Kein Christentum, kein Neues Testament ohne Jesus. Unzähliges würde sich über ihn schreiben lassen – ihn, den Messias, der mit 12 Jüngern umherzog und den Menschen von Gott erzählte. Ihn, der unter ärmlichsten Umständen geboren wurde, später als junger Mann am Kreuz starb und wieder auferstand. Ihn, der heute noch inspieriert und berührt, so dass sich zahlreiche Menschen nach ihm nennen: Christen.
In den vergangenen Tagen ist mir etwas anderes aber noch einmal neu wichtig geworden: Jesus war Jude. Ich bin dankbar dafür, dass er auch uns immer wieder an diesen Ursprung erinnert hat. Ich bin froh, dass wir mit unseren jüdischen Schwestern und Brüdern im Glauben verbunden sind, das Alte Testament mit ihnen teilen. Was für ein großer Reichtum! Nach dem Anschlag in Halle halte ich es für noch wichtiger, sich daran zu erinnern und jede Form von Antisemitismus und Rechtsextremismus aufs Schäfste abzulehnen.

Als Jesus einmal gefragt wird, welches das wichtigste Gebotr sei, antwortet er u.a. mit dem Glaubensbekenntnis der Juden. Er sagt:

Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« (5.Mose 6,4-5).

Und weiter fügt er hinzu:

Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese. (Markus 12,29-31 – © Lutherbibel 2017)

WiederWort von Stefanie (34)