40 Jahre wanderte das Volk durch die Wüste. Es war keine einfache Reise. Doch Gott sorgte in seiner Gnade auf wunderbare Weise für sein Volk. Er gab ihm Wegweisung und Führung durch eine *Wolkensäule* und eine *Feuersäule*, die das Volk auf der ganze Reise begleitete. Auch wir befinden uns auf einer Reise, die Reise durch diese Welt. Doch wir sind nicht allein auf dieser Reise und auch nicht ohne Anführer. Als der Herr seine Jünger auf seine Rückkehr in den Himmel vorbereitete, sagte Er ihnen: „Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch“ Auf diesen Führer und die Art und Weise seiner Führung weist das alttestamentliche Bild der Wolkensäule hin. Der Herr zog vor ihnen her, am Tag in einer Wolkensäule, um sie auf dem Weg zu leiten, und in der Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht ziehen könnten. So begleitete die Säule das Volk permanent auf der ganzen Reise bis nach dem Land Kanaan. Wie das Volk Israel damals, möchte der Geist Gottes uns heute in allen Situationen unseres Lebens führen. Eine so gut erkennbare Führung wünschen wir uns vielleicht auch manchmal. Doch ist Gottes Führung heute weniger deutlich als damals bei seinem irdischen Volk? Wenn uns die Leitung des Geistes nicht immer so klar erkennbar ist, liegt das an uns. Manchmal sind es
Sünden, die wir dem Herrn nicht bekannt haben, die unseren Blick trüben und den Geist Gottes in seiner Wirksamkeit hemmen. Manchmal sind wir auch gar nicht bereit, uns wirklich vom Geist führen zu lassen, zum Beispiel, wenn wir unsere eigenen Vorstellungen und Wünsche haben und nicht davon abrücken wollen. Daher wollen wir uns im Licht Gottes immer wieder prüfen und alles wegtun, was uns hindert, die deutliche Führung des Heiligen Geistes zu erkennen.Die Wolkensäule bedeutete für die Israeliten noch mehr: Sie war das sichtbare Zeichen der Gegenwart Gottes in ihrer Mitte. Jedes Mal, wenn ein Israelit zur Wolke blickte, wurde er an die Gegenwart des Herrn im Lager erinnert. Das gab ihm Mut und das Bewusstsein der Sicherheit. Wenn Feinde nahten, konnte er wissen: Wir stehen unter dem Schutz des Herrn, der in unserer Mitte ist. Das hatte das Volk schon ganz zu Beginn der Wüstenreise erfahren.

Nachlesen könnt ihr die Geschichte vom wandernden Gottesvolk in eurer Bibel im 2. Buch Mose 13,17ff. oder hier:

https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lutherbibel-2017/bibeltext/bibelstelle/Exodus%2013/

WiederWort von Stella (13)