Als Kind habe ich unglaublich gerne die Wolken am Sommerhimmel beobachtet. Auf der Picknickdecke liegen, die Arme unter dem Kopf verschränkt und nach oben in den Himmel schauen. Dabei habe ich immer tolle Entdeckungen gemacht. Da flogen dann auf einmal Wolkendrachen, Engel, Schlösser und Fußbälle, Hunde und Elefanten schwebten über mir vorbei. In meinem Kopf entstanden dann die wunderbarsten Geschichten mit all diesen Protagonisten. Und manchmal habe ich davon geträumt, selbst auf einer dieser Wolken hoch über der Erde zu fliegen und Abenteuer zu erleben.

Noch heute gucke ich unheimlich gerne in den Sommerhimmel. Der Blick nach oben, weitet meinen Horizont. Dann merke ich immer wieder ganz bewusst, dass es so viel mehr gibt zwischen Himmel und Erde als ich mir vorstellen kann. In all der Weite und dann wiederum ganz nah bei mir, ist Gott. Er erdet mich, mit festem Grund unter meinen Füßen. Er gibt mir Weite, Raum zum Leben,  zum Entfalten. Er verbindet Himmel und Erde. Und manchmal frage ich mich, ob Gott nicht selbst auch an schönen Sommertagen die Wolken beobachtet und seine Freude hat an all dem, was da gerade so vorbeifliegt. 🙂

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit so weit die Wolken gehen. (Psalm 36,6 – Lutherbibel)

Wo ist dir Gott besonders nahe?

 

WiederWort von Stefanie (35)