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Morgenröte

Gott ist bei euch,

wie weit ihr auch gerannt sein mögt,

wie sehr ihr euch auch verannt haben mögt,

wie sehr ihr euch auch verlaufen habt,

Gott ist bei euch.

In eurer Dunkelheit scheint ein Licht.

Nein, eure Dunkelheit ist Licht.

Bei Gott.

Denn Gott ist das Licht.

Er lässt nicht los,

er lässt nicht fallen,

er hält.

Nähme ich Flügel der Morgenröte… (Psalm 139,9-12)

 

WiederWort von Yann (24)

Zielstrebigkeit?!

Es geht voran und schon ist das nächste Ziel, der nächste Gipfel im Blick. Mit Gott kann ich gestärkt in das neue Jahr gehen. Doch das steht Jesus, ganz am Anfang seiner Zeit auf der Erde, und sagt:

Gott ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium. (Markus 1,15)

Ich glaube, dass Gott mir nahe ist. Glaube an das Evangelium, dass ich ewig bei Gott bleibe. Deshalb kann ich inne halten. Kann über meine Ziele und mein Handeln nachdenken. Kann sogar umkehren. Genau das ist Buße. Genau das ist Freiheit. Beides ermöglicht Gott mir.

WiederWort von Sebastian (33)

Glaube und Zweifel

Ich glaube; hilf meinem Unglauben! (Markus 9,24 – Lutherbibel 2017)

Mit diesen eindringlichen Worten wendet sich ein Vater an Jesus. Sein Sohn ist schwer krank. Bis jetzt konnte er nirgendwo Hilfe finden. Seine Verzweiflung, seine Zweifel lassen ihn einen Schritt auf Jesus zu machen. Das ist für mich das Spannende an diesen Worten. Der Vater ist noch nicht endgültig von sienen Zweifeln überwältigt, sondern er hat noch einen Funken Hoffnung. Er bittet Jesus: „Hilf meinem Unglauben.“ In dieser Bitte liegt der Schlüssel. Denn der Vater weiß, dass man Glauben nicht selbst machen, sondern ihn nur erbitten kann. Jesus heilt den Sohn schließlich, aber erst nachdem der Vater seine Zweifel herausgeschrien hat. Für mich heißt das: Gott hält unsere Zweifel mit uns aus. Ihm könnnen wir alles anvertrauen. Auch unsere Zweifel trennen uns nicht von seiner Liebe zu uns.

Nachlesen könnt ihr die Begenung von Jesus und dem Vater im Markusevangelium – Kapitel 9, 14-29. Vers 24 ist uns als Jahreslosung für 2020 mit auf den Weg gegeben.

WiederWort von Stefanie (34)

 

Neujahr

Noch einmal neu anfangen, alles hinter sich lassen, alles anders, besser machen. Wer hat sich das nicht schon gewünscht? Wir verändern uns ständig, machen Pläne, gestalten unser Leben. Entwicklung verlangt Veränderung. Wir werden aber nicht immer gefragt, ob wir diese Veränderung jetzt wollen. Wenn ich zurückblicke, fallen mir viele Erlebnisse ein, die ich am liebsten aus meinem Leben ausradieren würde. Das ist aber nicht möglich, weil mein Leben sonst unvollständig wäre. Neuanfänge, das Beenden von Dingen, machen das Leben vollständig. Auch die Unsicherheit, die wir bei manchen Entscheidungen verspüren, gehört mit zum Leben. Ja, sie macht es erst interessant. Denn in jedem Neuanfang liegt auch die Chance, etwas zu gewinnen.
Ich persönlich verbinde ein neues Jahr immer mit einem Neuanfang. Wenn etwas das letzte Jahr schlecht gelaufen ist, kann man es im nächstem Jahr anders und sogar besser machen, da man aus allen Fehlern gelernt hat. Ganz oft hört man Sprüche wie: „Bedenke, dass ein Ende uns auch die Chance auf einen Neuanfang lässt.“ oder „Oft, wenn wir glauben, wir wären am Ende von etwas angekommen, stehen wir bereits am Anfang von etwas anderem.“
Naja, das sagt sich alles so leicht. Ich denke am Wichtigsten ist es, zuerst mit der Vergangenheit Frieden zu schließen, damit sie unsere Zukunft nicht beeinträchtigt.
Laotse, ein chinesischer Philosoph, sagte einst: „Wer das Ende bedenkt, wie er den Anfang bedachte, der wird nichts verderben.“ Und das ist ein wichtiger Punkt. Gehe mit dem Ende genauso um, wie du es mit dem neuen Anfang tust. Eine Hilfe, mit der Vergangenheit abzuschließen ist es vielleicht, sich bei jedem zu entschuldigen, dem man Böses angetan hat oder denjenigen zu verzeihen, die einem Böses angetan haben. Vor einigen Jahren habe ich einen Artikel über eine Tradition gelesen, mit der man sehr gut mit dem letzten Jahr abschlißen können soll.
Und zwar soll man auf kleine Zettel schreiben, was schlecht war und was gut war im letzten Jahr. Die guten Zettel hängt man an eine Rakete und lässt sie in den Himmel aufsteigen, damit sie immer da sind, damit sie in meiner Erinnerung bleiben können. Die schlechten Zettel hängt man an Böller, damit sie explodieren und einem fern bleiben. Man löscht sie aus, damit sie einen nicht begleiten. Ich für meinen Fall habe es versucht und ich denke, dass es genau das erfüllt, was es verspricht. Vielleicht probiert ihr das ebenfalls aus. Ab 0 Uhr gilt für mich dann immer: „Alles ist anfangen, ist schöpfen. Jeder neue Tag, jede neue Stunde, jeder neue Augenblick.“
Frohes neues Jahr!

WiederWort von Stella (15)

 

 

Weihnachten

Wünsche werden wahr,

Engel verkünden es den Hirten: „Fürchtet euch nicht! Euch ist heute der Heiland geboren!“

Ich habe Platz an der Krippe. Gott kommt auch für mich zur Welt.

Die Nacht wird taghell.

Uns allen sagt Gott: „Mein Sohn, der Christus, wird die Welt verändern.“

Der Traum vom Frieden bekommt neue Nahrung: Frieden ist der Weg, der vom Stall in die Welt führt.

Es ist Weihnachten, heiliger Abend, heilige Nacht!

Wir wünschen euch frohe und gesegnete Weihanchten.

WiederWort von Stefanie (34)

 

Neu geboren

Vor ein paar Tagen habe ich seit langer Zeit mal wieder ein Neugeborenes auf dem Arm gehalten. Unglaublich, wie klein und verletzlich so ein menschliches Leben beginnt. Und erstaunlich wie sehr ein so kleiner Mensch die Herzen derer berührt, die es betrachten und im Arm halten. So stelle ich es mir auch an der Krippe vor, als Maria, Josef und die Hirten das Jesuskind betrachtet haben. Mich berührt jedes Jahr aufs Neue, dass Gott diesen Weg gewählt hat, um zu uns Menschen zu kommen – als Kind in der Krippe. Er kommt ganz, so richtig, in unsere Welt. Nicht nur ein bischen und halbherzig, sondern komplett – mit allem, was zu einem menschlichen Leben dazugehört. Diesem Gott vertraue ich, weil er das Leben kennt. Weil er mich kennt. Ich freue mich darauf, das in ein paar Tagen wieder zu feiern.

WiederWort von Stefanie (34)

Geschenke

Ich schenke gerne und freue mich über die Freude der Anderen. Besonders in der Weihnachtszeit stressen wir uns, das perfekte Geschenk zu finden und jeden glücklich zu machen. Aber wozu  stressen wir uns? Letztlich macht es einem selbst doch nur schlechte Laune, wenn man von Einkaufsladen zu Einkaufsladen rennt und doch nichts findet. Ich habe das auch oft so gemacht. Aber an einem Bibelvers bin ich in diesem Zusammenhang hängen geblieben.

Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. (2. Korinther 9,7 – Lutherbibel 2017)

So handhabe ich das nun auch. Jedes Mal, wenn ich im Jahr etwas finde, das das perfekte Geschenk wäre, kaufe ich es oder schreibe mir die Idee auf. Wenn nun die Weihnachtszeit beginnt, bleibe ich entspannt und bin ein fröhlicher Geber – und das freut auch die Beschenkten.

WiederWort von Lisa (19)

 

 

#nächstenliebe

Am Sonntag haben wir die erste Kerze auf unserem Adventskranz angezündet. Dies war der Auftakt in die alljährliche Weihnachtszeit und ein Symbol dafür, dass wir von nun an auf den Heiligen Abend warten.

Die Adventszeit ist eine besondere und heilige Zeit, die für Besinnlichkeit und Barmherzigkeit unter den Menschen sorgt. Wenn wir jedoch auf die Straßen und in die Läden schauen, ist alles, was wir manchmal erkennen können, Hektik, Stress und Unzufriedenheit. Wir vergessen in solchen Momenten, was in der Weihnachtszeit wirklich zählt und was uns der Glaube lehrt.

Auch wenn unsere Gesellschaft mit den Jahren immer schnelllebiger geworden ist, hilft oft ein einfaches Lächeln, um auch andere wieder an die Bedeutung von Weihnachten zu erinnern und daran, dass Nächstenliebe im Zentrum von Weihnachten steht. Denn sie ist und bleibt das schönste Geschenk, das wir uns gegenseitig machen können.

WiederWort von Romina (27)

Wege bereiten

Kirche bleibt lebendig , weil zahlreiche Menschen ein stabiles Fundament bilden. Sie ermöglichen es anderen, den Weg mit Gott zu gehen und ihn kennen zu lernen. Auch Junia war so eine, die sich engagiert hat. Das Ende des Römerbriefes erzählt uns, dass sie so viele Menschen begeistert hat. Nur wenige Jahre nach der Auferstehung Jesu Christi leitete sie als Frau bereits eine der ersten Gemeinden.

Ich frage mich: Wo kann ich heute Menschen begeistern? Womit kann ich ermöglichen, dass Menschen in der Kirche Gott begegnen können?

WiederWort von Sebastian (33)

Klarheit gewinnen

Es ist ganz einfach: Im Herbst trägt man besser Gummistiefel. Geschützt vor Laub und Nässe kommt man so gut durch den Tag.

So einfach kann es sein und doch zerbrechen ich mir den Kopf. Nicht über Schuhe, aber wach liege ich abends trotzdem. Ich bin verstrickt in die Wirren meines Lebens.

Der Buß- und Bettag heute ist meine Gelegenheit, aus der Verwirrung heraus zu kommen. Nur einen Satz braucht der Prophet Micha, um mir vor Augen zu führen, wie ich Klarheit gewinne:

Du weißt, was gut für dich ist, was Gott dir gesagt hat: Orientiere dich an seinem Wort, lebe, indem du liebst, und sei dir bewusst, wer du bist und wer du nicht bist. Micha 6,8

Heute steige ich in die Gummistiefel Gottes.

WiederWort von Sebastian (33)

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