanfang – Nicht allein!

Letzte Woche hat die Schule begonnen. Ein neues Jahr ist für alle ein Neuanfang. Ein Wechsel. Ein Übergang. An den Grundschulen haben alle Erstklässler einen Viertklässler als Paten. Sie zeigen ihnen die Schule und passen auf sie auf. Auch die Fünftklässler auf der weiterführenden Schule bekommen Ansprechpartner aus der Oberstufe, die ihnen durch den Schulanfang helfen.

Ich stelle mir vor, dass Gott mein Pate bei jedem Neuanfang ist. Wenn ich ein bisschen Hilfe brauche, ein bisschen Unterstützung, dann ist er da und zeigt mir den Weg durch die Flure und Treppenhäuser des Lebens. Und Neuanfänge kommen viel häufiger als man denk. Jeden Montag fängt eine neue Woche an und jeden Morgen ein neuer Tag. Manchmal bin ich von den vielen Möglichkeiten völlig überwältigt. Dann bin ich froh, dass Gott mir Menschen an die Seite stellt, die mir die Richtung weisen. Es tut gut zu hören: „Alles wird gut.“ Danke.

WiederWort von Hannah (16)

Afghanistan

Gott,

manchmal kann ich meine Traurigkeit nur noch im Gebet vor dich bringen.

Die Bilder aus Afghanistan machen mich fassungslos.

Ich sehe Menschen, die sich verzweifelt an abhebende Flugzeuge klammern.

Ich sehe Frauen und Mädchen, denen jegliches Recht auf Bildung entzogen wird.

Die ohne männliche Begleitung nicht auf die Straße gehen dürfen und somit oft gleich ganz aus dem Straßenbild verschwinden.

Ich sehe Terroristen, die in Windeseile ein Land zurückerobern und Angst und Gewalt säen.

Ich sehe und höre westliche Politiker*innen, die dem hilflos gegenüberstehen.

Ich höre von Ortskräften und Mitarbeiter*innen von Botschaften und Hilfsorganisationen, die zurückgelassen werden.

Ich kann all das nicht verstehen.

Es macht mich traurig und fassungslos.

Wie konnte es so weit kommen?

Was können wir tun, um zu helfen?

Und wo bist du in all dem, Gott?!

Hilf doch!

Lass Frieden werden.

Amen.

WiederWort von Stefanie (36)

 

 

Keine Sorgen

Macht euch keine Sorgen. Im Gegenteil: Wendet euch in jeder Lage an Gott. Tragt ihm eure Anliegen vor in Gebeten und Fürbitten und voller Dankbarkeit. (Philipper 4,6 – BasisBibel)

Gott sagt uns, dass wir uns um nichts sorgen sollen, sondern alle unsere Anliegen vor ihn bringen sollen. Doch so oft überkommen uns Sorgen im Alltag und unsere Probleme drücken uns nieder. Dieser Vers hat oft so wenig Bedeutung in unserem Leben. Dabei möchte Gott uns doch seinen Frieden geben und uns helfen, unsere Sorgen zu tragen. Er ermutigt uns, uns nicht um unsere Zukunft zu sorgen, um Schwierigkeiten, in die wir geraten könnten, oder um Krankheit. Wir können unser  Leben leben im Vertrauen auf ihn – mit allem, was kommt.

WiederWort von Stella (16)

Hochwasser

Die Bilder aus den Hochwassergebieten lassen mich nicht los. Zuerst unvorstellbare Wassermassen, die von einem Moment auf den anderen ganze Existenzen vernichten, Lebensträume und Lebenswege zum Abbruch bringen. Nun, ein paar Tage später, bleiben Schlamm und Zerstörung zurück. An vielen Stellen aber auch Solidarität, Hilfsbereitschaft, gelebte Nächstenliebe mit Herz und Hand. An manchen Orten Entwarnung, da Dämme gehalten haben und nicht geborsten sind. Erste Rückkehrer können in ihren Häusern nach dem Rechten sehen.

All das werfe ich Gott vor die Füße: Meine Fassungslosigkeit, meine Traurigkeit und Ohnmacht, mein Mitgefühl für all die Menschen in den betroffenen Gebieten. Ich möchte darauf vertrauen, dass Gott all das hört und mitträgt. Dass er neue Hoffnung schenkt – auch wenn das angesichts der Bilder der letzten Tage ganz schön schwer ist.

Gott spricht: Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. (Jeremia 29,11 – Lutherbibel 2017)

WiederWort von Stefanie (36)

Noch nicht fertig…

Bei einem Spaziergang fallen mir die drei Worte ins Auge: „Noch nicht fertig…“. Leuchtend blau und kaum zu übersehen, prangen sie auf einem Baustellenzaun. „Noch nicht fertig…“ Der Lärm der Bagger tönt auch über die Absperrung hinweg. Hier entsteht etwas Großes. Das braucht Zeit.

Als ich weitergehe, bleiben mir diese Worte im Kopf. Sie sind auch sinnbildlich für mein Leben. Mein Weg ist noch nicht fertig. Wie gut. Denn ich möchte noch so Vieles entdecken und erleben. 😊 Mein Weg ist nicht fertig vorgezeichnet, so als wäre Gott ein Puppenspieler und ich seine Marionette. Gott lässt mir die Freiheit, meinen Weg zu entdecken, Er legt mir dabei den Boden unter die Füße. Ich bin gespannt, wie dieser Weg weitergeht und ich bin Gott dankbar für jeden Tag, den ich erlebe.

„Noch nicht fertig…“ – ist Gott mit mir. Er hält die Verbindung zu mir, wohin ich auch gehe. So wie er sie zu Jesus gehalten und ihn begleitet hat. Darauf vertraue ich, auch dann, wenn ich manchmal das Gefühl habe mich an Gott regelrecht abzuarbeiten – weil mir nicht jede Wegstrecke einleuchtet. Weil mir immer wieder Menschen begegnen, denen Schlimmes widerfährt. Ich vertraue darauf, dass Gott mit keinem von uns fertig ist, sondern dass er uns hält und trägt und unser Leben erst bei ihm und mit ihm fertig und vollkommen wird.

„Weise mir, Herr, deinen Weg und leite mich, denn du hilfst mir. Das glaube ich.“ (nach Psalm 86)

WiederWort von Stefanie (36)

 

Sommer, Sonne, Strand und…

…MEER. Ganz klar! Ich liebe es, am Meer zu sein – ganz besonders im Sommer (und eigentlich auch zu jeder anderen Jahreszeit 😉).

Am Meer kann ich durchatmen und den Kopf freikriegen. Ich spüre die Weite und nehme sie regelrecht in mich auf. Bis zum Horizont und noch viel weiter gucken zu könne, den Sand unter den Füßen zu spüren, das Salz auf der Haut und den Wind im Haar – das ist Sommer für mich. Das ist Freiheit und Auftanken.

Immer wenn ich am Meer stehe, fühle ich mich Gott ganz nah. Er hat mir meinen Platz in der Welt gegeben, ein Leben, das ich gestalten kann. Er schenkt mir diese Schönheit, die mich umgibt – das Rauschen der Wellen, das Kreischen der Möwen. Eine Welt ohne ihn, kann ich mir nicht vorstellen.

„Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (Psalm 121,2)

Was gehört für euch zum Sommer dazu?

Wann fühlt ihr euch Gott besonders nah?

WiederWort von Stefanie (36)

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