„A Christmas Carol“ von Charles Dickens – die Hauptfigur ist ein Geizhals namens Scrooge, der Liebe und Freundschaft, Großzügigkeit und Lebenslust als unnütz und Verschwendung betrachtet. Der geizige, alte Geschäftsmann Ebenezer Scrooge wird eines Nachts von drei Geistern besucht, die sein Leben komplett verändern.
Scrooge will nicht an den Tod seiner Lieben denken und verbringt die Abende damit, allein zu essen und sich zu trösten. Wenn er seine Geschäftsbücher prüft, sagt er sich: „Siehst du? Keine Verluste, nur Gewinne.“
Letztlich ändert sich Scrooge, weil ihm die Geister die Wahnvorstellung nehmen, er könnte ohne Verluste leben. Sie konfrontieren ihn mit den Verlusten, die er bereits in der Vergangenheit erlitten hat und die gegenwärtig um ihn herum geschehen sowie mit dem künftigen Verlust des eigenen Lebens.
Dickens’ Geschichte lehrt uns noch etwas: Scrooge kann die Vergangenheit nicht ändern. Als er am Weihnachtsmorgen als ein anderer Mensch erwacht, kann er die Gegenwart beeinflussen, da *Veränderung* nur im Hier und Jetzt stattfindet.
Manchmal kommt es nicht zu Veränderungen, weil wir uns vorgenommen haben, uns oder unsere Beziehungen zu den Lebenden zu verbessern. Manchmal verändern wir uns am meisten, wenn wir uns mit den Beziehungen zu den Vergessenen, Verlorenen und Toten auseinandersetzen. Als Scrooge um diese trauert, beginnt er die Welt wieder wie früher zu sehen und Freundschaft, Großzügigkeit und Liebe zu leben.

WiederWort von Stella (13)