Ich bin gerade im Urlaub. Ich will euch nicht neidisch machen; das sei ferne! Aber für diesen Urlaub habe ich mir etwas vorgenommen, was ich noch nie gemacht habe: Ich schreibe Tagebuch. Ich wollte die vielen Momente, die ich in dieser (Aus-)Zeit erlebe, festhalten, um dann in ein paar Jahren zurückschauen und mich erinnern zu können. Jetzt merke ich aber, dass Tagebuch-Schreiben nichts ist, was mich allein auf die Vergangenheit zurückschauen lässt.

Ich blicke mit anderen Augen auf meine Gegenwart. Ich mache mich auf die Suche und entdecke viele Momente, die ich gerne festhalten, die ich niederschreiben will. Das Tagebuchschreiben lässt mich mehr auf das achten, was ich erlebe; vielleicht ein bisschen wie Stefanie das von St. Mungo geschrieben hat.

Ich frage mich, ob ich diesen Blick nicht in meinen Alltag integrieren kann. Natürlich kann ich da nicht jeden Tag Tagebuch schreiben; das wäre mir viel zu aufwendig. Aber vielleicht kann ich ja einen Gedanken, eine Begegnung, einen besonderen Moment festhalten. Und vielleicht kann ich so auch mehr auf das achten, was ich zusammen mit Gott oder von Gott erlebe.

Ich glaube, dass es wichtig ist, diese Momente festzuhalten. Sie führen uns den reichen Schatz an Erlebnissen mit Gott vor Augen und helfen, in Zeiten des Zweifelns zurückzublicken und sich daran zu erinnern, dass Gott da ist.

„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Psalm 103,2)

WiederWort von Yann (25)