Seite 2 von 16

Personen im Neuen Testament: Zachäus

Die Geschichte vom Zöllner Zachäus ist eine meiner Lieblingsgeschichten in der Bibel (📖 Lukas 19,1-10).
Zachäus ist ein Betrüger, ein richtiges Schlitzohr. Er nimmt den Menschen viel zu viel Geld ab und steckt es sich dann selbst in die Tasche. Er ist sehr klein und wegen seines Verhaltens bei seinen Nachbarn extrem unbeliebt. Kein Wunder.
Als eines Tages Jesus in Zachäus Heimatstadt kommt, läuft eine riesige Menschenmenge zusammen. Um auch einen Blick auf Jesus werfen zu können, klettert Zachäus auf einen Maulbeerbaum. Jesus sieht Zachäus dort oben sitzen. Er geht auf ihn zu, spricht ihn an und reicht ihm seine Hand: „Zachäus, in deinem Haus will ich heute zu Gast sein.“ Die Menge reagiert aufgebracht. Aber Jesus lässt sich nicht beirren, ebensowenig Zachäus. Jesus geht zu Zachäus nach Hause. Als dei beiden gemeinsam zu Tisch sitzen, ändert Zachäus sein Verhalten radikal. Er sagt: „Ich gebe die Hälft meines Besitzes den Armen und wen ich betrogen habe, dem gebe ich es vierfach zurück.“

Richtig krass. Was mir an dieser Geschichte so gut gefällt ist: Jesus sieht viel mehr in uns Menschen, als das, was wir bei anderen Menschen auf den ersten Blick wahrnehmen. Sein Blick geht tiefer. Er erkennt unser Potential. Er weiß auch, was falsch läuft in unserem Leben. Und er reicht uns die Hand für einen Neuanfang. Er gibt uns nie auf.

Dass in Zachäus dieser Neuanfang schon immer angelegt ist, verrät übrigens auch sein Name. Der ist eine griechische Form des hebräischen Wortes Zakkai und bedeutet „der Gerechte“.

WiederWort von Stefanie (34)

Alles ist jetzt

Ihr kennt bestimmt auch diese Songs, die man irgendwo hört und sie machen einem sofort gute Laune und geben einem neue Energie. Für mich ist so ein Song gerade Alles ist jetzt von Bosse.
Ich finde klasse, wie Bosse auf ziemlich kreative Weise folgenden Satz im Lied immer wieder aufgreift und weiterspinnt: Ich habe gelernt…

– das Leben zu genießen; meine Freudne wie Blumen zu gießen; der erste Blick täuscht; der Mut, den man gibt, ist Liebe, die man kriegt…

Was mir bei Bosses Lernerei so gut gefällt, ist: Hier geht es nicht nur um Fakten. Sondern er nennt Dinge, bei denen es darum geht, zu leben und mit vollem Herzem bei der Sache zu sein.
Und dann passiert, was Bosse weiter besingt: Das Leben genießen, im Hier und Jetzt. Lachen, Hüftschwung und Glück kommen zurück. 🙂

Mich erinnert das an Worte, die Jesus in der Bergpredigt sagt:

Macht euch keine Sorgen. Gott weiß doch, was ihr braucht. Setzt euch vor allem anderen für sein Reich ein und lebt nach seinem Willen. Dann wird Gott euch das alles schenken. (Matthäus 6,25-34)

Ich glaube, so kann es gelingen. Leben im Vertrauen auf Gott. Leben mit einem Herzen, das vom Glauben an ihn erfüllt ist, und auch Zeiten des Zweifels übersteht. Leben, bei dem meine Sorgen von Gott mitgetragen werden. Leben mit ganzen Herzen – im Hier und Jetzt . Und auch im Vertrauen darauf, dass „alles jetzt“ ist und dann bei und mit Gott noch eine ganze Menge Tolles kommen wird.

🎵 Bosses Song findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=RWOE7_bRXSs

WiederWort von Stefanie (34)

Personen im Neuen Testament: Stephanus

Nachdem Jesus zu Gott gegangen war, übernahmen die 12 Apostel, ehemalige Jünger von Jesus. Bald war klar, die Arbeit schaffen sie nicht allein. Also fanden sie mit Gottes Hilfe 7 Diakone. Diakon kommt von _dienen_ und ganz praktisch dienten die Sieben den Armen, Kranken und Alten.

Stephanus war einer von ihnen und zeigte, dass Hilfsbereitschaft bedingungslos zu einem Leben mit Gott gehört. Gleichzeitig sprach er weiterhin von dem Evangelium von Jesus Christus. Denn Stephanus sagte sich: Von dem wunderbaren und liebevollen Gott erzählen, das geht eigentlich immer.

Natürlich ist ihm noch mehr passiert, für seinen Glauben musste er sogar sterben und heute ist unsere St. Stephani-Kirche nach ihm benannt. Nachlesen könnt ihr das alles in Apostelgeschichte 6+7.

WiederWort von Sebastian (32)

Wo ist Gott?

Ich habe nachgeschaut, im Himmel kann man Gott auch nicht treffen. Keine Tür, an der ich klingeln kann. Kein Ort, an dem ich ihn kurz sehen kann.

Ein Stück bleibt Gott für mich so weiterhin unbekannt. Und manchmal denke ich, gerade weil Gott geheimnisvoll bleibt, bleibt er auch absolut unabhängig, unverfügbar. Er macht eben sein Ding.

König Salomo sagte: Der Himmel und aller Himmel Himmel können Gott nicht fassen – wie sollte es dann der Tempel tun, den ich erbaut habe? (1. Könige 8,27)

WiederWort von Sebastian (32)

Personen im Neuen Testament: Paulus

Ach, ich wollt, ich wäre wie Paulus… So stark in Glauben und Vertrauen. So mutig im Verkündigen, so genial in seinen Einfällen. So unnachgiebig trotz schwerer Rückschläge.

Und schreibt er es nicht auch selbst? Werdet wie ich. (Galater 4,12)

Aber will man jemanden zum Vorbild, der selbst dazu aufruft? Ist so einer nicht arrogant?

In der Tat scheint Paulus ein bisschen arrogant gewesen zu sein, da er seinen Lebensweg den Besten (1. Korinther 7,7) und seine Schwachheit die Größte nennt (1. Korinther 4,6-16). Außerdem beschimpft er seine Gegner immer wieder aufs Schlimmste (Galater 1,6-9).

Kann so einer ein Vorbild sein?

Er ist aber eben auch der, der sein Leben für Gott auf den Kopf gestellt hat und vom Christenverfolger zum Verkündiger wurde (Apostelgeschichte 9,1-19). Der die Freiheit für alle Menschen, egal wer sie sind, in Jesus Christus aufgezeigt hat (Galater 3,28). Der das Evangelium über die Grenzen Israels hinaus in die Welt getragen und sich bei all dem immer ganz auf Gott verlassen hat.

Damit ist Paulus also wirklich einer der ganz Großen unseres Glaubens.

WiederWort von Yann (24)

September 11

Ich weiß noch sehr genau, was ich damals gemacht habe, als mich die Nachricht vom 11. September erreichte: Warten auf den Nachmittagssportunterricht in der Oberstufe. Ein Mitschüler kam von zu Hause und erzählte von den Bildern, die er gerade im Fernsehen gesehen hatte: Zwei Flugzeuge, die in das World Trade Center geflogen waren. Ich konnte es nicht glauben. Ich dachte zuallerst an die Freunde, die in dieser Zeit ihren Schüleraustausch in Amerika verbrachten, und hoffte, dass bei ihnen alles in Ordnung sei. Abends saß ich dann selbst lange mit meiner Familie vor dem Fernseher und schaute die Nachrichten an. Der 11. September 2001 hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt.

Der 11. September – für mich ein Tag, der Menschen zu gedenken, die damals ums Leben gekommen sind. Aber auch ein Tag, im Bemühen um Frieden nicht nachzulassen. Rechte Strömungen nicht die Oberhand gewinnen zu lassen, die solche Tage, die solche Anschläge nutzen, um unsere Gesellschaft zu spalten und Hass gegenüber Ausländern, insbesondere gegenüber Muslimen, zu schüren.

Suche Frieden und jage ihm nach. (Psalm 34,15 © Lutherbibel 2017; Jahreslosung 2019)

In einem Gedicht beschreibt Tina Willms, wie das aussehen kann:

Zwischen
den Fronten stehen
und sich doch nicht
zermahlen lassen.

Worte leihen dem Schmerz,
Räume öffnen dem Zorn.
Argumente sortieren.
Einfühlsam sein.

Dem zur Rechten
die linke Hand leihen
und dem zur Linken
die rechte Hand.

Bis auch sie
den einen Schritt wagen:
und einander
die Hände reichen.
(aus: Tina Willms, Dem Frieden hinterher. Inspirationen zur Jahreslosung und den Monatssprüchen 2019, Neukirchen-Vluyn 2018)

WiederWort von Stefanie (34)

Verlust

Gott

Bei all dem Leid sagen viele, Wo ist Gott? Warum tut er denn nichts?

Verlust

Manchmal werden wir mit Dingen konfrontiert, die wir glauben, nicht bewältigen zu können. Z.B. der Tod eines geliebten Menschen. Wir bemühen uns den tieferen Sinn darin zu erkennen. Und wenn da kein Sinn zu finden ist, stellen wir Gott in Frage. Wir sehen auf und sagen: Gott, wie kannst du uns solch eine Last aufbürden. Aber wir wissen gar nicht was Gott vorhat, nicht wahr? Wir verstehen Gottes Plan nicht, wie könnten wir?

Doch ich sage euch: An dieser stelle kommt der Glaube ins Spiel. Der Glaube kann uns helfen, seine Botschaft in unserem eigenen Leben zu erkennen. Vielleicht soll uns dieser Verlust lehren, die, die wir lieben, nicht für Selbstverständlich zu halten, auch die einfachen und alltäglichen Momente zu schätzen, unsere Mitmenschen so bedingungslos und so mutig und so leidenschaftlich zu lieben, wie wir können, und in dieser Liebe, menschlicher Liebe, nachsichtiger, bedingungsloser, andauernder Liebe werdet ihr Frieden finden.

Amen.

WiederWort von Stella (14)

Geduld

Have a little patience!

Minutenlang an der Kassenschlange anstehen, im Stau darauf warten, dass es weiter vorwärts geht, auf den Besuch warten, der einfach nicht auftaucht, auf die Rückmeldung von lieben Menschen warten, über eine verlorene Liebe oder Freundschaft trauern – all dies sind Dinge, bei denen man oft die Geduld verliert.

Man verzweifelt an der Machtlosigkeit, in der man sich befindet. Wieso geht das nicht schneller? Geduld aufbringen treibt einen manchmal zur Weißglut. Geduld ist eine Tugend – mit ihr lernen wir, ein Stück weit befreiter zu werden. Denn wer sich in Geduld übt, der ist freier. Oft leichter gesagt als getan, aber es ist möglich. Dabei fällt mir ein bekannter Spruch von Reinhold Niebuhr ein:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Wobei fehlt dir oft die Geduld?

WiederWort von Romina (26)

Freundschafts-ABC

F – Fröhlichkeit
R – Reden
E – Ehrlichkeit
U – auch mal „Unbequemes“ sagen können
N – auch mal mitten in der „Nacht“ anrufen dürfen und ein offenes Ohr finden
D – die verrücktesten „Dinge“ zusammen unternehmen
S – Spaß haben
C – nicht immer „cool“ sein müssen
H – auch wenn ich „heute“ mal nicht gut drauf bin, immer noch gemocht werden
A – angenommen sein
F – manchmal sind Freunde wie „Familie“
T – VerTrauen 😉

 

Danke, Gott, für meine Freundinnen und Freunde.
Für alles, was sie mit mir tragen und an mir ertragen.
Für allen Spaß, den wir miteinander haben.
Für jede Träne, die gemeinsam geweint wird.
Für alle kostbaren Erinnerungen, die wir miteinander teilen.
Für alles, was wir noch gemeinsam erleben werden.
Gib du Acht auf sie.
Dafür danke ich dir. Amen.

Wie sieht euer Freundschafts-ABC aus?

WiederWort von Stefanie (34)

 

Back to school

Rabbuni, so wird Jesus immer wieder von seinen Jüngern genannt (z. B. Mt 23,8). Er ist ihr Lehrer oder „Meister“, wie Martin Luther übersetzt.

Mit dem Ende der Sommerferien beginnt heute wieder der (Schul-)Alltag.

Worauf freut ihr euch in diesem neuen Schuljahr bzw. zurück im Alltag?

Jesus als Lehrer? – Für mich heißt das, dass Jesus seine Jünger durchs Leben begleitet. Dass er sein Leben mit ihnen teilt – auch mit mir. Er lehrt mich, dass ich mir Gottes Liebe nicht verdienen muss. Sie ist sein Geschenk an mich.

Was lernt ihr von Jesus – vielleicht sogar ganz neu?

Wir wünschen euch einen gesegneten Start in das neue Schuljahr und zurück in euren Alltag.

WiederWort von Stefanie (34)

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2019 WiederWort

Theme von Anders NorénHoch ↑