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Sommer, Sonne, Strand und…

…MEER. Ganz klar! Ich liebe es, am Meer zu sein – ganz besonders im Sommer (und eigentlich auch zu jeder anderen Jahreszeit 😉).

Am Meer kann ich durchatmen und den Kopf freikriegen. Ich spüre die Weite und nehme sie regelrecht in mich auf. Bis zum Horizont und noch viel weiter gucken zu könne, den Sand unter den Füßen zu spüren, das Salz auf der Haut und den Wind im Haar – das ist Sommer für mich. Das ist Freiheit und Auftanken.

Immer wenn ich am Meer stehe, fühle ich mich Gott ganz nah. Er hat mir meinen Platz in der Welt gegeben, ein Leben, das ich gestalten kann. Er schenkt mir diese Schönheit, die mich umgibt – das Rauschen der Wellen, das Kreischen der Möwen. Eine Welt ohne ihn, kann ich mir nicht vorstellen.

„Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (Psalm 121,2)

Was gehört für euch zum Sommer dazu?

Wann fühlt ihr euch Gott besonders nah?

WiederWort von Stefanie (36)

Dich schickt der Himmel!

„Ah, dich schickt der Himmel!“

Ein Satz, in dem schon fast eine Geschichte steckt.

Vorher war bestimmt zu viel zu tun, Hektik, Überforderung. Ich denke an eine ewig lange To-Do-Liste, 1000 Sachen, die noch zu erledigen sind.

Aber in diese Situation kommt unverhoffte Hilfe, jemand, der unter die Arme greift, mit anpackt, oder einfach durch nette Worte, neue Kraft schenkt. Erleichterung.

Wann hast du das letzte Mal gedacht: „Dich schickt der Himmel!“

Wann warst du das letzte Mal Geschickte oder Geschickter?

In dem Satz ist ein Glaube ausgedrückt, Gott stecke da irgendwie mit drin. Er als der Kraftschenker und Freudegeber, der sich unser annimmt und uns Frieden und Freiheit schenkt.

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schlummert nicht. Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!“ (Psalm 121)

WiederWort von Yann (26)

Ich bin getauft!

„Ich bin getauft.“ Diesen Satz hat Martin Luther angeblich oft vor sich in den Staub auf seinem Schreibtisch geschrieben. Immer wenn er neuen Mut brauchte, schrieb er diesen Satz auf: „Ich bin getauft.“

Ich bin getauft! Wie großartig! Es ist schön, mit meiner Taufe zur Gemeinschaft aller Christinnen und Christen zu gehören. Ich weiß mich in meinem Glauben an Gott mit vielen Menschen weltweit verbunden und auch hier vor Ort in meiner Gemeinde. Das ist ein tolles Gefühl, zu dieser Gemeinschaft dazuzugehören.

Und es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass die Taufe nicht nur mein „Ja“ zur christlichen Gemeinde ist. Es ist gleichzeitig auch Gottes „Ja“ zu mir. Dieses Jahr gilt mein Leben lang. Gott nimmt mich an. Er steht zu mir. Er schenkt mir in der Taufe seinen Segen. Sein „Ja“ gilt – heute, morgen und für immer!

„Ich bin getauft.“ Gott sei Dank. 😊

„Ihr seid alle Kinder Gottes,weil ihr durch den Glaubenmit Christus Jesus verbunden seid. Denn ihr alle habt in der Taufe Christus angezogen.Und durch sie gehört ihr nun zu ihm.“ (BasisBibel – Galater 3,26f)

Könnt ihr euch an eure Taufe erinnern? Kennt ihr euren Taufspruch?

WiederWort von Stefanie (36)

Weltmeisterschaft

Momentan läuft in Lettland die Eishockey-Weltmeisterschaft und auch die Fußball-Europameisterschaft beginnt in weniger als zwei Wochen.
Auch wenn es in diesem Jahr nicht möglich ist, mit tausenden Menschen auf großen Leinwänden oder in Stadien mitzufiebern, treffen dennoch Menschen aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturen aufeinander.

Leider kam es in den letzten Wochen in unterschiedlichen Städten immer wieder zu antisemitischen Demonstrationen – verschiedene Religionsgemeinschaften wurden aufgrund ihres Glaubens, ihrer Herkunft oder Abstammung verurteilt und diskriminiert.
Noch Mitte März wurde von der katholischen Kirche die Segnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen und Partnerschaften verboten und im ganzen Land wurden als Zeichen von Toleranz an vielen Kirchen und Häusern Regenbogenflaggen aufgehangen.

Ich denke mir immer, dass dies doch eigentlich selbstverständlich sein sollte, und doch ist es in vielen Bereichen im Leben noch nicht immer nicht so.
Ob beim Eishockey oder Fußball, beim Sport ist es vollkommen egal, woher ein Mensch kommt oder woran er glaubt. Die Menschen verbindet alle ihre Leidenschaft zum Sport.

Auch im 1.Korinther 12,12-14 heißt es:

„Der Körper des Menschen ist einer und besteht doch aus vielen Teilen. Aber all die vielen Teile gehören zusammen und bilden einen unteilbaren Organismus. So ist es auch mit Christus: mit der Gemeinde, die sein Leib ist. […] Ein Körper besteht nicht aus einem einzigen Teil, sondern aus vielen Teilen.“

Ich wünsche mir, dass auf der Welt Toleranz nicht nur bei Sportfesten, sondern überall herrscht. Und freue mich natürlich auf einen multikulturellen Fußballsommer und den ein oder anderen Grillabend mit Freunden, wenn auch in kleinerem Kreis.

WiederWort von Alexander (20)

Zusprechen

Sprache ist eine Macht. Sie hat die Macht, zu verletzten und zu heilen. Sie kann Glück bringen oder Schaden verursachen. Die Sprache ist etwas, was den Menschen ausmacht. Und auch, wenn wir mal sprachlos sind, verlieren wir sie nicht. Sprache sind nicht nur Worte. Man kann auch seine ganz eigene Sprache finden, wie zum Beispiel Liebende sie miteinander haben. In diesen Zeiten sollten wir unsere größte Macht, die Sprache, nicht vergessen. Der Zuspruch des Trostes, der Liebe und der Freundschaft sind Balsam für die Seele. Sie schaffen und stärken Nähe trotz Distanz.

WiederWort von Lisa (20)

Aufatmen

Spürt ihr es auch?
Dieses… leichte?
Dieses… leichte abfallen?
Dieses… leichte abfallen von?
Dieses… leichte abfallen von Anspannung?

Könnt ihr es auch fühlen?
Was nach dem Winter kommt?
Was das Gefühl von Frühling bedeutet?
Was neues Aufblühen bedeutet?

Aufatmen.

Nach Luft schnappen. Das beschreibt unsere Situation des letzten Jahres doch ganz gut. Im wörtlichen Sinn für die, die an Corona erkrankt sind. Im übertragenden Sinn für die, die unter all den Schwierigkeiten leiden mussten. Unermessliches Leid für so viele. Unsere Gedanken und Gebete sind bei euch.

Und jetzt? Mit dem Sommer scheint ein Aufatmen möglich. Hoffnung kann zu Realität werden. Erleichterung aus dem Leid in eine neue Freiheit.

Herr,
du siehst all das Leid des letzten Jahres,
wir bringen es dir,
wir danken dir für deinen Beistand und Kraft
wir klagen aber auch an
wegen all der Situationen, in denen wir uns allein gefühlt haben
wegen all der Situationen, wo wir nicht mehr konnten
wir bitten dich:
Lass uns nicht allein,
schenke uns neue Freiheit
lass uns nicht vergessen, was in diesem Jahr passiert ist
aber hilf uns auch all das zu verarbeiten
hilf, dass wir nicht vergessen, dass wir nicht allein auf der Welt sind,
lass uns und die ganze Welt
aufatmen.
Amen.

WiederWort von Yann (26)

Gladbeck ist bunt?

Ich wünsche mir, dass das stimmt. Dass sich hier Menschen zu Hause und willkommen fühlen, ganz egal woher sie kommen oder welche sexuelle Orientierung sie haben. Auch in der evangelischen Kirche ist das immer noch kein selbstverständliches Thema. Auch wenn der #Segenfüralle, und mittlerweile auch die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare endlich kirchenrechtlich fest verankert sind, scheiden sich hier immer noch die Geister. Es gibt, zum Teil hitzige Diskussionen.

Gladbeck ist bunt? Ich freue mich darüber, dass Gladbeck in diesen Tagen tatsächlich so bunt, in allen Farben des Regenbogens, aufleuchtet. Danke an „Gladbeck ist laut“ für die Initiative, im Zusammenhang mit dem 17. Mai, auch hier in der Stadt Flagge zu zeigen. Am 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie. Ein Tag, der international Initiativen koordiniert, die sich für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgender einsetzen.

Wie schön wäre es, wenn es irgendwann keine Fahnen mehr braucht, sondern wir ganz selbstverständlich in einer Gesellschaft und in einer Kirche leben, die bunt ist. So bunt und vielfältig wie der Bogen, den Gott als Zeichen für seinen Bund mit uns Menschen an den Himmel gesetzt hat. (1. Mose 9,15)

WiederWort von Stefanie (36)

Freude schenken

Ich würde euch heute gerne eine Geschichte erzählen, die ich vor längerer Zeit gelesen habe. Sie hat mich so fasziniert und seitdem beschäftigt sie mich sehr.

Ein Mann hatte gerade mit seinem neuen Auto die Waschstraße verlassen, als schon ein Junge herbeilief und mit großer Begeisterung seinen Wagen polierte. „Sie haben aber einen tollen Wagen, gehört der Ihnen?“ Lächelnd gab er zur Antwort: „Ja, den hat mir mein Bruder geschenkt.“ Ein Ausflug, den keiner von ihnen jemals wieder vergessen wird … Der Junge schaute verwundert zu dem Mann. „Sie haben nichts dafür bezahlt und ihn einfach geschenkt bekommen?“ Der Mann nickte. „Ach ich wünschte …“, begann der Junge zögerlich. Dem Mann war völlig klar, was sich der Junge wünschte: Er wollte auch so ein Auto besitzen. Aber als der Junge weitersprach, traute er seinen Ohren kaum. „Ich wünschte mir, dass ich auch so ein Bruder sein könnte!“ Diese unerwarteten Worte des Kindes rührten das Herz des Älteren, so fragte er: „Hast du Lust auf eine kleine Stadtrundfahrt?“ Die Augen des Jungen glänzten vor Freude: „Wirklich? Sie würden mich wirklich mitnehmen? Mensch, das wäre gigantisch!“ Nachdem sie eine Weile durch die Stadt gefahren waren, fragte der Junge plötzlich ganz aufgeregt: „Entschuldigen Sie, aber dort vorne wohne ich. Könnten Sie bitte anhalten und kurz auf mich warten?“ Der Fahrer nickte mit einem Schmunzeln, und dachte bei sich, dass der Knabe wohl Geschwistern oder Nachbarn das tolle Auto zeigen wollte, in dem er mitfahren durfte. Doch er sollte sich erneut täuschen. Keine Minute später kam er wieder aus dem Haus und schob einen Rollstuhl, in dem ein kleiner Junge saß. Er beugte sich zu ihm hinunter: „Schau Bruderherz, das ist das Auto, welches dieser Mann von seinem Bruder einfach so geschenkt bekam. Eines Tages werde ich dir auch so einen Wagen schenken, dann kannst du überall dort hinfahren, wo es dir gefällt!“ Tief bewegt stieg der Mann aus dem Wagen, hob den Kleinen aus dem Rollstuhl und setzte ihn auf seinen Beifahrersitz. Dabei wurde er von zwei Augenpaaren angestrahlt. Die drei machten einen Ausflug durch die Stadt und über das Land. Einen Ausflug, den keiner von ihnen jemals wieder vergessen würde.

Schon Mark Twain wusste: »Der beste Weg, sich selbst eine Freude zu machen, ist: zu versuchen, einem andern eine Freude zu bereiten.« Jemandem eine Freue machen, kann so einfach sein – wie auch diese Kurzgeschichte vermittelt. Auch bei mir ist es so. Wenn ich einem Menschen etwas schenke, dann ist es auch für mich das größte Geschenk, wenn sich die Person darüber freut. Das Geschenk selbst muss keinen materiellen Wert haben, damit man sich darüber freuen kann. Der kleine Junge findet zwar das Auto toll, doch die Tat, die sich dahinter verbirgt, ist doch so viel wichtiger. Er ist fasziniert davon, dass der Bruder des Mannes ihm ein so wertvolles Auto schenkt, ohne dass der Mann groß was dafür tun musste. Er wünscht sich also nicht, auch mal so ein Auto zu haben, sondern ein genauso guter und gütiger Mensch zu werden, wie es der Bruder des Mannes ist.

WiederWort von Stella (15)

Geduld

Gestern bekam ich eine E-Mail: Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass der Veranstalter für Ihr Event einen Ersatztermin gefunden hat. Die neuen Veranstaltungsdaten lauten wie folgt: 25.06.2022 20:00 Uhr in Köln.

Schon wieder. Ein Konzert wird verschoben. Ein Event abgesagt. Der Urlaub storniert. Dabei haben wir doch alle gehofft, dass es in diesem Jahr besser wird

und dass man solche Dinge wieder wahrnehmen kann.

Langsam ist die ganze Situation ziemlich frustrierend. Besserung ist keine in Sicht. Die Zahlen steigen. Die Impfkampagne läuft schleppend. Jetzt haben wir auch noch Ausgangssperre. Ich merke, wie viele Menschen nur noch genervt sind und auch meine Geduld neigt sich langsam dem Ende zu.

Ich werde ungeduldig. Wann können wir wieder „normal“ leben? Wird es überhaupt jemals wieder so sein wie vorher? Wann kann man sich wieder mit der Familie und mit Freunden treffen?

Ich werde ungeduldig. Werden wirklich alle Menschen, die geimpft werden möchten, dieses Jahr die Chance dazu bekommen?

Ich werde ungeduldig. Ich möchte raus. Ich möchte einfach mal spontan irgendwohin, ohne darauf achten zu müssen, ob ich dabei die Regeln verletze.

Ich werde u

ngeduldig. Werden wir im Sommer in den Urlaub fahren können?

Ich werde ungeduldig. Wird unsere Freizeit im Sommer nach Schweden stattfinden?

Bei all diesen Fragen und Gedanken fällt mir ein Vers aus dem Römerbrief ein:

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.  (Röm 12,12 – Lutherbibel 2017)

Gerade jetzt ist Geduld wichtiger denn je. Auch, wenn es einem vielleicht nicht immer leicht fällt, aber mit etwas Geduld werden wir die schwierige Zeit überstehen. Und dann können wir wieder aufatmen. Sei es auf einem Konzert, im Urlaub oder einfach mit Freunden im Garten.

Gott, wir bitten dich für uns alle um Geduld. Wir brauchen Geduld, wenn etwas von außen auf uns zukommt und uns überfordert. Wir brauchen Geduld, wenn Ungewissheit da ist und wir nicht wissen, wie es weiter geht. Wir brauchen Geduld. Abwarten, Loslassen von gewohnten Dingen, mit weniger zufrieden sein, gelassen und barmherzig sein mit sich selbst und mit anderen. Gott, gerade in diesen Tagen, wo wir alle unter den völlig veränderten Lebensbedingungen und der Kontaktsperre leiden, brauchen wird deine Hilfe und deine Unterstützung. Gott, hilf uns, dass wir stark, gefasst und geduldig durch diese Zeit gehen und die Hoffnung bewahren können. Amen.

 

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