Gott, wo ist deine Hilfe?

Das ist eine Frage, die Menschen zu allen Zeiten bewegt hat und gerade durch Corona vielleicht wieder in den Fokus vieler Christen rückt. Wo ist deine Hilfe in meiner Not, in meiner Sorge um Leib und Leben?

Diese Frage ist eine berechtigte Frage. Denn im Glauben an einen Gott, dem alles möglich ist, liegt doch auch die Hoffnung, dass er unser Leben in der Hand hält und uns vor Not und Sorge beschützt. Immer wieder machen wir aber die Erfahrung, dass alles, was uns niederdrückt, nicht einfach von uns genommen wird, sondern wir uns mühselig dadurch kämpfen müssen. Wo ist da Gottes Hilfe?

Wir rufen mit Jesus: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Ein Vers aus 1. Könige 19 ist mir in diesem Zusammenhang besonders hängen geblieben:

„Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.“

Lutherbibel 2017, © Deutsche Bibelgesellschaft

Er sagt mir, dass Gott all das, was uns bedrückt, sieht. Er sieht den weiten Weg, den wir vor uns haben. Aber er nimmt ihn nicht einfach von uns, sondern unterstützt uns auf unserem Weg. Er gibt uns Kraft, damit wir nicht aufgeben müssen, hilft uns trotz unserer Sorgen und Nöte aufzustehen und diesen Weg laufen können. Und so können wir, auch wenn alles andere versagt, sicher sein, dass Gott und seine Kraft bei uns ist, auch im finsteren Tal.

WiederWort von Yann (25)