Die Geschichte vom Zöllner Zachäus ist eine meiner Lieblingsgeschichten in der Bibel (📖 Lukas 19,1-10).
Zachäus ist ein Betrüger, ein richtiges Schlitzohr. Er nimmt den Menschen viel zu viel Geld ab und steckt es sich dann selbst in die Tasche. Er ist sehr klein und wegen seines Verhaltens bei seinen Nachbarn extrem unbeliebt. Kein Wunder.
Als eines Tages Jesus in Zachäus Heimatstadt kommt, läuft eine riesige Menschenmenge zusammen. Um auch einen Blick auf Jesus werfen zu können, klettert Zachäus auf einen Maulbeerbaum. Jesus sieht Zachäus dort oben sitzen. Er geht auf ihn zu, spricht ihn an und reicht ihm seine Hand: „Zachäus, in deinem Haus will ich heute zu Gast sein.“ Die Menge reagiert aufgebracht. Aber Jesus lässt sich nicht beirren, ebensowenig Zachäus. Jesus geht zu Zachäus nach Hause. Als dei beiden gemeinsam zu Tisch sitzen, ändert Zachäus sein Verhalten radikal. Er sagt: „Ich gebe die Hälft meines Besitzes den Armen und wen ich betrogen habe, dem gebe ich es vierfach zurück.“

Richtig krass. Was mir an dieser Geschichte so gut gefällt ist: Jesus sieht viel mehr in uns Menschen, als das, was wir bei anderen Menschen auf den ersten Blick wahrnehmen. Sein Blick geht tiefer. Er erkennt unser Potential. Er weiß auch, was falsch läuft in unserem Leben. Und er reicht uns die Hand für einen Neuanfang. Er gibt uns nie auf.

Dass in Zachäus dieser Neuanfang schon immer angelegt ist, verrät übrigens auch sein Name. Der ist eine griechische Form des hebräischen Wortes Zakkai und bedeutet „der Gerechte“.

WiederWort von Stefanie (34)